Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Depression

Depression – deprimiert, Krise oder krank?

Wie oft müssen Menschen, die unter Depressionen leiden, sich anhören: „Stell dich nicht so an!", „Denk positiv!", „Häng nicht so rum, du musst nur mal raus gehen!" oder „Du musst nicht traurig sein!"?
Wie oft würden das Menschen mit Depression gern „einfach" tun?

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Erkältung oder sogar eine Grippe. Wie wäre es für Sie, wenn jemand sagt: „Stell dich mal nicht so an!", „Häng nicht so rum!", „Hör auf zu husten!" oder „Muss dir immer die Nase laufen?"

Erstaunlicherweise kommt bei einem grippalen Infekt niemand auf die Idee, solche Texte von sich zu geben. Dabei ist eine Depression genauso eine Erkrankung, die ernst zu nehmen ist und behandelt werden sollte. Leichte Depressionen, ähnlich wie ein Schnupfen auch, können verschleppt und chronisch werden.

Dazu kommt, dass wohl jeder Mensch bei diesen Sprüchen früher oder später das Gefühl bekommen wird, versagt zu haben oder nicht gut genug zu sein. Für Depressive ist dies fatal, sie werden dadurch noch depressiver, rutschen weiter in die „ich krieg´s nicht hin" - Schleife rein, in der sie sich sowieso schon befinden.

Depressionen können genetisch bedingt sein, sind aber auch oft eine Folge von Stress, einer Krise oder belastenden Lebensereignissen.

Des Weiteren spielen speziell beim Verlauf oder möglichen Rückfällen psychologische Verhaltensmuster eine wesentliche Rolle. Diese Muster sind oft gut trainiert worden, sodass sie selten bewusst wahrgenommen werden.

Verdrängen der Gefühle, die unangenehm sind

Freude, Spaß und Lachen ist für jeden Menschen schön zu empfinden. Zu einem gesunden emotionalen Gleichgewicht gehört es aber auch, Traurigkeit, Enttäuschung und andere unliebsame Gefühle wahrzunehmen, zu fühlen und zu verarbeiten. Verdrängung hilft dabei, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig.

Meist haben depressive Menschen zudem noch sehr hohe Ansprüche an sich: Anderen nicht zur Last fallen wollen, klaglos zu funktionieren oder immer stark sein zu müssen.

Als ich einen meiner Klienten fragte, warum er es sich von seinem Bruder gefallen lässt, sich von ihm durch Worte zu erniedrigen, gab er mir zu Antwort: "Er meint es nicht so."

Doch unangenehme Gefühle, wie in diesem Fall Erniedrigung und Demütigung, lösen sich nicht einfach von alleine auf, sondern schlummern im Innersten und bahnen sich ihren Weg. Bei diesem Klienten war der Ausdruck seine gedrückte Stimmung und seine Schlaflosigkeit.

Woran erkennen Sie eine Depression?

In den Industrieländern leiden etwa 15% der Menschen im Verlauf ihres Lebens an Depressionen. Bei einem Großteil davon wiederholen sich die depressiven Episoden, manchmal können Depressionen auch chronisch verlaufen.
Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass depressive Symptome oft bagatellisiert und herunter gespielt werden.

Hier finden sie die Symptome einer Depression nach der ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation:

Typische Symptome

  • Gedrückte Stimmung
  • Interessensverlust, Freudlosigkeit
  • Verminderung des Antriebs, erhöhte Ermüdbarkeit
    (Die Energielosigkeit führt zur schnellen Ermüdung und Einschränkung der Aktivität. Nach kleinen Aktivitäten tritt bereits deutliche Müdigkeit auf.)

Andere häufige Merkmale

  • Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit (auch bei leichten depressiven Eposiden)
  • negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit (bei der a-typischen Depression ist es ein gesteigerter Appetit, besonders auf Kohlenhydrate)

Körperliche Begleitsymptome

  • morgendliches Erwachen (1-2 Stunden vor dem Weckerklingeln)
  • Morgentief
  • schlapp, energielos, lustlos
  • Seelische und körperliche Schmerzen von Kopf bis Fuß. (z.B. unerklärte Schmerzen, Übelkeit, Schwindel)
  • Appetitlosigkeit bzw. Heißhunger und starke Gewichtsschwankungen

Was hilft bei Depressionen?

Gut beraten

Sie können sich in jeder Phase in Ihrem Leben externe Unterstützung holen. Freunde können dabei helfen, oft ist es aber leichter sich einer neutralen Person zu öffnen. Um gezielt Sorgen zu verarbeiten (Raus aus der Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit), richtigen Umgang mit Gefühlen jeder Art zu erlernen und zu einem neuen Selbstbewusstsein zu gelangen, ist der Gang zu einem Arzt, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker für Psychotherapie sehr zu empfehlen.

Wichtige Signale erkennen

Ernst zu nehmende Anzeichen des Körpers sind z.B. Schlafstörungen, Heißhungerattacken oder Appetitlosigkeit, genervt oder gestresst sein, Müdigkeit, schlapp sein, Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit sowie Konzentrationsschwierigkeiten. Je sensibler Sie im Umgang mit sich und Ihrem Körper sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, Vorzeichen einer Depression wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Regelmäßiger Sport

Sport bewirkt eine Ausschüttung von Endorphinen und das steigert die Glücksgefühle. Besonders Ausdauersport wirkt sich nachweislich positiv auf die Stimmung aus und zusätzlich steigert die körperliche Aktivität das Selbstwertgefühl.

Ernährung

Die Ernährung ist ein weiterer Baustein in der Therapie von Depressionen. Das Nervensystem braucht hochwertige Nährstoffe um Müdigkeit, Ängste, Nervosität, Konzentrationsmangel und Stress zu mindern.

Vitamin B, Magnesium und Eisen zählen unter anderem dazu. Auf Alkohol sollte verzichtet werden, besonders wenn Sie zusätzlich Medikamente einnehmen. Nikotin und Koffein beinträchtigen den Schlaf, d.h. wer unter Schlafstörungen leidet, sollte auch auf diese Stoffe möglichst verzichten.

Bananen heben die Stimmung. Auch andere Früchte und Gemüsesorten wirken sich positiv auf die Stimmung und den Organismus aus.

Entspannung

Progressive Muskelentspannung, die Arbeit mit dem inneren Coach und dem inneren Kind lassen entspannen, bauen Stress sowie Ängste ab und lassen das Selbstwertgefühl steigen. Besonders die progressive Muskelentspannung lässt sich leicht erlernen und wunderbar in den Alltag einbinden.

Für weitere Fragen bin ich gerne für Sie da.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper, Fotografie München
Grafik: Ulrike Fuchs München

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