Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Die 248 schönsten Weisheiten von Ulrike Fuchs

Cover Weisheiten

richtig streiten will gelernt sein

Stellen Sie sich vor, Sie würden morgens Ihre Kaffeetasse in der Hand halten
– auf welcher Seite befindet sich der Henkel?

Falls Sie Rechtshänder sind, vermutlich auf der rechten Seite und als Linkshänder links. Angenommen, Ihr Partner würde Ihnen gegenübersitzen. Würde er den Henkel, aus seiner Sicht, rechts oder links sehen? Richtig, er sieht den Henkel spiegelverkehrt, das bedeutet, aus Ihrer Sicht auf der anderen Seite. Die Tasse ist dieselbe, nur der Blickwinkel ist unterschiedlich.

Viele Paare streiten sich bereits am Frühstückstisch, wer recht hat, und ob der Henkel der Tasse nun rechts oder links sei – beide meinen jedoch das Gleiche.

„In Partnerschaften muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man etwas mehr voneinander“, wusste auch Johann Wolfgang von Goethe.

Mit gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung eröffnen sich in einem Streit oft neue geistige wie emotionale Horizonte. Wir lernen in einem Streit – negativ wie positiv – viel über unseren Partner, aber auch über uns selbst.

Verschiedene Köpfe haben verschiedene Ideen. Also packen wir das Abendteuer „Streit“ an und lernen von anderen erfolgreichen Projekten: Malern mit Freunden, Teamgeist unter Kollegen oder gemeinsames Kochen mit dem Partner.

Die Zutatenliste für eine gelungene und wertschätzende Auseinandersetzung:

Zeit

Ein Buch von 300 Seiten liest auch niemand in 5 Minuten. Streiten "mal eben schnell" im Flur während sich die Kinder die Schuhe anziehen, geht meist in die Hose. Unter Zeitdruck sind alle genervt und gestresst. Nehmen Sie sich für eine faire Auseinandersetzung besser Zeit, als würden Sie ein gutes Buch lesen und verstehen wollen.

Stressfrei

Destruktiver Streit mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorwürfen entsteht oft in stressigen Zeiten. Wenn wir entspannt sind, empfinden wir manche Dinge leichter als in stressigen Zeiten, in denen wir einiges leichter persönlich nehmen, weil die Nerven blank liegen. Warum also nicht einen Streit auf einen anderen Zeitpunkt verlegen, in dem alle Beteiligten Zeit haben und stressfrei sind, damit sie offen für die unterschiedlichen Sichtweisen sind?

Offenheit

Damit ist nicht nur die Offenheit gemeint, eigene Gedanken und Gefühle anzusprechen, sondern vielmehr die Offenheit für andere Blickwinkel. Ohne Offenheit dröhnen die Worte des anderen schnell wie ein summender Staubsauger.

Verstehen

Neben der Offenheit für andere Sichtweisen kommt noch hinzu, dass oft aneinander vorbeigeredet wird. Ein Paar versteht sich wahrlich nicht mehr. Nicht, weil man sich nicht lieben würde, vielmehr ist es so, dass jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen und Bewertungen in sich trägt, sodass man leicht aneinander vorbeiredet. Da hilft ein kurzes Nachfragen: „Habe ich dich richtig verstanden?“, und das Wiederholen des Gesagten.

VW-Regel: vom „Vorwurf zum Wunsch“

Gegenseitige Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind Gift für jede Beziehung. Dazu kommt, dass sich hinter jedem Vorwurf ein unausgesprochener Wunsch verbirgt. Wenn sie ihm beispielsweise vorwirft: „Nie bringst du den Müll raus!“, könnte sich dahinter der Wunsch verbergen: „Ich wünsche mir, dass du mich im Haushalt mehr unterstützt!“
Deshalb bietet sich die VW-Regel gut an oder vom „Vorwurf zum Wunsch“. Schauen Sie sich Vorwürfe bewusst an und formulieren Sie Ihren versteckten Wunsch.

Ehrlichkeit

Kein Mensch kann in den Kopf eines anderen hineinsehen, deshalb ist es neben der Offenheit auch wichtig, ehrlich zu sein, vor allem sich selbst gegenüber.

Respekt

In einer Auseinandersetzung darf es auch einmal hitzig zugehen, wichtig jedoch sind dabei immer der gegenseitige Respekt und der Austausch auf Augenhöhe, ansonsten kommt es schnell zu Verletzungen, die hinterher meist alle Beteiligten bereuen.

Mut

Jeder wirbt in einem Gedankenaustausch für seine eigenen Argumente. Es gehört Mut dazu, sich offen und ehrlich zu zeigen, denn in jenem Moment, in dem man Front bezieht, wird man auch angreifbar und verletzlich. Aus diesem Grunde verstecken viele ihre wahren Bedürfnisse vor dem Partner, aus Angst vor Verletzung und Ablehnung.

Das ist schade, denn wie soll der Partner verstehen, was Sie bewegt, wenn Sie Ihre Wünsche verstecken? Wie sollen Sie sich richtig verstehen können, wenn alle Weichen auf „sich schützen“ gestellt sind?

Mitgefühl

Worte können verletzen und schmerzhafter sein als mancher gebrochene Fuß. Wer Gefühl für emotionale Verwundbarkeit aufbringen kann, dem wird es schwer fallen, noch einmal nachzutreten, obwohl der andere bereits am Boden liegt. Mitgefühl verhindert Gewalt, auch emotionale Gewalt.

Wertschätzung

In vielen Partnerschaften herrscht eine Anerkennungs- und Wertschätzungsdürre. Auch wenn die Fetzen einmal heftig fliegen, sind gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung elementar, denn sie fördern emotionale Bindung, das Bedürfnis, einander nah sein zu wollen und die Zufriedenheit in der Partnerschaft.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
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Foto: Christian Kasper Fotograf München, Intuitive Fotografie Köln
Lektorat: Corinna Luerweg Hamburg

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