Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Paar, Streit vermeiden, Konflikt

10 einfache Tipps, wie Sie nervigen Streit vermeiden.

Im Gespräch zwischen zwei Menschen kann einiges missglücken. Werden Probleme in der Partnerschaft aus Angst vor Streit tot geschwiegen, bleiben die Konflikte ungeklärt und die Ärgernisse kehren immer wieder zurück. Meist werden sie dann in nebensächlichen Scheinproblemen ausgetragen und enden schlimmstenfalls mit dem „Zahnpasta-Scheidungsgrund“ (der Scheidungsgrund, bloß weil die Tube Zahnpasta immer offen gelassen wurde).

Hier finden Sie 10 einfache Tipps für eine geglückte Kommunikation.

1. Vom Vorwurf zum Wunsch

Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind Gift für jede Beziehung.
Besser ist es, den Wunsch hinter dem Vorwurf zu erkennen und klar zu äußern. Dazu eignen sich am besten Ich-Botschaften statt Schuldzuweisungen.

An Stelle von unterschwelligen Vorwürfen wie „Man könnte mal wieder aufräumen“ (Wer ist eigentlich „man“?) oder einem „Immer sitzt du nur vorm Fernseher, anstatt mir zu helfen!“, verbessern Sie die Gesprächssituation erheblich, indem Sie Ihren Wunsch äußern: „Ich wünsche mir, dass du mir im Haushalt mehr zur Hand gehst. Ich würde mich über deine Hilfe sehr freuen.“

Übung: Fragen Sie sich selbst regelmäßig: „Welcher Wunsch steckt hinter meinem Vorwurf?“

2. Wertschätzung und positives Feedback

Positive Rückmeldung ist in jedem Gespräch wichtig. Es bringt Wertschätzung in den Austausch und schafft eine angenehme Gesprächssituation. Auch ein Lächeln oder ein Kopfnicken signalisiert: „Ich bin bei dir und du bist es mir wert, dass ich dir zuhöre!“

3. Zeit für gute Gespräche

Die meisten Paare beklagen sich in der Paarberatung über zu wenig Zeit. Eine gelungene Kommunikation beginnt damit, Zeit zu finden und Interesse zu zeigen.

Das bedeutet, den Fernseher oder Computer auszuschalten und sich mindestens einen Abend in der Woche (wenn nicht mehr) wieder Zeit füreinander zu nehmen. Beide fühlen sich dadurch ernst genommen und neben der verbalen Kommunikation können auch andere Formen des zwischenmenschlichen Austausches folgen. Das sollte jedoch nicht das primäre Ziel sein.

4. Klappe zu und ausreden lassen

Zu einer gelungenen Kommunikation gehört das Zuhören – das heißt, den Partner ausreden zu lassen. Nur so kann jeder das äußern, was ihm auf dem Herzen liegt und es wird sichergestellt, dass beide zu Wort kommen, ohne vom Lauteren oder Redegewandteren dominiert zu werden.

5. Aktives Zuhören: zusammenfassen und nachfragen

Ausreden lassen ist aber nicht alles – „aktives Zuhören“ heißt die Zauberformel.

Das bedeutet, sich in den Gesprächspartner einzufühlen und zu versuchen, seine Worte und Inhalte zu verstehen.

Um sicherzustellen, dass Sie sich gegenseitig verstanden haben, fassen Sie am besten das jeweils vom anderen Gesagte in Ihren Worten zusammen und wiederholen es. Dies wird in der Regel mit einer Zustimmung wie „Ja“, „Mh“ oder Kopfnicken bestätigt oder bei Missverständnissen noch einmal in anderen Worten erklärt.

Auch das Nachfragen: „Wie siehst du das?“ oder „Was genau hast du verstanden?“, trägt zur besseren Kommunikation bei.

6. Autos sind zu reparieren – Kommunikation heißt, Lösung geschehen lassen

Die Lösung eines Problems entsteht in der Regel in der Kommunikation selbst. An kaputten Waschmaschinen oder Autos kann man schrauben, aber nur sehr schlecht am Gesprächspartner – er würde das Gefühl bekommen, „defekt“ zu sein, wenn Sie ihm im Gespräch permanente Lösungsvorschläge anbieten.

Tipp: Geben Sie Ihrem Partner die Chance, sein Anliegen zu erklären. Der Redner gewinnt dadurch die Zeit, seine Gedanken zu ordnen und der Zuhörer kann sich darauf konzentrieren, die Inhalte des Gesprächs besser zu verstehen.

7. Das Zauberwort „Danke“

Es ist nicht selbstverständlich, dass der Partner sich die Probleme anhört oder auf die Bedürfnisse und Wünsche des anderen eingeht. Sich für kleine Aufmerksamkeiten zu bedanken, drückt Wertschätzung aus, gerade im Alltag.

Oft fällt es viel leichter, zu kritisieren, jedoch erleichtert das eine oder andere nette Wort die Kommunikation und das wirkt sich positiv auf eine jede Beziehung aus.

Ein „Danke für dein Verständnis“ hat schon wahre Wunder vollbracht. 

8. Verantwortung für eine gelungene Kommunikation übernehmen

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, besagt ein Sprichwort. Falls Sie mal wieder aneinander vorbei reden, seien Sie geduldig mit sich und Ihrem Partner.

Vorwürfe verhärten meist die Fronten. Überlegen Sie stattdessen, wie Sie sich klarer ausdrücken können, damit Sie besser verstanden werden.

In einer guten Kommunikation können Sie alle Fähigkeiten miteinfließen lassen, die Ihren Worten, Gedanken, Gefühlen, Gesten und Ihrer Mimik Ausdruck verleihen. Liegt Ihnen etwas an Ihrer Beziehung, dann werden Sie klarer und deutlicher. Es ist wie ein kleines Training der „Kommunikationsmuskeln“ – Sie werden mit der Zeit immer sportlicher in Sachen Kommunikation und Konfliktbewältigung.

9. Geschickt Konflikte lösen

Konflikte klären ist manchmal wie ein eigenes Handwerk, was zu erlernen ist. Wer dauerhaft Konfliktsituationen lösen möchte, benötigt etwas Hintergrundwissen. Die meisten Streitigkeiten entstehen aus Mangel an Verständnis, und dadurch, dass (meist unausgesprochene) Wünsche nicht erfüllt werden. Es ist sehr hilfreich, diese Bedürfnisse aufzuspüren, damit der Partner Sie leichter verstehen kann.

Diese Wünsche auszusprechen ist nicht immer leicht, denn das erfordert Mut und Vertrauen. Meist werden Bedürfnisse versteckt, aus Angst, den anderen zu überfordern, zu viel von ihm zu verlangen oder das eigene Bedürfnis als albern bzw. übertrieben zu empfinden. In der Paarberatung erlebe ich oft, dass der Partner auf Wünsche und Bedürfnisse des anderen viel wohlgesonnener reagiert als bisher befürchtet.

Es geht nicht darum, dass Wünsche immer sofort erfüllt werden müssen. Es geht vielmehr darum, mit welcher Wertschätzung Sie sich und Ihren Bedürfnissen begegnen. In dem Maße, wie Sie es sich selbst wert sind, werden Sie andere automatisch ebenso respektvoll behandeln.

10. Wenn alle Tipps nicht weiterhelfen?

Manchmal scheint es wie verhext, Sie bemühen sich um ein besseres Verständnis auf beiden Seiten, und dennoch stoßen Sie bei Ihrem Partner völlig auf Granit.
In einem Kommunikationstraining oder einer Paarberatung lassen sich viele Streitigkeiten leichter klären und Probleme lösen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf und ich berate Sie gern.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Friederike Klingholz München
Grafik: Ulrike Fuchs München

Kommentare (1)

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Schlimm wird es ja vor allem dann, wenn man nur noch am Streiten ist und gar nichts Anderes mehr tut.
Allerdings denke, dass dann der Zug schon viel früher abgefahren ist.
Ich denke es geht immer damit los, dass man sich erst innerlich aufregt...

Schlimm wird es ja vor allem dann, wenn man nur noch am Streiten ist und gar nichts Anderes mehr tut.
Allerdings denke, dass dann der Zug schon viel früher abgefahren ist.
Ich denke es geht immer damit los, dass man sich erst innerlich aufregt und das dann nach außen trägt bis es explodiert. Ich denke, es ist da einfach falsch, Ärger zu schlucken. Denn kleine Streitigkeiten lassen sich viel schneller lösen als große.

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Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 2 Jahren von Ulrike Fuchs Susilü
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