Ulrike Fuchs

Psychotherapie und Paartherapie, München, Planegg, Martinsried - Ulrike Fuchs

Hallo, ich bin Ulrike Fuchs, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin, Dozentin & Autorin. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder glücklich und erfüllt zu leben.

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Die 248 schönsten Weisheiten von Ulrike Fuchs

Cover Weisheiten

Konfliktstile erkennen und nutzen

Wie entstehen Situationen, in denen wir uns im Anschluss immer wieder selbst kritisieren?

Sicher haben Sie es auch schon erlebt:

Sie sind im Aufzug mit einem Kollegen, der kurz bevor er sein Stockwerk erreicht und aussteigt, einen unverschämten Kommentar von sich gibt. Ihnen bleibt vor Dreistigkeit die Spucke weg und erst einige Minuten später fallen Ihnen die Dinge ein, die Sie ihm hätten antworten wollen:

Darunter geistreiche, clevere, vielleicht ebenso freche, höfliche aber auch bestimmende Antworten.

Schlagfertig – erst später?

Wie schlagfertig wir sind, hängt damit zusammen, wie bewusst wir Situationen wahrnehmen und auf welche Art wir unsere eigene Interessen vertreten. Sich nicht alles gefallen zu lassen, eigene Grenzen ernst zu nehmen und diese durchzusetzen, bedeutet, sich mit dem Gegenüber auseinanderzusetzen. Es kann aber auch als konfliktreich empfunden werden.

Auseinandersetzungen entstehen immer dann, wenn zwei oder mehrere Menschen aufeinandertreffen, die unterschiedliche Ansichten und Meinungen vertreten. Jeder verfolgt eigene, teils sehr unterschiedliche Wege, um seine Interessen durchzusetzen. Ein Konflikt ist dazu da, die eigene Haltung, Meinung oder eigene Interessen zu wahren, Werte zu vertreten und mit aller Konsequenz für diese einzustehen.

Das Mosaik der Konfliktstile

Es gibt verschiedene Stile, um Meinungsverschiedenheiten auszutragen:

Sich Messen & Gewinnen

Bei diesem Konfliktstil steht der eigene Gewinn an erster Stelle. Eigene Belange und Interessen erhalten großen Stellenwert. Den Vorlieben der anderen wird wenig Bedeutung beigemessen.

Rüsten Sie sich, wenn Sie jemanden mit diesem Stil begegnen – Kooperation ist hier unmöglich, dafür sicher: hartes Verhandeln.

Trotz aller Hartnäckigkeit hat dieser Stil auch seine Berechtigung: Es gibt Themen, da ist Durchsetzungsvermögen richtig und wichtig. Denken Sie nur an das nächste Mitarbeitergespräch, in dem Ihre anstehende Gehaltserhöhung Thema ist. Lassen Sie an dieser Stelle andere für sich verhandeln, wird Ihre Gehaltserhöhung vermutlich weniger gut ausfallen, als Sie es sich erhofft haben.
Oder ein anderes Beispiel: Ein Kollege legt Ihnen unberechtigt noch einen weiteren Stapel Arbeit auf den Schreibtisch. Hier ist ein klares „Nein“ gefragt.

Vermeiden

Konfliktvermeidung kann dann sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein deutliches Machtverhältnis herrscht und Sie am kürzeren Hebel sitzen.

Sollten Sie sich jedoch regelmäßig beim Vermeiden von Konflikten ertappen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Gutmütigkeit ausgenutzt wird.
Tipp: Probieren Sie auch andere Konfliktstile aus!

Harmonisieren

Im Beruf oder in privaten Gruppen ist es sinnvoll und manchmal notwendig, sich aufeinander einzustimmen, um gemeinsam ein übergeordnetes Ziel zu verfolgen.
Es ist angenehm, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, denn es stärkt das Dazugehörigkeitsgefühl. Dafür lassen sich eigene Interessen auch mal wegstecken, um sich der Mehrheit anzupassen.

Doch Vorsicht! Gehören Sie zu den Menschen, denen die Harmonie und das Wohl der Gemeinschaft wichtiger ist als eigene Vorlieben?

Das kann auf Dauer nur in die Hose gehen. Die Folgen: innere Unzufriedenheit, latente Nörgelei und der stille Vorwurf, dass die anderen doch auch mal Rücksicht nehmen könnten!

Ein Vorschlag: Machen Sie sich auch mal für Ihre eigenen Interessen stark - riskieren Sie ein „Nein“ zu anderen und damit ein aufrichtiges „Ja“ zu sich selbst!

Der goldene Mittelweg

Ein Kompromiss kann eine Lösung sein.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Zu oft werden Kompromisse eingegangen, die faul sind.

Wenn jeder ein Stück von seiner Meinung abweicht, um sein Gegenüber zu „öffnen“ und in Sicherheit zu wiegen, um anschließend doch nur die eigenen Interessen zu wahren, bleibt das gemeinsame Kompromiss-Projekt aus.

Deshalb: Keine faulen Kompromisse!

Wenn Sie die gemeinsam angestrebte Lösung nicht befriedigt, sollten Sie dringend nachverhandeln.

Achten Sie auf einen „echten“ Kompromiss und bleiben Sie damit authentisch!

Kooperation

Das höchste Ideal: Alle sind gleichberechtigt und arbeiten an einem gemeinsamen Ziel.
Aber mal ehrlich, wie oft kommt das vor? Wie oft glauben wir nur, wir würden kooperieren?

Echte ausgewogene Zusammenarbeit ist erstrebenswert, jedoch selten einfach so umsetzbar, vor allem wenn sehr komplementäre Ansichten aufeinanderprallen.

Seien Sie geduldig und klar in Ihren Aussagen – dies gilt natürlich für beide Seiten!

Was nun!?

Wie ist es Ihnen beim Lesen ergangen? Haben Sie sich in dem einen oder anderen Konfliktstil wiedererkannt? Die meisten nutzen einen oder zwei typische Stile. Wenn wir die Dinge immer gleichbleibend wiederholen, müssen wir uns nicht wundern, dass sich nichts ändert.

Sie wollen seit längerem eine Gehaltserhöhung, aber trauen sich nicht, Ihren Vorgesetzen darauf anzusprechen?

Sie möchten sich in der gemeinsamen Wohnung mit Ihrem Partner mehr einbringen, aber bisher schmetterte er jeden kreativen Vorschlag von Ihnen ab?

Sie wollen etwas Verrücktes tun, aber die Frage „Was sollen die anderen von mir denken“ überwiegt und siegt letztlich immer?

Dann ist der Zeitpunkt für Sie gekommen, Ihren Horizont zu erweitern, indem Sie andere Konfliktstile ausprobieren und sich damit selbst verwirklichen!

Denken Sie auch mal an sich, daran, was Ihnen gut tut und an das, was Sie brauchen.

Ich unterstütze Sie gern bei Ihrer Umsetzung.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Intuitive Fotografie Köln
Christian Kasper, Fotografie München

Lektorat: Friederike Klingholz München
 

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