Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Kündigung, Mobbing, Job

Jobwechsel - besser kündigen oder lieber bleiben?

Beruflicher Druck, Mobbing oder manchmal auch Langeweile können dazu führen, dass man sich in seinem Job nicht mehr wohlfühlt. Bei dem Einen mag es ein einfaches Unwohlsein sein, ein Anderer kann es kaum mehr aushalten und denkt darüber nach, die Arbeitsstelle zu wechseln. Aber eine Kündigung birgt auch so manches Risiko. Wird im neuen Job wirklich alles gut oder gibt es da andere Probleme? Doch lieber in der alten Firma bleiben und aushalten?

Denken Sie wie Google?

Google mein Job ist ...

Google meine Kollegen sind ...

Google mein Chef ist ...

Wenn die Kollegen allesamt dumm, faul und neidisch sind, eben alles vermeintliche Idioten, kann man schon hin und wieder glauben, in einer Art beruflichem Dschungelcamp zu sein.

Bei der Vorstellung, dass der Job wie eine Dschungelprüfung sei, kann man sich fast nur wünschen, so schnell wie möglich wieder herauszufliegen. Kündigen Sie aber mit „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“, könnte das unangenehme Folgen für Sie haben.

Vor allem dann, wenn der Chef ein dummer, nicht netter Alkoholiker ist oder gar ein Narzisst.

Im Ernst, schauen wir uns doch weniger die anderen an, sondern das, was die scheinbar ausweglose Situation ausmacht und was sich wirklich ändern kann. Denn sind wir ehrlich, wissen wir genau, wie schwierig es ist, sich selbst zu ändern, und wie unmöglich es ist, den Chef oder die Kollegen zu ändern, vor allem dann, wenn sie tatsächlich dumm sein sollten.

Was genau passiert beim „Aushalten“?

Die Glücksforschung hat ergeben, dass ein Mensch besonders dann sehr zufrieden ist, wenn er etwas schafft, bzw. geschafft hat. Wer in seinem Job unglücklich ist, sollte also etwas ändern. Das muss nicht immer gleich ein neuer Job sein, denn wie so oft begleiten uns die kleinen ungelösten Probleme in der Hosentasche. So erleben wir im neuen Job oft die alten Sorgen.

Ein Jobwechsel ist also nicht immer sinnvoll, aber etwas gegen das Problem zu tun, sehr wohl.

„Ich soll etwas in einer ausweglos erscheinenden Situation tun?“, werden Sie sich jetzt sicher fragen. Ja, natürlich, denn in der Regel gibt es immer einen Plan B. Es ist nur die Frage, welchen Preis wir dafür zahlen müssen. Ein Beispiel mag dies illustrieren: Wenn Frau Maier den sie mobbenden Kollegen ansprechen würde, er solle damit aufhören, kann es sein, dass sie Kritik von ihm erntet. Vielleicht aber fürchtet Frau Maier Kritik und Auseinandersetzung so sehr, dass es ihr den Preis wert ist, weiter schikaniert zu werden. Leiden ist manchmal leichter zu ertragen, als etwas zu verändern.

Nichtsdestotrotz ist es aber auch so, dass dieses stille Aushalten eine Art Ohnmacht ist, denn wir handeln nicht, sondern halten aus. Glück allerdings braucht jene Bewegung, die wir im Tun entwickeln. Somit ist das Aushalten eine gute Möglichkeit, sich innerhalb kürzester Zeit unglücklich und depressiv zu fühlen und der Frust im Job wird immer größer ...

Hilflosigkeit wieder in Aktivität verwandeln

Es tut dem Menschen gut, wenn er Einfluss auf sein Leben hat und es mitgestalten kann. Wer sich also „gefangen im falschen Job“ fühlt, sollte dringend wieder in Bewegung kommen und selbst aktiv werden. Wie gesagt, die Kündigung kann ein reizvoller Gedanke sein, wieder aktiv zu werden. Manchmal reicht es jedoch auch, innerhalb der Firma etwas bzw. in sich selbst zu verändern. Denn Sie sind weniger hilflos, als Sie glauben.

Außerdem wird sich kaum etwas ändern, wenn Sie die Hände in den Schoß legen. Auch anderen die Schuld zu geben für die eigene Misere, hilft nicht weiter.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Albert Einstein

Und wie soll das gehen?

Um eine Situation zu verbessern, braucht der Mensch eine genaue Lagebestimmung und ein konkretes Ziel. „Alles ist sch***!“ zu fluchen, benennt weder genau die Situation noch sagt es, wo wir stehen oder wohin wir wollen. Deshalb nehmen Sie sich etwas Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten. Das wird Ihnen dabei helfen, Ihre Lage zu bestimmen sowie Ihr Ziel zu finden, um dann eine positive Veränderung anzustoßen.

1. Was genau macht Ihren Job so schrecklich?

Schreiben Sie einmal alles auf, was derzeit so fürchterlich an Ihrem Job ist. Es kann sehr erleichternd sein, einmal alles unzensiert auf ein Blatt Papier zu bringen, ohne dabei jemanden zu verletzen.

Nun konzentrieren Sie sich auf alle Probleme, die bereits eine ganze Weile anhalten und Ihnen chronisch die Laune im Job vermiesen. Denn es geht nicht darum, dass man mal einen schlechten Tag hat, das kennt jeder und geht auch wieder vorbei. Sondern es geht um jene Umstände, die anhaltend sind und wie ein schleichendes Gift wirken. Kennen wir das eigentliche Gift nicht, finden wir auch kein wirksames Gegenmittel.

2. Was läuft derzeit privat nicht so rund?

„Privat?“, werden Sie jetzt fragen, und: „Was hat mein Job mit meinem Privatleben zu tun?“

Sehr viel!

Sind Sie privat sehr zufrieden und glücklich, werden Sie in Ihrem Job genügend Energie besitzen, um kleinere Unannehmlichkeiten überbrücken zu können. Sind Sie dagegen privat unglücklich oder haben ein Problem, das Ihnen viel Kraft entzieht wie beispielsweise eine Scheidung oder ein Familienstreit, werden Sie kaum voller Energie zur Arbeit gehen können.

Schreiben Sie also ruhig auch auf, was Ihnen privat fehlt. Auch hier sollten Sie nicht den akuten Stress auflisten, sondern all das, was Ihnen bereits länger fehlt, zum Beispiel Anerkennung und Achtung Ihrer Leistung oder das Gefühl, einmal so sein zu dürfen, wie Sie sind.

3. Was macht Ihnen Spaß an Ihrem Job?

Es ist nie immer alles schwarz und nie immer alles weiß. Zu einer ehrlichen und vor allem realistischen Bestandsaufnahme gehört es auch, der Frustration die positiven Seiten gegenüberzustellen. Ein Schatten kann nur entstehen, wenn es eine Lichtquelle gibt. Was also bereitet Ihnen Freude im Job? Was stärkt Sie?

4. Wo empfinden Sie privat Freude und Vergnügen?

Selbiges gilt auch für Ihr Privatleben. Es mag vielleicht sein, dass privat auch nicht immer alles rund läuft, aber sicher wird es hier etwas geben, das Ihnen privat Kraft gibt. Was bereitet Ihnen Vergnügen? Was gibt Ihnen ein gutes Gefühl?

5. Wann und wie hat sich der Job negativ verändert?

Irgendwann gab es eine Zeit, in der es in Ihrem Job gut lief, sonst hätten Sie diese Stelle niemals angenommen. Es mag sein, dass Sie das heute anders sehen. Wann war der Moment, als diese gute Zeit begonnen hat, sich zu verändern? Was hat sich verändert? Was hat sich zu dieser Zeit privat bei Ihnen verändert? Und wie haben Sie auf diese Veränderung sowohl privat als auch beruflich regiert?

6. Was haben Sie dazu vielleicht beigetragen?

Eine heikle Frage, aber leider notwendig. Denn wenn sich etwas verändert, reagieren wir darauf. Das ist menschlich. Zeitgleich ist es allerdings auch bei einer Veränderung unverzichtbar zu fragen, was wir selbst dazu beigetragen haben. Denn somit können wir auch fragen: „Was kann ich dazu beitragen, dass sich die Situation wieder positiv wandelt?“

Egal, ob Sie im Unternehmen in Ihrer Position bleiben oder den Job wechseln; es ist eine der wichtigsten Ressourcen, zu erkennen, was man selbst ändern kann.

7. Was bedeutet Ihnen Ihr Job?

Es gibt Menschen, die messen ihrem Job einen sehr hohen Stellenwert ein, anderen ist der Job total egal, denn Familie ist für sie wichtiger. Wer seiner Arbeit große Bedeutung beimisst, wird in seinem Leben schnell unzufrieden sein, wenn im Job Sand ins Getriebe gekommen ist. Hier ist es umso mehr von Bedeutung, wieder etwas aufzuräumen. Letztendlich geht es ja darum, dass Sie sich wohlfühlen.

Was bedeutet Ihnen Ihr Job? Was daran macht Sie glücklich? Welche Ziele sind Ihnen wichtig? Was sind Sie bereit, dafür zu geben?

8. Was spricht für das Aushalten?

Manchmal ist es leichter, davon zu galoppieren. Aber bevor Ihnen die Pferde komplett durchgehen, schauen Sie erst einmal, warum es für Sie so wichtig ist, im Unternehmen zu bleiben. Hat es Auswirkungen auf Ihren Lebenslauf, wenn Sie kündigen? Zum fünften Mal in der Probezeit zu kündigen, kann auch etwas schwierig sein. Stehen Sie kurz vor der Rente und es wäre sinnvoll, diese Zeit bis dahin zu überbrücken? Was hält Sie in diesem Job?

Oder anders gefragt: Halten Sie durch, um jemanden zu beweisen, dass Sie nicht aufgeben?

Mitgestaltung im Job und im Leben

Nun haben Sie erarbeitet, was Ihnen wichtig ist und was nicht, was Ihnen fehlt und was gut läuft. Der nächste Schritt ist: Was können Sie selbst dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen positiv mitzugestalten?

Vermissen Sie, dass Sie sich weiterentwickeln, dann wäre eine Fortbildung eine Überlegung wert.

Fehlt Ihnen mehr Ruhe, wäre es vielleicht gut, etwas mehr Ruhe und Entspannung in Ihr Leben zu bringen. Vielleicht ist ein Kürzen der Arbeitsstunden möglich? Oder Sie brauchen eine Klärung eines Konflikts?

Wünschen Sie sich mehr Verantwortung, ist möglicherweise ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten sinnvoll.

Mit anderen Worten: Wenn für Sie eine Kündigung keine Option ist und Sie dennoch unzufrieden sind, müssen Sie Ihr Glück selbst in die Hand nehmen.

Haben Sie Fragen und wünschen einen Termin bei mir, dann nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf. Ich unterstütze Sie gern bei der Entscheidung „Kündigen oder bleiben“.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: 
Corinna Luerweg Hamburg
Grafik: Ulrike Fuchs München

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