Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Leben in der Warteschleife: ewige Geliebte oder echte Liebe?

Affäre: ewige Geliebte oder echte Liebe?

Eine Dreiecksbeziehung bedeutet häufig: Achterbahn der Gefühle. Für alle Beteiligten ist das keine leichte Situation. Einsamkeit, Traurigkeit und Liebeskummer wechseln sich mit den Gefühlen der Hoffnung, Zuversicht und Liebe ab.

Dabei ist die Rolle der Geliebten zuerst einmal sehr verlockend: Es ist geheimnisvoll und die Geliebte fühlt sich häufig als etwas Besonderes. Das liegt daran, dass sie und ihr Lover anfänglich ein süßes Geheimnis miteinander teilen. Hinzu kommt: Oft spricht der Ehepartner mit der Geliebten über die bestehende, meist langjährige Beziehung, abschätzig. „Meine Frau ist so kalt zu mir“ hört die Geliebte dann und schmiedet dabei den Plan, wenn auch unterbewusst, ihn aus der Misere seiner Ehe „zu retten“. Am Ende dieses Vorhabens steht dann die Frage: „Bleibe ich ewige Geliebte oder liebt er mich wirklich?“

Vorweg noch etwas zu Verständlichkeit und besseren Lesbarkeit des folgenden Artikels: Einen Seitensprung, eine Affäre oder eine Dreiecksbeziehung kann sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Paare betreffen. Zudem gehen nicht nur Männer fremd, sondern ebenso können auch Frauen in ihrer Ehe oder Partnerschaft fremdgehen oder sich fremdverlieben. Ich werde in der Konstellation Geliebte und verheirateter Mann schreiben, um nicht zu allgemein zu werden und die Lesbarkeit für Sie angenehm zu gestalten. Weil die Thematik auch homosexuelle Paare betrifft und es auch männliche Liebhaber gibt, habe ich das Vertrauen, dass Sie, liebe Leserin und lieber Leser, die für Sie stimmige Variation zum Thema für sich finden werden.

Geliebte in der Warteschleife

Kaum eine Geliebte strebt eine Affäre bewusst oder willentlich an. Bei den meisten hat sich die Zuneigung mit der Zeit einfach entwickelt. Anfangs ist alles aufregend und spannend. Und so wird es immer bleiben. Zwar zermürbt diese gewaltige Portion an Ungewissheit auf Dauer, anderseits erzeugt gerade diese Unsicherheit das gewisse Extra; eine Spannung, die es in einer klassischen Paarbeziehung so gar nicht geben kann.

Und so kann es aussehen: Die Geliebte wartet und hofft oft monatelang, wenn nicht sogar Jahre. Die Hoffnung wächst, bald entscheidet er sich doch und schenkt seiner Frau reinen Wein ein. Er vertröstet die Geliebte dann mit Standardsätzen wie:

„Die Beziehung mit meiner Frau ist seit Jahren eingeschlafen. Wir streiten ständig. Und eigentlich sind wir nur noch wegen der Kinder (dem Eigentum, der Hunde, Ihrer Eltern…) zusammen.“

Die Geliebte drängt ihn dann mit Fragen, wie:
„Wann sagst du es ihr? Wann trennst du dich von ihr?“

Er wird dann entweder sauer, weil er nicht vorhat, sich zu trennen, oder er beruhigt die Geliebte, diesmal mit einem mittelfristigen Termin. Schließlich müssen die Kinder aus dem Gröbsten raus sein, bevor er sich trennt. Welche mitfühlende Geliebte will absichtlich eine Familie zerstören? Also dreht sie eine weitere Runde in der Warteschleife.

Die innere Zerrissenheit zwischen heimlichen Stunden voller Liebesglück und dem Ertragen der einsamen Realität kostet Energie, Zeit und endet häufig im Liebeskummer. Der Preis einer solchen Liebe ist hoch: Treffen nur nach seinem Terminkalender, nämlich dann, wenn er eine gute Ausrede für seine Frau findet. Dabei endet die Liebesaffäre selten, in 90 Prozent der Fälle bleibt er bei der Ehefrau. Denn Männer, die einen Neuanfang mit der Geliebten wagen, tun dies nach spätestens sechs Monaten – oder nie.

Heimliche Treffen und pure Anziehung

Die Treffen bei einer Affäre sind sehr spannend, knisternd und die Luft schreit nach mehr. Das macht die Geliebte für den Mann ungeheuer interessant im Vergleich zur Frau. Durch die Heimlichkeiten und die Distanz, also das nicht zusammen wohnen, entsteht eine Anziehung, die eine Partnerschaft, die auch Alltag beinhaltet, so gar nicht erbringen kann. Die Geliebte fühlt sich von ihrem Partner in ihrer Weiblichkeit bestätigt und er fühlt sich von seiner Geliebten durch die Anziehung attraktiver und gestärkt. Beide sind im Rausch der Gefühle. Beide sind nahezu süchtig aufeinander.

Die gemeinsame Zeit ist knapp, und deshalb passiert etwas, dass man sonst aus Fernbeziehungen kennt: Beide nutzen die wenige Zeit besonders intensiv. Was anfänglich vielleicht nur Sex ist, wird irgendwann auch emotional tiefer. Man tauscht sich über Gott und die Welt aus. Die Themen werden nach und nach persönlicher und intimer. Die wenige Zeit will gut genutzt werden.

Die besonderen Stunden, die Exklusivität, der schöne Sex und die intensiven Gespräche führen früher oder später dazu, dass sich einer von beiden oder gar beide ineinander verlieben. Manchmal führt das zu  einer Art Verschmelzung. Einige beschreiben das als eine Art „Seelenverwandtschaft“. Genau diese Verschmelzung wird es den beiden später nahezu unmöglich machen, sich voneinander zu lösen. Auch eine Trennung scheint unvorstellbar. Doch irgendwann wird er vor der Entscheidung stehen: „Frau oder Geliebte?“

Hoffnung und Angst vor Trennung

Auffallend für solche Liebesbeziehungen bzw. Affären ist, dass die Gespräche zwischen dem Mann und seiner Geliebten sehr lebendig und interessant sind. Häufig erträumt er mit ihr das Luftschloss: „Wir gegen den Rest der Welt“. Beide Träumen dann von einer gemeinsamen Zukunft, davon wie das Leben wohl im Alltag miteinander wäre und wie man sich dann immer noch liebt, und dass alles natürlich „viel besser laufen wird, als es derzeit mit der Frau läuft“.

Wenn es aber darum geht diese Traumwelt, die völlig überromantisiert ist, in die Realität umzusetzen, scheitert das Vorhaben ganz schnell. Denn das würde vor allem für den Mann Konsequenzen bedeuten. Er müsste sich von seiner Frau trennen. Aber will er das auch?

Es ist ein Unterschied, mal miteinander zu träumen und für ein paar Stunden „Urlaubszeit“ miteinander zu verbringen und im Gegenzug dazu, konkrete Schritte für eine gemeinsame Zukunft zu machen. An dieser Stelle versucht die Geliebte mehr Verbindlichkeit einzufordern. Er hat Angst, die Geliebte zu verlieren und wird sie vertrösten mit Sätzen, wie: „Meine Frau würde die Trennung derzeit noch nicht verkraften“ oder „Die Kinder sind noch zu klein“.

Diese versteckten Schuldzuweisungen funktionieren bei der Geliebten. Wer will schon einen anderen Menschen ins Unglück stürzen oder eine Familie zerstören? Die Geliebte nimmt sich diskret zurück, um ihn zu entlasten. Sie interpretiert seine Entscheidungsschwäche dann so: "Es ist einfach eine schwere Zeit für ihn." Auch hier wird sehr deutlich, der Mann scheut sich, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Immer sind die anderen Schuld – die Frau, die Kinder, die Umstände, die Geliebte (weil sie so viel verlangt). Und die Geliebte übernimmt aus falscher Loyalität Verantwortung, die nicht ihr gehört, sondern ihm. Denn diese Worte von ihm heißen in Wirklichkeit: „Ich kann und werde meine Frau nicht verlassen.“

Die Geliebte kann nichts an seinem Entschluss tun und das macht ihr Angst. Ein Teil in ihr spürt, dass er ihr gegenüber nicht die Liebe empfindet, die sie für ihn aufbringt. Und sie nimmt aus Angst, irgendwann ganz auf ihn verzichten zu müssen, alle Schuld auf sich und beginnt sich selbst komplett zurückzunehmen. Sie spürt: Die Affäre und ihre Position als Geliebte läuft ausschließlich nach seinen Spielregeln.

Warum soll sich etwas ändern?

Aus der anfänglichen Leidenschaft folgt nun eine Art Erwachen. Die Geliebte versteht immer mehr, dass seine Liebesschwüre für ihn nur ein leeres Versprechen waren, um sie weich zu machen. Seine Träume einer gemeinsamen Zukunft scheitern an der Umsetzung. Vielleicht liebt er seine Geliebte auch, aber er würde seine Ehefrau niemals verlassen.

Das ist häufig der Unterschied zu Frauen, die sich in ihren Geliebten verlieben – sie sind häufiger als Männer bereit, die Konsequenzen zu ziehen und diese auch zu tragen. Gebundene Männer in einer Dreieckbeziehung sind dagegen tendenziell eher etwas träge und bequem. Warum sollte sich etwas ändern, wenn man Geliebte und Ehefrau haben kann? Für ihn ist alles zusammen ein kleines Paradies: Zu Hause die Vertrautheit und Geborgenheit, die in einer langjährigen Beziehung gewachsen ist. Bei der Geliebten dagegen erhält er Frische wie den frühen Morgentau auf einer Rose. Kuschelige Nestwärme und leidenschaftlicher Sex in einem – bestens!

In dieser Phase kommt bei der Geliebten erstmalig auch der Gedanke nach einer Trennung auf. Sie spürt immer stärker, dass er sich nicht trennen wird. Je länger die Zeit wird, die er nicht ins Handeln kommt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er sich niemals entscheiden wird. Meist ist es die Geliebte, die sich trennt oder die Ehefrau, wenn sie es mitbekommen hat und das Spielchen selbst nicht fortsetzen möchte.

Wenn da nicht die Hoffnung wäre… Und das Warten geht weiter.

Warten und Liebeskummer

Es ist ein harter Schlag für die Geliebte, auch wenn sie es insgeheim befürchtet:

Die ersten Stunden waren zwar aufregend und wunderschön, aber die Couch zu Hause ist doch zu bequem und mit der Ehefrau schmeckt das Abendessen eben auch besser. Die Gewohnheit scheint zu siegen: Ehefrau sticht Geliebte. Für die Geliebte bedeutet das, weiter geduldig warten oder die Illusion aufrecht zu erhalten, er könne sich eines Tages voll und ganz zu ihr bekennen.

Ihr ist klar, dass es unsinnig ist, weiter Druck aufzubauen. Schließlich ist er bereits vergeben. Der Liebeskummer schmerzt trotzdem, auch wenn der Kopf weiß, dass es nichts bringt. Jedoch hofft sie weiter. Obwohl sie weiß:

„Die Abende und Wochenenden gehören der Familie. Selbst Weihnachten, Silvester und Geburtstag verbringt der fürsorgliche Ehemann brav zu Hause. Gemeinsame Urlaube? Undenkbar!“

So werden für die Geliebte die Feiertage zu Trauertagen, in denen sie sich eine Badewanne mit Tränen der Einsamkeit einlässt. „Warum kann der Mann, den ich liebe, nicht bei mir sein?“ oder „Was ist, wenn er mit seiner Frau gerade Sex hat?“ Solche Gedanken drängen sich einer Geliebten auf, auch wenn sie sich noch so sehr Mühe gibt, sie zu verdrängen. „Ich liebe ihn doch, also bloß die Füße still halten. Nicht dass er noch glaubt, ich sei zickig!“

Kennzeichnend für das Leben einer Geliebten ist das Warten. Sie wartet auf einen Anruf von ihm, auf ein nächstes Treffen und auf seine Entscheidung. Denn das würde sie aus ihrem Liebeskummer erretten: seine Entscheidung. Dabei vergisst sie, dass auch sie sich entscheiden kann. Die Geliebte kann entscheiden, wie es mit ihr selbst und ihrem Leben weiter geht. Auch sie gibt die Verantwortung für ihr eigenes Leben ab. Mit der Zeit wird sie wütend auf ihn, weil er sich nicht entscheidet.

Aber die Geliebte hängt zu diesem Zeitpunkt bereits zu tief drin. Die wenigsten wollen sich das selbst eingestehen: Seine Familie geht ihm vor. Er ist nicht „Opfer der Umstände“, sondern er hat kein Rückgrat. Solange die Geliebte an ihrer Illusion festhängt, er müsse sich entscheiden, weil sie es scheinbar nicht kann, solange wird sie in der Warteschleife sitzen und ihr Leben an sich vorbeiziehen lassen.

Endlich wieder zu sich selbst stehen

Die Geliebte hat also die Möglichkeit darauf zu warten, dass er sich von seiner Frau trennt. Das tut allerdings nur 1 von 10 Männern.

Eine weitere Möglichkeit, die eine wesentlich höhere Chance bietet, von der Geliebten zur Ehefrau zu werden ist, darauf zu hoffen, dass sich die Ehefrau zurückzieht, sofern sie von der Affäre überhaupt Wind bekommen hat. Statistisch gesehen trennen sich 50 Prozent der betrogenen Ehefrauen von ihrem Mann. Dadurch muss der Mann sich nicht selbst aktiv entscheiden und flüchtet in die offenen Arme der Geliebten, die jetzt seine neue Frau wird. Psychologen nennen dieses Phänomen „Absprungfrau“.

Aber so richtig erfüllend ist das für die Geliebte auch nicht. Wer will schon einen Mann an seiner Seite, der zwar da ist, aber sich nie so richtig zu einem bekennen konnte oder wollte? Nicht er hat die Trennung vollzogen, weil er mit der Geliebten zusammen sein will, sondern seine Frau.

Wer ist nun also der Sieger in einer Dreiecksbeziehung? Der wahre Sieger ist der bzw. diejenige, die endlich wieder zu sich selbst stehen kann. Wer sich aus dem Korsett, „besser als die andere Frau“ sein zu müssen, befreit, der ist der wahre Gewinner in einer Dreiecksbeziehung.

Manchmal zeugt eine Trennung für wesentlich größere Stärke als weiter auszuhalten und die Affäre weiterlaufen zulassen. Das Aufgeben einer Beziehung, das einige Menschen mit Versagen gleichsetzen, kann der eigentliche Gewinn sein – nämlich der Gewinn, zur eigenen inneren Freiheit und damit wieder zu sich selbst zurückzukehren. Denn um andere zu kämpfen und niemals aufzugeben, bedeutet häufig auch, sich selbst dabei aufzugeben. Beziehungen kommen dadurch jedoch nicht in Ordnung, sondern verstricken sich häufig noch mehr.

Ein „Nein“ zur richtigen Zeit würde ehrliche und aufrichtige Liebe nicht töten, sondern eine neue Situation schaffen, die für beide eine Chance ist. Wer „Ja“ zu sich sagt, muss manchmal „Nein“ zu anderen sagen. Wahre Liebe verträgt das.

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Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Kevin Junk Berlin
Grafik: Ulrike Fuchs München

Kommentare (44)

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Ach, wie tut mir dieser Text gerade gut, weil er meine Situation so deutlich macht. Ich (Single) habe seit über 5 Jahren ein Verhältnis mit einem liierten Mann, der zwar nicht verheiratet ist, aber eine Fernbeziehung mit seiner Freundin führt....

Ach, wie tut mir dieser Text gerade gut, weil er meine Situation so deutlich macht. Ich (Single) habe seit über 5 Jahren ein Verhältnis mit einem liierten Mann, der zwar nicht verheiratet ist, aber eine Fernbeziehung mit seiner Freundin führt. Schon mehrfach habe ich versucht, mich zu trennen. Aber die Sehnsucht zog mich immer wieder zu ihm zurück. Ich dachte, wenn ich mich zurück ziehe, merkt er, was ihm fehlt - dass ich ihm fehle. Und dann, ja, dann entscheidet er sich für mich. Aber dem ist nicht so. Vor ein paar Wochen habe ich mich wieder von ihm zurückgezogen, obwohl mein Herz sich so sehr nach ihm sehnt. Wir haben noch losen Kontakt. Und immer spür ich das Kribbeln. Vielleicht müsste ich den Kontakt ganz abbrechen. Aber ich habe solch große Angst davor. Die Hoffnung aufzugeben ist schwer. Und der Gedanke, dann ganz alleine zu sein, noch schwerer.

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Karla
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Hallo Karla,

richtig, oft hilft nur der Kontaktabbruch. Das ist dann zwar im ersten Moment schmerzhaft, aber lässt den Liebeskummer häufig besser verarbeiten. Unterm Strich geht es ja darum, wieder offen zu werden für einen Mann, der einen...

Hallo Karla,

richtig, oft hilft nur der Kontaktabbruch. Das ist dann zwar im ersten Moment schmerzhaft, aber lässt den Liebeskummer häufig besser verarbeiten. Unterm Strich geht es ja darum, wieder offen zu werden für einen Mann, der einen "ganz" möchte und nicht nur als Geliebte. Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft für diese Entwöhnungszeit!

Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

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Ulrike Fuchs
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Ich war auch einmal in der Situation. Wir waren gemeinsam für längere Zeit auf Dienstreise. Wir waren beide in einer Beziehung. Mir wurde das Blaue vom Himmel erzählt, wie wir auch nach der Reise uns treffen würden und auf jeden Fall Freunde...

Ich war auch einmal in der Situation. Wir waren gemeinsam für längere Zeit auf Dienstreise. Wir waren beide in einer Beziehung. Mir wurde das Blaue vom Himmel erzählt, wie wir auch nach der Reise uns treffen würden und auf jeden Fall Freunde bleiben würden - natürlich ist all das nicht passiert, wir behandeln uns wie Fremde.

Ich habe meinem Partner nach der Reise reinen Wein eingeschenkt, meine Affäre hingegen seiner Partnerin nicht. Anfangs habe ich oft an die gemeinsame Reise gedacht und auch nicht verstanden, wieso er mich nicht mehr wollte und ich hatte lange damit zu kämpfen. Wir hatten uns einige Zeit später zufällig in einer Bar getroffen, wo er mir erzählte, wie sehr er mich innerlich vermisste und wollte mich küssen - am nächsten Arbeitstag wieder wie Fremde.

Der Beitrag und die Tatsache, dass ich mit ihm kein Gespräch mehr führen kann, hat mir geholfen einzusehen, dass es nicht an mir liegt und auch mehr Wert bin als so jemand, der lügt und nicht zu seinen Worten steht.

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Steffanie
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Hallo Steffanie,

ja, es ist niemals "nur Eine/r" an dem es liegt. Ein bisschen lese ich noch die Enttäuschung über diesen Kollegen heraus. Kann das sein? :-) Und manchmal helfen solche Verhaltensweisen solcher Kollegen dabei, wie lügen und wie...

Hallo Steffanie,

ja, es ist niemals "nur Eine/r" an dem es liegt. Ein bisschen lese ich noch die Enttäuschung über diesen Kollegen heraus. Kann das sein? :-) Und manchmal helfen solche Verhaltensweisen solcher Kollegen dabei, wie lügen und wie ein Fremder behandelt zu werden, eine gute Entscheidung zu treffen; und sei es, Abstand von diesen Mann zu nehmen.

Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

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Ulrike Fuchs
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Ich war auch mal in einer solchen Situation. 20 war ich damals. Von Anfang an war mir klar, er ist verheiratet. Punkt. Wir haben uns einmal pro Woche getroffen. An den übrigen Tagen und den Wochenenden habe ich mein Leben als Single gelebt. Und...

Ich war auch mal in einer solchen Situation. 20 war ich damals. Von Anfang an war mir klar, er ist verheiratet. Punkt. Wir haben uns einmal pro Woche getroffen. An den übrigen Tagen und den Wochenenden habe ich mein Leben als Single gelebt. Und mich mit meiner Freundesclique getroffen.
Irgendwann fing ER dann an, mich Samstag abends zu besuchen. In der Hoffnung, ich bliebe zu Hause. Bin ich aber nicht. Sehr plötzlich stellte er mich nach einem Jahr vor die vollendete Tatsache, er habe mit seiner Frau gesprochen und lasse sich scheiden. Gesagt, getan. Wir sind zusammengezogen , haben eine Tochter bekommen.
Allerdings hat es letzten Endes dich nicht funktioniert und ich bin wieder ausgezogen. Er war immer ein schlechter Vater. Und ist auch in seinen künftigen Beziehungen ein notorischer Fremdgänger geblieben.
Auf die Entfernung ein liebenswerter, lustiger Mensch. Aber nicht als Partner.

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Sylvia
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Hallo Sylvia,
danke für die offenen Worte. Ja, manchmal kommt es auch vor, dass die Geliebte die neue Frau wird. Leider ist es auch so, wie Sie beschrieben haben, dass der Mensch mit der neuen Frau nicht automatisch ein neuer Mensch wird, sondern...

Hallo Sylvia,
danke für die offenen Worte. Ja, manchmal kommt es auch vor, dass die Geliebte die neue Frau wird. Leider ist es auch so, wie Sie beschrieben haben, dass der Mensch mit der neuen Frau nicht automatisch ein neuer Mensch wird, sondern das Verhalten ähnlich bleibt.
Viele Grüße, Ulrike Fuchs

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Ulrike Fuchs
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