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Dreiecksbeziehung: Liebesglück oder gefährlich für die Beziehung?

Eine Dreiecksbeziehung ist eine besondere Art der Liebesbeziehung, denn das Paar aus der Zweierbeziehung geht eine intensive Beziehung zu einer dritten Person ein. Was aufregend beginnt, kann im Laufe der Zeit verzwickt werden.

Doch was steckt hinter dieser emotional anspruchsvollen Beziehungsform? Wie verlaufen Dreiecksbeziehungen üblicherweise? Kann das auf Dauer gut gehen? Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was eine Dreiecksbeziehung bedeutet, welche Herausforderungen damit verbunden sind und wie Sie diese meistern können.

Was ist eine Dreiecksbeziehung?

Eine Dreiecksbeziehung ist eine enge, häufig romantische Beziehung zwischen drei Menschen, die alle miteinander verbunden sind und sich gegenseitig füreinander interessieren. Anders als bei einer Affäre wissen alle drei Personen vom jeweilig anderen Partner und sind damit einverstanden, dass man zu dritt eine langfristige und intime Beziehung führt. Im Unterschied zu einer offenen Beziehung, die vordergründig häufig rein sexuell ist, geht es in einer Dreiecksbeziehung um die tiefe emotionale Verbundenheit aller Beteiligten. Man darf einen zweiten Partner bzw. eine zweite Partnerin haben und lieben.

Das birgt natürlich auch die Gefahr, dass es schneller zu Konflikten kommen kann, wenn einer/eine der Partner/innen sich zurückgesetzt fühlt oder eifersüchtig wird. Deshalb muss eine Dreiecksbeziehung klare Regeln und Vereinbarungen haben. Sie benötigt viel Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und ist daher für viele eine der anspruchsvollsten Beziehungsformen.

Anhänger der Polyamorie, bei der man mehrere Menschen lieben und mit ihnen intim werden kann, betonen die Wichtigkeit von Ehrlichkeit, Vertrauen und Einvernehmlichkeit; es geht darum, alle Beteiligten zu respektieren und zu unterstützen. Aber genau hier besteht auch die große Gefahr, denn oftmals stimmen Menschen vorschnell einer Dreiecksbeziehung zu, aus Angst, den Partner zu enttäuschen oder zu verlieren. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Dreiecksbeziehung anders strukturiert ist. Außerdem müssen die persönlichen Grenzen aller Beteiligten berücksichtigt werden. Jeder sollte sich darüber bewusst sein, was in der Dreiecksbeziehung für ihn akzeptabel ist und was nicht, welche Art von Intimität erlaubt ist und welche Ängste er hat. Regeln, Wünsche und Bedürfnisse sollten klar kommuniziert werden.

Was macht eine Dreiecksbeziehung so kompliziert?

Eine Dreiecksbeziehung ist komplex, weil es drei Personen sind, die einander bedingungslos akzeptieren und respektieren müssen. Jeder der Beteiligten muss sich selbst, seine Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse kennen, verstehen und diese offenlegen. Das fällt vielen Menschen bereits in monogamen Beziehungen nicht immer leicht. Aber in einer Dreiecksbeziehung braucht es diese Offenheit und Ehrlichkeit einmal mehr, denn in dieser Beziehungsform geht es nicht darum, den anderen zu betrügen und sein eigenes Ding zu machen, sondern um Fairness für alle Beteiligten.

Es ist bereits nicht immer einfach, zwei Menschen unter einen Hut zu bekommen. Genau dieser Umstand macht eine Dreiecksbeziehung oftmals sehr kompliziert. Ebenso schwierig ist es, die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse von mehreren Personen zu vereinen, sodass es für alle gerecht bleibt. Jede Person muss ihren Standpunkt klar und deutlich auszudrücken – die jeweils anderen müssen sich darum bemühen, diese ernstzunehmen. Andernfalls besteht die Gefahr von Missverständnissen, Spannungen und Konflikten innerhalb der Beziehung.

Anders als man auf den ersten Eindruck annehmen mag, müssen Menschen in einer Dreiecksbeziehung enorm offen, ehrlich und konfliktfähig sein. Eine polyamore Dreiecksbeziehung ist eben nicht nur das Paradies, bei dem man sich die Rosinen herauspicken kann. Man muss nicht nur Verständnis dafür haben, welche Bedürfnisse und Gefühle man selbst hat, sondern muss auch die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse der beiden anderen Partner berücksichtigen.

Unbewusst versuchen alle drei in dieser besonderen Beziehung, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Dies kann zu großem Stress führen und eine Kluft zwischen den Partnern schaffen.

Schließlich können Eifersuchtsprobleme in einer Dreiecksbeziehung auftreten. Die meisten Menschen glauben nicht an das Konzept der polyamorösen Beziehung – und selbst wenn sie sich auf dieses Konzept einlassen, können sie eifersüchtig reagieren, wenn sie bemerken, dass einer der Partner Intimitäten mit dem anderem teilt.

Oft sind die Gefühle der Liebenden in einer Dreiecksbeziehung enorm verwirrend für alle Beteiligten. Sie befinden sich in einem emotionalen Zwiespalt aus Eifersucht, Unsicherheit, mangelndem Vertrauen, dem Streben nach Anerkennung und dem Versuch, diese Gefühle unter Kontrolle zu bekommen.

Es ist wichtig anzuerkennen, dass eine Dreiecksbeziehung sehr komplex ist, viel Verantwortung mit sich bringt sowie wesentlich mehr Engagement erfordert als es in einer Zweierbeziehung nötig ist. Deshalb lautet die wichtigste Regel: Hören Sie auf sich selbst! Fühlt sich die Dreiecksbeziehung wirklich noch gut für Sie an? Achten auf Sie auf Ihre Gefühle, denn sie werden Ihnen helfen, herauszufinden, was wirklich wichtig für Sie ist und was nicht.

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Kann eine Beziehung zu dritt auf Dauer gut gehen?

Anfangs scheint eine Dreiecksbeziehung verheißungsvoll zu sein, aber die Dauer ist sie für alle Beteiligten selten erfüllend. Schließlich sind es drei Personen, die allesamt unterschiedliche Interessen und Wünsche haben. Jeder will sich verwirklichen.

Befürworter der Dreiecksbeziehung betonen immer wieder, dass es wichtig sei, offen und ehrlich über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen. Eine gute Kommunikation ist der Schlüssel, um Konflikte frühzeitig zu lösen. Es heißt, solange alle Beteiligten respektvoll miteinander umgehen und sich einander verstehen, sei eine Dreiecksbeziehung möglich. Allerdings fällt das den meisten Menschen bereits in einer Zweierbeziehung nicht immer leicht.

Außerdem wünschen sich viele in einer romantischen Beziehung eine gewisse Exklusivität. Wir wollen etwas Besonderes für den Menschen sein, den wir lieben. Das hilft uns, eine stabile Bindung und Vertrauen herzustellen. Diese Exklusivität geht bei einer polyamoren Dreiecksbeziehung verloren. Selbst klare Regeln und Vereinbarungen helfen da nur bedingt weiter.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Dreiecksbeziehung dauerhaft funktioniert, ist sehr unwahrscheinlich. Oft ist es so, dass einem in der Zweierbeziehung etwas fehlt und er bzw. sie hofft, durch die dritte Person würde es besser werden. Der jeweils andere Partner stimmt der Dreiecksbeziehung zu, aus Angst, den Partner zu verlieren. Und der Dritte im Bunde ist ohnehin nur das „Beiwerk“. Keiner der drei Beteiligten wird langfristig glücklicher – ganz im Gegenteil, eine Dreiecksbeziehung ist eine Konstellation, in der Liebeskummer vorprogrammiert ist.

Aus paartherapeutischer Sicht wäre es wichtiger, dass das „Ursprungspaar“ lernt, zuerst mit sich selbst offen und ehrlich zu bleiben und über Anziehungskraft, Langeweile und Ängste innerhalb der Zweierbeziehung zu sprechen, anstatt in einer dritten Person die Erfüllung zu suchen.

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Dreiecksbeziehung: Liebe darf zur Entscheidung werden

So aufregend eine Dreiecksbeziehung sein mag, man muss sich im Klaren darüber sein, dass sie kompliziert und häufig für mindestens eine Person, wenn nicht mehr, schmerzhaft ist. Sie verspricht das große Liebesglück und soll ein sicheres Zuhause mit aufregender Leidenschaft vereinen. Allerdings erleben viele mit der eierlegenden Wollmilchsau schnell ein Szenario aus Streit, Eifersucht und Liebeskummer.

Mit folgenden Fragen können Sie sich darüber bewusstwerden, was Sie wirklich wollen und wo die Reise für Sie hingehen darf. Nehmen Sie sich etwas Zeit für Ihre Antworten und notieren Sie sich Ihre Gedanken dazu:

  • Was verspreche ich mir von einer Dreiecksbeziehung?
  • Welches Problem oder welchen Konflikt versuche ich (vielleicht unbewusst) durch diese Beziehungsform zu lösen? Wie kann ich dieses Problem vielleicht alternativ lösen?
  • Gibt es etwas, das ich mit der Dreiecksbeziehung versuche auszugleichen?
  • Möchte ich die Affäre beenden und der ursprünglichen Partnerschaft eine echte Chance geben? Oder wage ich einen Neuanfang mit dem „neuen“ Partner/in? Oder weder noch: Möchte ich insgemein keinen von beiden, sondern als Single neu starten?
  • Welche Lernaufgabe steckt in der aktuellen Situation für mich?
  • Mit welcher Entscheidung bin ich mir selbst treu? Wie kann ich dabei trotzdem fair mit anderen sein?

Auch wenn eine Dreiecksbeziehung vielversprechend sein mag, scheitert diese Beziehungsform oftmals in der Realität. Viele Paare, die sich für eine Dreiecksbeziehung entscheiden, sind unzufrieden in der aktuellen Situation und glauben, dass eine Dreiecksbeziehung die Lösung für ihre Probleme sein wird – aber das ist selten der Fall. In Wirklichkeit enden Dreiecksbeziehungen häufig in einem emotionalen Chaos.

Wenn Sie in einer Dreiecksbeziehung sind, ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass diese Beziehungsform komplex ist und selten ein Happy End mit sich bringt. Wenn Sie unglücklich in Ihrer aktuellen Beziehung sind, ist es besser über eine Trennung nachdenken, anstatt eine Dreiecksbeziehung einzugehen.

Falls Sie sich weitere Unterstützung in Ihrer aktuellen Lebenssituation wünschen, vereinbaren Sie gern einen Termin.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Corinna Luerweg Hamburg
Grafik: Ulrike Fuchs München

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2 Gedanken zu „Dreiecksbeziehung: Liebesglück oder gefährlich für die Beziehung?“

  1. Bullshit.

    „bringt selten ein Happy End mit sich“

    Seit wann ist das ein Kriterium? Welche monogame Beziehung tut das heutzutage denn schon?

    Da muss man die Maßstäbe bzw. Messkriterien schon an etwas anderes legen. Die Argumentation funktioniert in dem Punkt überhaupt nicht.

    Antworten
    • Hallo Herbert,
      die Frage, um die es in diesem Artikel geht, ist: „Kann eine Dreieckbeziehung funktionieren?“. Mir ist nicht ersichtlich, weshalb Sie mit „monogamen Beziehungen“ argumentieren, wenn es doch hier ausschließlich darum geht, ob eine Beziehung zu dritt funktionieren kann.
      Aber gut, nehme ich Sie in Ihrem Einwand ernst: „Welche monogame Beziehung tut das heutzutage denn schon?“ -> Korrekt, gerade weil viele Paare zu zweit bereits Schwierigkeiten haben, fair miteinander zu kommunizieren und offen über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, kann es nur noch komplizierter werden, wenn noch ein/e Dritte/r mitmischt. Aber das habe ich im Artikel bereits näher erläutert. 🙂
      Viele Grüße, Ulrike Fuchs