Entspannung ist der Gegenpol zum stressigen Alltag. Die Erholung lädt die Akkus wieder auf, sodass wir wieder neue Kraft und Energie verspüren. Wer sich schlapp, kraftlos und ausgebrannt fühlt, sollte dringend darauf achten, wieder ins Gleichgewicht zu geraten. Welchen Weg Sie dahin wählen, obliegt Ihnen. Der folgende Kalender kann Ihnen dabei helfen, Ihre eigene Methode zu finden – viel Vergnügen beim Ausprobieren!

Gesundheit und Entspannung

1. Täglich 10 Minuten tun, wonach Ihnen ist

Als Erstes möchte ich Sie dazu einladen, sich täglich 10 Minuten Zeit zu nehmen. Es sind Ihre 10 Minuten. Besonders nach den Feiertagen tut es gut, wieder einmal mehr auf sich selbst zu achten. Jetzt sind also Sie dran. Wonach ist Ihnen, wenn Sie 10 Minuten Ihres Tages frei gestalten können, so wie es Ihnen gerade geht und worauf Sie Lust hätten? Worauf haben Sie Lust? Auf Spazieren gehen, Musik hören, Malen oder doch einfach nur da sitzen und gedankenlos schauen? Genau, Sie dürfen auch einmal etwas ganz Sinnfreies tun. Oder eben mal nichts tun. Die Aufgabe lautet lediglich: Planen Sie 10 Minuten täglich für das ein, was Ihnen guttut!

2. Tun, was Sie noch nie getan haben

Machen Sie ab nun einmal im Monat etwas, das Sie noch niemals zuvor getan haben. Sie haben noch niemals in der U-Bahn einen fremden Menschen angesprochen? Sie haben noch nie pulsierendes Wasser beim Rafting erlebt? Von einer Alpenüberquerung haben Sie bisher nur geträumt?

Alltag und Gewohnheit geben uns eine Menge Sicherheit. Zeitgleich stumpfen sie uns aber auch ab. Sie müssen zwar nicht gleich zum Bungee-Jumping, können aber auch im Alltag etwas verändern, z.B., indem Sie einen anderen Arbeitsweg wählen oder die Wäsche mal anders aufhängen oder eine besondere Veranstaltung besuchen. Es geht darum, dem Gehirn etwas Futter anzubieten und neue Erfahrungen zu machen. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie etwas, das Ihnen mehr Freude bereitet, als erwartet. Probieren Sie es aus!

3. Mit der Kamera auf Entdeckertour

Oh, keine Panik! Sie müssen kein Fotograf sein und auch keiner werden. Es reicht auch, mit der Kamera Ihres Smartphones ein Bild zu schießen.

Es geht darum, dass Sie sich auf Entdeckungstour begeben. Schulen Sie Ihren Blick und suchen das scheinbar Unwichtige, das Kleine, das Besondere, das Faszinierende … Alles ist erlaubt, was Ihnen auffällt. Das Beobachten und Entdecken von Neuem kann überaus entspannend wirken. Es hilft beim Abschalten und hilft Ihnen dabei, den Kopf freizubekommen. Sie können Ihre kleine Entdeckungstour auf dem Weg zur Arbeit einbauen oder bei einem abendlichen Spaziergang, je nachdem, was Ihnen lieber ist. Viel Vergnügen beim Entdecken!

4. Tagebuch schreiben

Sicher haben auch Sie es schon erlebt: Sie wollten entspannen, konnten aber nicht so ganz abschalten. Da ratterten die Gedanken des Tages durch den Kopf und es stellte sich einfach keine Erholung ein. Da kann es helfen, eine Tagesbilanz zu ziehen und Tagebuch zu schreiben.

Nehmen Sie sich täglich, am besten abends, 15 Minuten Zeit, um Ihren Tag noch einmal vor Ihrem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen. Wie lautet das Fazit Ihres Tages? Was haben Sie vielleicht gelernt? Was ist möglicherweise noch offen? Wo benötigen Sie Hilfe?

Sie können auch Listen schreiben oder nur Stichpunkte machen. Wichtig ist, den Tag einfach noch einmal zusammenzufassen und damit einen Abschluss zu schaffen, damit Ihr Kopf nicht zu viel grübeln muss.

5. Der klassische Spaziergang

Frische Luft ist gut, das wussten bereits unsere Großeltern. Zusätzlich wirkt ein Spaziergang an einem ruhigen Ort oder durch den Park sehr entspannend. Bereits 10 Minuten in der Mittagspause können eine echte Wohltat sein. Warum also nicht einmal wieder einen Spaziergang machen? Oder auf dem Heimweg zwei Bushaltestellen früher aussteigen, um den Rest zu laufen?

Täglich eine Runde spazieren zu gehen, ist nicht nur entspannend, sondern stärkt auch das Immunsystem. Die körperliche Aktivität lockert die gesamte Muskulatur, sodass sich auch Verspannungen lösen können. Die Bewegung steigert die Durchblutung, auch die des Gehirns, sodass wir neue Erkenntnisse während des Gehens finden. Bringen Sie also wieder etwas mehr Bewegung in Ihr Leben, es wird Ihnen guttun!

6. Richtig atmen!

Bei Stress, Aufregung und Angst wird die Atmung flacher und schneller – der Atem bleibt uns stecken, im wahrsten Sinne des Wortes.

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind. Nehmen Sie eine entspannte Körperhaltung ein. Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Beobachten Sie, wie Sie atmen. Nun verlängern Sie das Ausatmen und geben damit Unruhe und Anspannung ab. Kräftig ausatmen, Ihr Körper holt sich die Luft, die er braucht, von ganz allein. Vertrauen Sie auf Ihren Körper!

7. Technikfasten gegen Reizüberflutung

Auch wenn es für viele nicht vermeidbar ist, das lange Sitzen vorm PC ist nicht optimal. Zum einen soll zu viel Sitzen das neue Rauchen für den Körper sein, zum anderen führt die ständige Erreichbarkeit in Verbindung mit der Technik (PC, Smartphone, etc.) zu Reizüberflutung. Das erzeugt Stress und innere Unruhe. Als Langzeitfolge kann das zu Schlaflosigkeit, Angst, einem Burnout und sogar zu Depression führen.

Ab nun wird gefastet – Technikfasten. Ein Abend in der Woche bleibt technikfrei, das heißt: kein Computer, kein Smartphone, ja, selbst auch kein Fernseher. Beobachten Sie einmal, was sich dadurch alles verändert! Vielleicht beginnen Sie ein neues Hobby oder Sie führen wieder bessere Gespräche mit Ihrer Familie. So oder so, es ist den Versuch wert, einen Abend in der Woche Technikfasten zu genießen!

8. Delegieren und sich helfen lassen

Gehören Sie zu den Menschen, die alles allein machen wollen? Dann heißt es für Sie: Bewusst üben, Aufgaben und Pflichten zu delegieren. Wenn Sie sagen: „Ich mach das lieber selbst, dann weiß ich, dass es so ist, wie ich es mir vorstelle“, drücken Sie lediglich ein Synonym für diese Haltung aus: „Ich vertraue anderen nicht, dass es gut wird.“

Hilfe anzunehmen verschafft Ihnen aber einerseits mehr Zeit, um sich zu entspannen, andererseits ist es menschlich und natürlich – wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen und genießen den Austausch. Das Füreinander-Dasein stärkt im Grunde alle Beteiligten auf eine gesunde Art und Weise.

Warum also nicht sich helfen lassen und damit wieder neues Vertrauen erfahren? Fällt es Ihnen weniger leicht, Aufgaben abzugeben, dann notieren Sie sich einmal, was Ihnen die innere Unruhe verschafft und was Sie benötigen, um loslassen zu können.

Was können Sie ab sofort delegieren? Worin können Sie sich unterstützen lassen?

9. Fehler machen und dazu stehen

„Das soll mich entspannen?“, werden Sie jetzt fragen. Und wie!

Die meisten Menschen haben große Angst davor, Fehler zu machen. Sie wollen perfekt und makellos sein. Doch Fehler sind notwendig, denn sie gehören zu einem gesunden Lernprozess. Ohne Fehler würden wir nicht weiterkommen im Leben.

Außerdem zeigen Fehler uns, dass etwas fehlt. Somit sind Fehler nicht falsch, ganz im Gegenteil: Sie geben uns die Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Erfolgreiche Menschen wissen das, denn sie sind immer wieder bereit, Fehler zu machen und zu ihnen zu stehen.

Und dann gibt es noch jene Situationen im Leben, die rein gar nichts Positives haben. Sie bilden die totale Krise und reißen uns den Boden unter den Füßen weg. Diese Situationen sind aber im Rückblick immer jene gewesen, die einen Neuanfang gebracht haben. Sie geben die Chance, etwas komplett anders zu machen und damit möglicherweise besser. Natürlich können wir das mitten in der Krise nur schwer sehen, aber mit etwas Abstand dafür umso häufiger.

Erlauben Sie sich ab heute einen entspannten Umgang mit Ihren eigenen Fehlern und denjenigen der anderen.

10. Gefühle dürfen sein

Es spricht für emotionale Intelligenz, wenn wir Gefühle nicht nur haben, sondern sie auch zeigen und mit ihnen umzugehen wissen. Gefühle zeigen uns den Weg. Sie helfen uns bei Entscheidungen. Die Gefühle haben dabei die Aufgabe, ähnlich wie die Benzinanzeige im Auto, zu melden, wenn der Tank leer ist. Sie sind also eine Art Anzeige für „Wohlfühlen“ oder „Unwohlsein, bitte sofort ändern!“ Das fängt im Kleinen an: Wenn wir beispielsweise krumm sitzen und es zwickt uns im Rücken, ändern wir die Position. Wenn wir ein Knurren im Bauch verspüren, essen wir. Aber auch, wenn wir unsere Beziehung in Gefahr sehen, werden wir plötzlich eifersüchtig.

Gefühle geben uns wichtige Hinweise, wie wir uns verhalten sollen, mit wem wir Kontakt haben wollen oder nicht, was uns guttut und was wir besser bleiben lassen sollten. Sie schützen uns und warnen uns vor möglichen Gefahren, wie es die Angst beispielsweise tut.

Manchmal gibt es aber auch unliebsame Gefühle. Dürfen diese denn auch sein? Ja, natürlich. Wie gesagt, Gefühle helfen uns, sorgsam mit uns und unseren Mitmenschen zu sein und zu bleiben. Wer unter Sorgen oder anhaltender Angst leidet, kann sich Unterstützung suchen, wie er mit diesen Gefühlen besser umgehen kann.

11. Raum für Rückzug

Jeder braucht einen Ort, an den er sich mal zurückziehen kann, um Kraft und Energie für den Alltag zu finden. Besonders, wer im Alltag weniger Freiräume hat, weil er viele Verpflichtungen hat und selbst eher zu kurz kommt, braucht Momente, um innezuhalten und zu entspannen.

Suchen Sie sich einen Ort, der Ihnen Kraft spendet und an dem Sie ganz Sie selbst sein können. Ein Ort, an dem Sie sich wohlfühlen. Einen Platz, an dem Sie entspannen und neue Energie tanken können.

Es ist egal, ob es ein Ort in der Natur ist oder ein Fleckchen in Ihrem Zuhause, wo Sie Ihre Ruhe haben. Wichtig ist nur, dass Sie sich dort wohlfühlen, auch mal ungestört sein können und sich von hektischen Zeiten erholen können.

12. Mal nichts müssen

Kennen Sie das kleine Wort mit großer Bedeutung „müssen“? Es baut Druck auf und fühlt sich, je öfter wir es verwenden, immer schwerer an. Und was wir alles erledigen müssen, bevor es sich gut anfühlen darf! „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, sagt die Stimme im Kopf dann streng.

Das Problem ist, dass mit dieser Methode das Wichtigste in Ihrem Leben verloren geht – Ihr eigenes Wohlbefinden.

Deshalb schreiben Sie die Regel ab sofort um in „Nichts muss ich!“, oder auch in „Was will ich?“ Je mehr Sie darauf achten, weniger zu müssen und mehr auf Ihr eigenes Gefühl zu achten, was Sie überhaupt wollen, desto besser sorgen Sie für sich. Eine bessere Burn-out-Prävention gibt es nicht.

 

Nun wünsche ich Ihnen ein entspanntes, gesundes und erfülltes neues Jahr! Mögen Sie im Laufe der Zeit zufriedener mit sich selbst, ruhiger und glücklicher werden!

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München, Pixabay
Lektorat: 
Corinna Luerweg Hamburg

  • Nadja

    Das sind wirklich sehr wertvolle und wichtige Tipps! Eigentlich schade, dass diese für uns Menschen nicht ganz selbstverständlich sind. Herzlichen Dank für diese Zusammenstellung! :) Ich wünsche Ihnen und allen, die dies lesen, ein gesundes, glückliches und zufriedenes neues Jahr! :)

  • Ulrike Fuchs

    Als Antwort auf: Nadja

    Hallo liebe Nadja,
    das freut mich sehr und ist schön zu lesen, vielen Dank für das tolle Feedback! :)
    Ebenfalls ein gesundes und glückliches Jahr für Sie!
    Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

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