Nur wegen der Kinder oder des Geldes zusammenzuleben, das wünschen sich heutzutage die wenigsten Menschen. Die Erwartungen an eine Beziehung sind gestiegen: Das Fundament einer jeden Paarbeziehung soll unbedingt die Liebe sein. Wenn aber die Romantik eines Tages ausbleibt, grübeln einige Menschen darüber nach, sich zu trennen. Liegt es am Partner oder an einem selbst, dass die romantischen Gefühle sich verflüchtigt haben? Ist es nur eine Phase oder bleibt diese Unzufriedenheit länger? Ist eine Trennung die richtige Entscheidung?

Das sind ganz schön viele Fragen, die da durch den Kopf kreiseln. Bevor es hinterher – nach einer Trennung – noch schlimmer wird, bleiben viele Menschen lieber unglücklich zusammen als glücklich allein. Das ist auch nicht immer schön, aber wenigstens weiß man, was man hat.

Aber: Es gibt 5 Anzeichen einer ungesunden Beziehung. Eine Trennung muss dann trotzdem nicht das erste Mittel der Wahl sein, mindestens jedoch sollten Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin darüber sprechen, wie es für Sie beide weiter gehen soll.

unglückliche Beziehung

1. Fehlendes Vertrauen in der Beziehung

Verlässlichkeit und Treue sind vertrauensbildend und die Basis einer romantischen Liebesbeziehung. Sie sollten sich aufeinander verlassen können. Das beinhaltet nicht nur die sexuelle, sondern auch die emotionale Treue. Eine emotionale Affäre mit einer Freundin oder mit einem Kollegen ist ein No-Go, denn sie verletzt das Vertrauen. Es gibt aber noch andere Treulosigkeiten innerhalb einer Partnerschaft. Wenn der Partner beispielsweise seine Karriere grundsätzlich über die Beziehung stellt, ist das Untreue. Droht die Partnerin bei jedem Streit gleich mit Trennung, ist das Untreue. Es geht um das Gefühl der Treue innerhalb einer Beziehung, die ein Paar stärkt und die jedem Einzelnen das Gefühl von Zugehörigkeit, Sicherheit und Vertrauen schenkt.

Es scheint selbstverständlich zu sein, dass in einer Beziehung das Vertrauen die Basis bildet, trotzdem ist diese Voraussetzung nicht für alle Menschen, die in einer Beziehung leben, natürlich. Glückliche Paare erneuern ihr gegenseitiges Vertrauen nahezu täglich – dabei wirken nicht die großen Worte, sondern die kleinen Taten. Unglückliche Paare vermissen in ihrer Beziehung oft die Verlässlichkeit und die Treue im Alltag. Wenn das Vertrauen fehlt, kann sich eine Beziehung schnell ungesund anfühlen.

2. Fehlende gemeinsame Interessen

Was machen Sie als Paar gern gemeinsam? Was verbindet Sie? Wenn Menschen sich ineinander verlieben, machen sie sich erst einmal wenig Gedanken darüber, was sie miteinander verbindet. Wenn Sie aber als Paar glücklich zusammenleben wollen, brauchen Sie unter anderem auch gemeinsame Interessen. Wenn die Lebensentwürfe eines Paares sehr weit auseinandergehen – beispielsweise einer wünscht sich Kinder und der andere ist kinderlos zufrieden – wird es früher oder später zu Konflikten kommen.

Wenn ein Paar mit diesen Konflikten auch noch destruktiv umgeht und nicht über sie spricht, ist eine unglückliche Beziehung nahezu vorprogrammiert. Das Paar wird sich schwertun, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und die unterschiedlichen Bedürfnisse aufeinander abzustimmen. Insgeheim träumen beide von einem anderen, vielleicht besseren Leben. Wenn die Interessen oder die jeweiligen Lebensplanungen der Partner sehr weit auseinanderliegen, benötigen beide viel Toleranz für sich und den Partner sowie eine gute Art, miteinander zu kommunizieren.

Bleibt beides aus, wird diese Beziehung unglücklich verlaufen. Da kann die Trennung mitunter eine Möglichkeit sein, um sich einen neuen Partner zu suchen, der zum eigenen Lebensentwurf besser passt.

3. Angst vor der Partnerin oder dem Partner

Angst ist ein Gefühl, das uns vor möglichen Gefahren schützen soll. Wer sich innerhalb einer Beziehung möglichen Gefahren ausgesetzt fühlt, sollte sich fragen, was ihm die Beziehung eigentlich noch gibt. Eine Beziehung sollte durch gegenseitiges Vertrauen, Liebe, Zuneigung, Verständnis und Offenheit geprägt sein, nicht durch Angst.

Wer es dem anderen immer recht machen möchte, um dadurch vielleicht Streit zu vermeiden, hat möglicherweise Angst vor dem Partner oder der Partnerin. Der oder die sich Anpassende spürt einen permanenten Druck, der sich auch als Leistungsdruck in anderen Lebensbereichen äußern kann. Die Gedanken und Handlungen des Angepassten sind voll und ganz auf die mögliche Reaktion des Partner oder der Partnerin ausgerichtet. Das bedeutet in der Regel für alle Beteiligten Stress.

Hier können ein offenes Gespräch oder eine Paarberatung helfen, wieder einen Ausgleich zu schaffen und Ängste abzubauen. In einer gesunden Beziehung ist es wichtig, dass beide ihre Meinung offen vertreten dürfen. Eine gesunde Partnerschaft sollte ein angstfreier Raum sein, in dem jeder so sein darf, wie er oder sie ist und beide sich geschätzt und respektiert fühlen.

4. Die Gefühle und Bedürfnisse nicht ernst nehmen

Werden die Gefühle und Bedürfnisse des Partners oder der Partnerin nicht ernst genommen, entsteht ein Ungleichgewicht. Wenn einer von beiden seine Gefühle verstecken oder seine Bedürfnisse permanent hinten anstellen muss, ist das ein Zeichen einer ungesunden Beziehung. Wenn einer von beiden sich ständig zurücknimmt und der andere gar nicht bereit ist, einen Kompromiss einzugehen, fühlt der Zurücksteckende sich auf Dauer unverstanden und wird innerlich einsam. Er oder sie wird unzufrieden und beginnt, an der Beziehung zu zweifeln.

In einer gesunden Beziehung achten beide gemeinsam darauf, dass jeder seine Gefühle und Bedürfnisse in die Beziehung mit einbringen darf bzw. dass jeder auch einmal einen Kompromiss eingeht.

Neben Nähe und Geborgenheit wünschen wir uns in einer Beziehung u. a. auch Freiheit. Niemand möchte sich eingeengt oder gemaßregelt fühlen. Ein gesundes und ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und gesunder Distanz erzeugt auch Erotik, denn ein erfülltes Sexualleben darf ebenfalls in einer glücklichen Beziehung nicht zu kurz kommen. Wer seinen Partner bzw. seine Partnerin nicht mehr gern küsst oder berühren möchte, befindet sich sehr wahrscheinlich in einer ungesunden Beziehung.

In „10 Fakten, was Liebe wirklich bedeutet“ ist erklärt, warum Liebe auch gesunde Distanz braucht.

5. Verwahrloste Beziehung und fehlende Aufmerksamkeiten

Beziehung braucht Pflege. Das ist keine neue Erkenntnis, trotzdem wenden sich Menschen in unglücklichen Beziehungen lieber der Gartenpflege oder dem Haushalt zu. Auch in einer Beziehung fällt Staub an oder wächst das eine oder andere Unkraut – beides sollte ein Paar mittels guter Gespräche entfernen bzw. zupfen.

Wenn ein Paar dann auch noch mit den kleinen Aufmerksamkeiten im Alltag geizt, hat das früher oder später Konsequenzen. Je länger Sie den Garten Ihrer Liebe verwahrlosen lassen, desto wahrscheinlicher ist es, dass einer von beiden oder auch beide innerhalb der Beziehung unzufrieden werden.

Trennung ist selten eine spontane Entscheidung. Im Durchschnitt warten unglückliche Partner 3 Jahre, bis sie sich endgültig trennen. Das kann eine lange Zeit sein, wenn man unglücklich ist. Trotzdem muss eine Trennung nicht immer sein, denn in den meisten Fällen einer unglücklichen Beziehung ist es die Kommunikation, die verkehrt läuft. Sie hilft, Unkraut von Nutz- und Zierpflanzen innerhalb einer Beziehung zu unterscheiden. Der gemeinsame Austausch ist wie Dünger für die Beziehung und schenkt beiden wieder die Aufmerksamkeit, nach der sie sich schon so lange sehnen.

Möchten Sie einen Termin zur Paarberatung vereinbaren oder allein etwas für sich tun, unterstütze ich Sie gern auf Ihrem Weg.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München, Pixabay
Lektorat: 
Corinna Luerweg Hamburg

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