Bei einer Sucht besteht eine Abhängigkeit, ein zwanghaftes Bedürfnis nach einer bestimmten Substanz (Suchtmittel) oder nach einem bestimmten Erlebnis/Verhalten (Suchtverhalten).

Suchtmittel können Substanzen sein wie Alkohol, Medikamente, Nikotin, koffeinhaltige Getränke oder Drogen. Bekannte Suchtverhalten sind beispielsweise Spielsucht, Internet-Sucht, Ess-Sucht (Magersucht, Bulimie, Binge Eating, Emotionales Essen), Kaufsucht, Sexsucht oder Putzsucht.

Trauma und Sucht

Was bedeutet Abhängigkeit, Sucht oder Missbrauch?

Weiterhin wird zwischen Abhängigkeit und Missbrauch unterschieden. Bei Letzterem kann noch auf die Substanz oder das Verhalten verzichtet werden und es besteht noch keine Abhängigkeit. Aus einem Missbrauch kann sich jedoch schnell eine Abhängigkeit entwickeln. Der Übergang zwischen Missbrauch und Abhängigkeit (Sucht) ist fließend.
Charakteristisch für eine Abhängigkeit ist eine starke körperliche und/oder psychische Gewöhnung, es kann nicht mehr auf das Suchtmittel oder das Suchtverhalten verzichtet werden. Die Dosierung muss gesteigert werden, um Entzugserscheinungen entgegenzuwirken. Wenn der Suchtstoff ausbleibt folgen Entzugserscheinungen. Das soziale Leben ist weitgehend der Abhängigkeit untergeordnet, sozialer Rückzug kann die Folge sein.

Drogen sind Substanzen (Suchtmittel), die in den Stoffwechsel des Gehirns eingreifen. Sie wirken beruhigend oder anregend, unterdrücken Schmerzen und erzeugen dämpfende, rauschartige bzw. euphorisierende Zustände (Glücksgefühle). Je nach Art der Droge können auch Halluzinationen entstehen.

In Deutschland sind ca. 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig. Über 8 Millionen trinken so viel Alkohol, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden.

Traumatisierte Menschen sind besonders suchtgefährdet

Weil Suchtmittel meist eine dämpfende und beruhigende Wirkung haben, sind besonders traumatisierte Menschen gefährdet, eine Suchterkrankung zu entwickeln. Erinnerungen an ein Trauma lassen sich leichter ertragen, wenn sie gedämpft oder verdrängt werden.
Oft wird Alkohol genutzt um das Einschlafen zu erleichtern. Diese Art der Selbstmedikation führt allerdings zu Durchschlafstörungen.
Emotionale Esser sind besonders anfällig für fettige und kohlenhydratreiche Kost: Diese dämpft die negativen Empfindungen am Tag und wirkt stressreduzierend sowie beruhigend.

Sucht kann durchaus als Versuch der Heilung gesehen werden, der jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen und Folgen mit sich zieht. Zunehmend fokussiert sich das Erleben eines süchtigen Menschen auf das Suchtmittel oder Verhalten, mehr und mehr soziale Kontakte fallen der Sucht zum Opfer. Die Bewältigung des Alltags wird zunehmend schwieriger bis der Alltag gänzlich daraus besteht, den Suchtdruck zu befriedigen und zu verheimlichen.
Suchtmittel und Suchtverhalten führen im Laufe der Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche die Lebensqualität mindern und teilweise auch lebensbedrohlich werden können.

Was hilft bei Abhängigkeit und Sucht?

Um die Lebensqualität eines süchtigen Menschen wieder zu steigern, ist es wichtig das Suchtverhalten zu verstehen und abzubauen. Für viele ist das sehr schwer, denn der Verzicht auf die Substanz lässt Traumaerinnerungen wach werden. Es ist daher von Bedeutung, diese traumatischen Erinnerungen zu verarbeiten, um einen entscheidenden Schritt in ein suchtfreies Leben, Selbstbestimmung und wieder mehr Lebensqualität zu gehen.
Solange Betroffene zu instabil sind und mit diesen Erinnerungen nicht konstruktiv umgehen können, folgen häufig Rückfälle. Der Weg in die Sucht erscheint als einziges Hilfsmittel, welches der süchtige Mensch kennt. Er muss erst neue Erfahrungen sammeln. Frühere suchttherapeutische Behandlungsansätze reichen kaum mehr aus. Die heutige Behandlung von Süchtigen schließt traumatherapeutische Behandlungsansätze mit ein, zum Beispiel Imaginationsverfahren wie die Arbeit mit dem inneren Kind und dem inneren Coach.

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Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Fuchs Fotografie München Pasing
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