Die progressive Muskelentspannung (PME) ist ein sehr wirksames Entspannungsverfahren, welches das Wohlbefinden erhöht und die Gesundheit fördert. Die Übungen sind leicht erlernbar, gut in den Alltag zu integrieren, lindern Schmerzen, helfen bei körperlichen Verspannungen und seelischer Unausgeglichenheit.

Wie üben Schmerzpatienten die Progressive Muskelentspannung?

Bei Schmerzpatienten taucht immer wieder die Frage auf:
„Ist die progressive Muskelentspannung etwas für mich?"
Ja, die progressive Muskelentspannung ist besonders für Schmerzpatienten geeignet. Bei regelmäßigem Üben können Sie Ihre Schmerzen (Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungsschmerzen) deutlich lindern.
Beachten Sie zudem folgende Punkte:

Körpergefühl – Sie entscheiden, was gut ist

Hören Sie immer auf Ihr Gefühl bei den einzelnen Übungen. Führen Sie die progressive Muskelentspannung in der Intensität und Geschwindigkeit durch, die Ihnen gut tut und mit der Sie sich wohl fühlen.

Das bedeutet auch, dass Sie die Muskeln nur so weit anspannen, dass Sie den Unterschied zwischen An- und Entspannung gerade noch wahrnehmen können. Tasten Sie sich lieber langsam an die für Sie passende Übungsintensität heran. So ersparen Sie sich zusätzliche Muskelverspannungen und damit verbundene Schmerzen.

Kälte verspannt die Muskeln und erzeugt Schmerzen

Achten Sie darauf, dass der Raum, in dem Sie üben eine angenehm warme Temperatur hat. Frieren verspannt die Muskulatur und erhöht damit das Schmerzempfinden. Warme Socken und eine Decke in den Wintermonaten wirken beim Üben Wunder.

Frische Luft fördert die Durchblutung

Falls es die Witterung zulässt, üben Sie die progressive Muskelentspannung bei geöffnetem Fenster. Das fördert die Sauerstoffzufuhr und steigert die Durchblutung. Der Übungseffekt wird damit zusätzlich begünstigt.

Weniger ist mehr – Was tun bei Schmerzen während der progressiven Muskelentspannung?

Manchmal berichten Schmerzpatienten von Schmerzen, die während der Übungen auftauchen. In diesem Fall spannen Sie die entsprechenden Muskelgruppen weniger an. Das gilt auch für benachbarte Muskelgruppen.
Lenken Sie bewusst Ihre Aufmerksamkeit auf die schmerzfreien Muskelgruppen.

Unruhe und stärkere Schmerzwahrnehmung

Falls die Schmerzen sich während der Progressiven Muskelentspannung verstärken oder ein Gefühl der Unruhe auftritt, beruhigen Sie sich. In der Regel ist das ein vorrübergehender Effekt, der umso seltener auftritt, je mehr Sie üben und je mehr Sie entspannen können.

Geduld und Motivation

Auch wenn die ersten Versuche Ihre Geduld fordern sollten, bleiben Sie dran und motivieren Sie sich regelmäßig zu üben. Sind Sie sicher, Sie werden dafür mit Entspannung und Wohlbefinden belohnt werden.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson - Übung (Video)

Wie oft üben?

Als Schmerzpatient/in profitieren Sie von der Entspannung, wenn Sie mindestens ein mal täglich üben. Noch besser ist es, zwei mal täglich die progressive Muskelentspannung anzuwenden und die zweite Übungseinheit vor dem Einschlafen zu wählen.

Wenn Sie sich eine regelmäßige Gruppe für progressive Muskelentspannung suchen, bleiben Sie weiter dran. Eine Gruppe ermöglicht zusätzlich den Austausch mit anderen Teilnehmern.
Weitere Fragen rund um Entspannung und Schmerzlinderung beantworte ich Ihnen gern. Ich freue mich auf Sie.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Intuitive Fotografie Köln
Christian Kasper, Fotografie München

 

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