Gastartikel von Anna Hirschmann

Jede Beziehung durchlebt einmal eine Krisenzeit. Manche überstehen sie - manche nicht. Ob man sich dazu entschließt, das Lenkrad doch noch herumzureißen und um die Beziehung zu kämpfen, oder die Beziehung endgültig aufzugeben, hängt von den jeweiligen Partnern ab. Kann er oder sie dem Partner noch vertrauen? Ist die Liebe noch stark genug? Bringt das alles überhaupt noch was? Wann ist die Beziehung nicht mehr zu retten? Oder am besten gleich alles beenden?

Ich verrate Ihnen, wann es sinnvoll ist, eine Beziehung zu beenden und wann es sich noch zu kämpfen lohnt.

Vier Stufen einer Krise

Endlose Streits

Ständige Streitereien stehen auf der Tagesordnung. Sie streiten sich wegen jeder Kleinigkeit und es herrscht nur noch Feindseligkeit zwischen Ihnen. Aussprachen gibt es immer weniger und die Einsicht trifft beide Partner nicht.

Erschöpfung

Sie haben das Gefühl, an den Beziehungsproblemen zu ersticken. Sie summieren sich Tag für Tag, bis Sie und Ihr Partner irgendwann aufhören miteinander zu streiten und jeder seines Weges geht. Konflikte finden nur noch im Inneren statt, Probleme fressen Sie in sich hinein und der Abstand zwischen Ihnen wird größer und größer.  

Gleichgültigkeit

Streitereien sind schon längst kein Thema mehr. Gesprächsversuche finden schon lange nicht mehr statt, denn eine Versöhnung liegt kaum noch in Ihrem Interesse. Sie haben sich so weit voneinander distanziert, dass keiner mehr einen Schritt auf den Partner zu machen will.

Vertrauensbruch

Findet in Folge dieser Anzeichen auch noch ein Vertrauensbruch statt, etwa in Form eines Seitensprungs oder einer Affäre, ist die Beziehung meist dem Ende geweiht. Denn ein wichtiges Fundament einer Beziehung – das Vertrauen – ist verloren gegangen. Der Vertrauensbruch zeigt, wie unzufrieden der Partner mit der gesamten Situation ist und versucht, den Problemen zu entfliehen.

Trennung – Ja oder Nein?

An diesem Punkt angelangt, ist für viele die Beziehung schon vorbei. Vertrauensbrüche sind für manche nicht leicht zu verkraften – und oft ein Grund für eine Trennung.

Sie sehnen sich nach Freiheit und spüren keinerlei Verbindung mehr zu Ihrem Partner. Sie haben das Gefühl, die Liebe zu Ihrem Partner ist erloschen. Vielleicht waren auch Respektlosigkeit oder Gewalt ein Thema in Ihrer Beziehung. Dann wird es Zeit, die Beziehung zu beenden.

Doch ein Neuanfang ist nicht ausgeschlossen. Oft fühlt man sich nach solch einer Phase schlecht und man beginnt, Trauer, Sehnsucht nach dem Partner und der früheren Nähe zu empfinden. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass noch Hoffnung für die Beziehung besteht. Erst durch die Beziehungskrise wird Ihnen wirklich klar, dass dringend an der Beziehung gearbeitet und etwas verändert werden sollte.

Auch wenn kein Vertrauensbruch stattgefunden hat, kann eine Trennung im Raum stehen. Oft kommen Unzufriedenheit und Unstimmigkeiten von einer festen Vorstellung einer Beziehung. In dieser Vorstellung ist man glücklich, wenn man den richtigen Partner gefunden hat. Ist man nicht mehr glücklich, hat man den falschen Partner.

Hier sollte man sich bewusst machen, dass eine Beziehung so nicht funktioniert. Eine Beziehung bedeutet Arbeit, Pflege und Veränderungen. Es ist ganz normal, dass sich die Partner mit der Zeit verändern. Da kann auch mal eine Krise die Beziehung auf die Probe stellen. Es kommt darauf an, ob man wieder zueinander finden kann. Und das kann in jeder Beziehung klappen – wenn der Wille da ist.

Anna HirschmannDieser Gastartikel ist von Anna, sie bloggt und möchte damit ihre Liebesratschläge mit auf den Weg geben. Anna hofft, sie kann andere Menschen mit oder ohne Beziehungsproblemen mit ihren Texten zum Denken anregen oder sogar dazu zu bewegen, etwas zu verändern.

Kommentare (1)

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Sehr wahr! Wenn ein Wille da ist... Wenn dieser aber auf einer Seite nicht mehr vorhanden ist, dies aber abgestritten wird um nicht als der "Böse" dazustehen, ist die Kiste schon tiefer im Sand...
Muss dann derjenige, der noch Willen hätte, die...

Sehr wahr! Wenn ein Wille da ist... Wenn dieser aber auf einer Seite nicht mehr vorhanden ist, dies aber abgestritten wird um nicht als der "Böse" dazustehen, ist die Kiste schon tiefer im Sand...
Muss dann derjenige, der noch Willen hätte, die Bezieung beenden obwohl er das eigentlich nicht möchte. Denn alle Versuche gegenzusteuern laufen ins Leere

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