Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Warum lassen wir uns in einer Partnerschaft gehen?

Warum lassen wir uns in einer Partnerschaft gehen?

Nach der aufregenden Verliebtheitsphase sind Sie endlich ein Paar. Die positive „Strapaze“ hat nun ein Ende und beide fühlen sich entspannter, weil man sich nun einander gewiss ist. Aber Vorsicht: Wer aufhört, um den anderen zu werben, wird sich bald als Single oder in einer Partnerschaft wiederfinden, in der bzw. die Partner/in ständig herumnörgelt.

Auch im Alltag eines Paares ist es wichtig, aufeinander zu achten und die Beziehung zueinander immer wieder aufzufrischen und zu pflegen. Warum das so wichtig ist und was zu viel Bequemlichkeit Sie im schlimmsten Falle kosten kann, verrate ich Ihnen im folgenden Artikel.

Was geschieht, wenn man sich in der Partnerschaft zu sehr gehen lässt

Jeden Abend in Jogginghose auf der Couch zu lümmeln, kann supergemütlich sein, so wie es sehr bequem sein kann, den Partner nach einigen Jahren des Zusammenlebens im Alltag gar nicht mehr richtig wahrzunehmen und damit Veränderungen zu verpassen. Einerseits ist das verständlich, denn der Tag fordert uns und verlangt uns so viele Aufgaben und Pflichten ab, da mag man doch auch ein bisschen Zeit für sich beanspruchen. Schnell geschieht es, dass wir vergessen nachzufragen, wie es heute mit den Kindern gelaufen ist, ob die belastende Situation mit der Kollegin gelöst werden konnte oder wie der andere sich fühlt. Auch die neue Frisur des Partners ist schnell übersehen. Diese Treulosigkeiten des Alltags, wie sie John Gottman so treffend bezeichnet, spart vielleicht Energie für den eigenen Denkprozess, die fehlende Achtsamkeit in der Partnerschaft hat aber in jedem Fall Auswirkungen auf den Partner und die Beziehung.

Gerade langjährige Paare neigen dazu, in ihrer Beziehung bequemer zu werden. Das liegt daran, dass mit sich zunehmenden Kennenlernen mehr Vertrauen und Stabilität aufbaut – zunächst mag das eine feine Sache sein, denn wir erlauben uns, unseren eigenen Bedürfnissen wieder mehr nachzugehen, weil wir uns sicher fühlen. Aber: Zu viel Sicherheit macht uns bequem und träge und wir lassen uns häufiger gehen. Wer allerdings den Partner als „sein Eigen“ wahrnimmt und glaubt, sich der Liebe „garantiert sicher“ zu sein, bemüht sich nicht mehr so stark um die Zuneigung des anderen wie in der Anfangsphase des Kennenlernens. Das ist ein fataler Fehler mit schweren Folgen, denn wer die Beziehungspflege vernachlässigt, signalisiert dem Partner: „Du bist mir nicht mehr so wichtig!“ Diese Einstellung kommt als Bumerang zurück und rächt sich in Form von Dauernörgeln, Zickereien, häufigeren Streitereien oder Sprachlosigkeit.

Besonders das Schweigen kann verheerende Auswirkungen haben: Sprachlosigkeit zeigt die innere Resignation, die beide Partner in dieser Beziehung empfinden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Trennung von einem der beiden ausgesprochen wird. Umso mehr ist es wichtig, jetzt zu handeln: Wenn Sie bemerken, dass Sie oder auch Ihr Partner nachlässig geworden sind.

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Was Nachlässigkeit mit der Liebe anrichtet

Viele Menschen glauben, eine Partnerschaft sei bedingungslos, dem ist aber nicht so. Wir haben alle, mehr oder weniger bewusst, Ansprüche, Bedingungen und Erwartungen an unsere Partnerschaft und an die Beziehung. So wünschen wir uns Treue, dass der Partner bzw. die Partnerin aufmerksam bleibt und uns respektiert. Wir wünschen uns, dass der andere zu uns steht und intime Details über uns nicht weitererzählt. Gewisse Erwartungen, Ansprüche und Bedingungen in einer Beziehung zu haben, ist normal. Eine Partnerschaft ist niemals bedingungslos.

Auch kann es eine ausgesprochene oder unausgesprochene Bedingung sein, dass beide sich nicht gehen lassen. Es mag sein, dass er das eine oder andere Fettpölsterchen zunimmt und ständig seine Socken herumliegen lässt oder sie am Wochenende keine Lust darauf hat, sich die Haare zu waschen, oder nicht zu dem von ihm liebevoll gedeckten Frühstückstisch kommt. Kommen solche Nachlässigkeiten jedoch zu oft vor, leidet die Liebe darunter. Wir nehmen es früher oder später persönlich, dass der Partner sich gehen lässt, und fragen uns: „Bin ich es nicht mehr wert, dass er bzw. sie sich nicht mehr für mich pflegt, verabredete Pflichten einhält oder liebevolle Aufmerksamkeiten ignoriert?“

Vielleicht denken Sie jetzt: „Nun, eine gute Beziehung muss das aushalten können. Schließlich will ich mich in einer Partnerschaft nicht verstellen müssen.“ Das ist natürlich richtig, denn niemand will sich dem Menschen, den er liebt, ständig ein geschöntes Bild von sich präsentieren. Trotzdem kann es eine Form des gegenseitigen Respekts sein, auch unserem Liebsten mit den gängigen Anstandsformen zu begegnen. Ein „Bitte“ und ein „Danke“ tut nicht nur den Kollegen gut, ein „Guten Morgen“ mag nicht nur der Nachbar im Treppenhaus gern hören und ungewaschen würden wir uns niemals einem flüchtigen Bekannten nähern. Warum sollte der Mensch, den wir lieben und mit dem wir gern zusammen sind, nicht auch freundlich behandelt werden wollen? Schließlich „finden wir dauerhaft nur jemanden anziehend, der sich für uns Mühe gibt“, schreibt der Paartherapeut Eric Hegmann in seinem Blog. Wer also dauerhaft für seinen Partner attraktiv bleiben möchte, sollte weiterhin aktiv bleiben, werben und sich ein bisschen um den Partner bemühen – das hält die Liebe länger frisch.

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Warum lassen wir uns in einer Partnerschaft gehen?

Ab und zu kann es ganz entspannend sein, sich ein wenig gehen zu lassen und sich der Trägheit zu überlassen. Manchmal hilft es dabei, unser seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen, zum Beispiel, wenn uns der stressige Alltag zu sehr im Griff hat. Wir brauchen auch mal Ruhe und Zeit, in der wir ohne Rücksicht auf andere sein dürfen, wie wir uns gerade fühlen. Das schafft ein seelisches Gleichgewicht zu den Anforderungen des Alltags und den Zeiten, in denen wir uns nach anderen Menschen richten und Leistung erbringen müssen. Wir fühlen uns ständig im Einsatz und sind beruflich wie privat gefordert, manchmal vielleicht sogar überfordert.

Menschen, die unter einer Depression leiden, ziehen sich oft zurück. Es fehlt ihnen manchmal die Energie, sich um sich selbst zu kümmern, geschweige denn, sich um andere zu bemühen. Das ist Teil der depressiven Symptomatik und ist von den Betroffenen nicht beabsichtigt. Für eine Partnerschaft kann es aber auf Dauer zur Belastung werden, wenn der Partner so sehr unter der Depression leidet, dass er sich auf Dauer gehen lässt.

Kommt es zu einer starken Gewichtzunahme oder Gewichtsabnahme, kann dies ein Hinweis auf Kummer oder anhaltende Frustration sein. Manche Menschen kompensieren unverarbeitete Konflikte mit Essen, manchmal auch mit Alkohol oder übermäßiger Arbeit. Wer andauernd im Schlabberlook herumläuft, will vielleicht unbewusst Wut, Ärger oder Zorn ausdrücken. Möglicherweise will derjenige abtauchen oder – auch das Gegenteil ist möglich - bewusst auf sich aufmerksam machen.

Bequemlichkeit und das Gefühl, sich sehr sicher in der Beziehung zu fühlen, zählen jedoch zu den häufigsten Gründen, warum wir uns in einer Partnerschaft gehenlassen. Der kurzfristige Gewinn der Bequemlichkeit hat aber langfristig den Preis, dass unser Partner möglicherweise verärgert ist und es uns gleich tut, indem auch er sich selbst vernachlässigt. Das kann bei beiden zu Frustration führen.

Aber wie kommt man aus diesem Teufelskreis wieder heraus? Wie findet man ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem „So-sein-wie-man-Ist“, ohne sich dabei völlig hängenzulassen? Eines ist gewiss: Wenn wir uns im Alltag derart aufopfern, dass uns am Abend die Energie fehlt, uns um unseren Partner zu bemühen und nicht mal ein paar freundliche Worte zustande bringen, werden wir auf Dauer den wesentlich höheren Preis für unsere Bequemlichkeit zahlen: die Trennung.

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Was tun, wenn der Partner sich gehen lässt?

Es ist, wie so oft: Die Dosis macht das Gift — Entspannung und Sicherheit ja, Vernachlässigung nein. Was ist jedoch, wenn der Partner sich dauerhaft gehen lässt? Darf man das ansprechen? Unbedingt.

Häufig passiert leider dies, wenn man den Partner auf sein Desinteresse und seine Nachlässigkeit anspricht: Er oder sie rechtfertigt sich. „Schatz, du weißt, doch, dass im Moment so viel bei der Arbeit los ist.“ Das bringt Sie nur leider nicht weiter. Resignieren Sie nicht, wenn Ihr Partner sich rechtfertigt, sondern geben Sie ihm Rückmeldung, was die Nachlässigkeiten bei Ihnen bewirken. Ihr Partner braucht Ihr Feedback, um zu wissen, woran er bei Ihnen ist — und auch, um zu verstehen, dass es kurz vor 12 und damit Schluss mit Bequemlichkeit ist. Beschreiben Sie ihm konkret, welches Verhalten Sie beobachten konnten. Was hat sich verändert und wie kommt das bei Ihnen an? Sinnvoll ist es auch, einen günstigen Zeitpunkt für dieses Gespräch zu wählen, in dem Sie beide offen füreinander sind, damit es Ihnen leichter fällt, eine entspannte Gesprächssituation herzustellen. Geben Sie Ihrem Partner etwas Zeit, damit er für sich prüfen kann, welche Ihrer Beobachtungen zutreffen könnten oder er bzw. sie als ungerechtfertigt empfindet.

Tauschen Sie sich darüber aus, was Sie beide sich von dem anderen wünschen – nicht vorwurfsvoll, sondern wertschätzend, klar und verständlich. Schließlich wollen Sie Ihren Partner nicht beschämen oder ihn kritisieren, sondern dass er auf Ihren Wunsch nach mehr Pflege, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit eingeht. Ihr Partner hat die Wahl, auf Ihre Wünsche einzugehen oder auch nicht. Sie haben im Gegenzug die Wahl, wie Sie mit seinem Verhalten umgehen möchten.

Was lässt Sie wieder attraktiver füreinander werden? Was fehlt Ihnen vielleicht in der Beziehung? Womit sind Sie unzufrieden? Was können Sie aneinander tolerieren? Was nicht? Welche Werte haben Sie in einer Beziehung? Was ist Ihnen in einer Beziehung weniger bedeutend, z. B.: Gespräche in der Partnerschaft, Sexualität, Komplimente und Aufmerksamkeiten, Freiräume vs. gemeinsame Zeit als Paar, Unterstützung, Körperpflege, Ordnung in der Wohnung oder im Haus? Nennen Sie einander konkrete Beispiele, woran Sie erkennen würden, dass Ihr Partner Sie in dem, was Ihnen viel bedeutet, erkennt und versteht. Welches Verhalten Ihres Partners zeigt Ihnen, dass er sich um Sie bemüht? Mit welchem Verhalten versteht Ihr Partner, dass Sie sich um ihn bzw. sie bemühen?

Falls Sie sich Unterstützung von mir wünschen, wie Sie sich wieder mehr umeinander bemühen und sich als Paar wieder näher kommen können, vereinbaren Sie einfach einen Termin mit mir. Ich berate Sie gern.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Corinna Luerweg Hamburg
Grafik: Ulrike Fuchs München

Literatur:

  • Die Vermessung der Liebe: Vertrauen und Betrug in Paarbeziehungen, gebundene Ausgabe – 28. Oktober 2018 von John Gottman
  • Lösbare und unlösbare Aufgaben in der Paarberatung, Taschenbuch – 5. August 2017 von Martin Koschorke

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