Stress ist der Bereich zwischen maximaler körperlicher und psychischer Ausschöpfung der eigenen Leistung bis zur Erschöpfung. Wenn wir etwas erledigen oder von unserem Laufzettel abhaken wollen, oder ein Ereignis vor uns liegt und wir uns dabei angestrengt, ausgenutzt, müde und genervt fühlen sind das die ersten Anzeichen von Stress. Der Körper wird so auf Angriff oder Flucht vorbereitet, was uns hilft, eine Belastung oder Bedrohung zu bewältigen. Es ist ein hormoneller Prozess, der unseren Vorfahren und damit uns das Überleben gesichert hat.

Die wilden Tiere unserer Gesellschaft

Die wilden Tiere, vor die wir unsere Familie schützen mussten, gibt es heute nur noch im Zoo. Dennoch reagieren Körper und Psyche immer noch nach dem gleichen Prinzip. Haben wir überhaupt noch so viele lebensgefährliche Situationen?

Na klar! Stellen Sie sich eine Mutter vor, die mit ihrem Kind an der Bushaltestelle einer befahrenen Straße wartet. Die Stresshormone lassen die Mutter hellwach werden und genau darauf aufpassen, dass ihr Kind nicht zu nah an der Straße herum tanzt.

Aber auch körperlich oder psychisch schwere Arbeit, Lärm, Hochleistungssport, psychische Belastungssituationen (Verlustangst z.B. vom Arbeitsplatz oder des Partners, Ängste allgemein, Todesangst, Angst zu versagen oder nicht zu genügen) lösen Stressreaktionen aus.

Bis zu einem gewissen Maß erhöht Stress unsere Leistungsfähigkeit. Je mehr Stresshormone der Körper ausschüttet, umso größer wird unsere Aufmerksamkeit. Die Ausschüttung von Adrenalin beispielsweise ermöglicht eine schnelle Bereitstellung von Energiereserven, wir werden hellwach und schneller.
Allerdings geht die positive Wirkung von Stress verloren, wenn das optimale Maß von Stress überschritten wird und nach der belastenden Situation keine Erholungs- bzw. Regenerationsphase folgen kann. Es beginnt ein Prozess, der einer Spirale gleicht und sich immer weiter aufschaukelt.

Körperliche Folgen von Dauerstress

  • Schlafstörungen, Ein- sowie Durchschlafschwierigkeiten, Sozialer Jetlag
  • Bluthochdruck und Beschleunigung des Herzschlags
  • Verstärkung von Allergie, Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis
  • Verdauungsprobleme, Reizdarmsyndrom, Magen-/Darmprobleme
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Frust- und Stressessen
  • Vermehrter Genussmittelkonsum: Rauchen, Alkohol und Kaffee
  • Krampfadern, Restless-Legs-Syndrom (ruhelose Beine)
  • Tinnitus
  • Rückenschmerzen, Schulterschmerzen
  • Erhöhtes Unfallrisiko

Psychische Folgen von Dauerstress

  • Depressionen
  • Ängste: Angst vor Menschen, Prüfungsangst, Angst zu Versagen, Verlustangst
  • Burnout-Syndrom
  • Innere Unruhe und innere Spannung
  • Gereiztheit
  • Gedankenkreisen
  • Hilflosigkeit
  • Gefühl der Überforderung
  • Überempfindlichkeit und -sensibilität
  • Konzentrationsmangel, Gedächtnisstörungen, Mangel an Erinnerungsfähigkeit und Unachtsamkeit

Was hilft bei Stress? – Das gesunde Maß finden

Auf kluge Art und Weise mit Stress umzugehen macht also leistungsfähiger, wenn ein natürliches und vor allem gesundes Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung besteht. In den Industrieländern ist dieses Gleichgewicht heutzutage jedoch vielfach durch den vorherrschenden Dauerstress gestört.

Wer sein inneres Gleichgewicht wiederherstellen mag, für den bieten sich beliebte Entspannungsverfahren an, wie die progressive Muskelentspannung oder geführte Meditationen. Die progressive Muskelentspannung ist leicht erlernbar und im Alltag gut anzuwenden. Wer stressresistenter und souveräner mit Alltagssituationen umgehen lernen will, für den ist ein Resilienztraining sehr empfehlenswert. Probieren Sie es aus!

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Intuitive Fotografie Köln
Christian Kasper, Fotografie München

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