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Manhattan-Effekt: Wenn aus Liebe Einschränkung wird

Es wirkt widersprüchlich: Aus Liebe bremsen manche Menschen den Partner in der persönlichen Entwicklung aus. Psychologen fanden heraus, je mehr jemand an einer Liebesbeziehung hängt, desto weniger unterstützt er seinen Partner dabei, eigene Wünsche und Interessen umzusetzen.

Nach einer Episode aus dem Woody Allen Film „Manhattan“ benannten die Forscher das Phänomen „Manhattan-Effekt“. In der romantischen Komödie verliebt sich der in New York lebende Isaac in die viel jüngere Tracy. Anfänglich nimmt Isaac die Liebesbeziehung sehr locker.

Tracy bekommt ein Angebot für ein Auslandssemester an einer britischen Schule. Sie befürchtet aber, dass ihr Vorhaben der Beziehung schaden könnte. Doch Isaac zerstreut ihre Bedenken und ermutigt sie, den Schritt zu wagen.

Als ihm bewusst wird, wie sehr er an Tracy hängt und wie sehr er diese Beziehung will, fleht er sie an, zu bleiben und ihre persönlichen Pläne zurückzustellen. Plötzlich sieht Isaac das Auslandssemester nicht mehr als Chance für seine Liebste, sondern als Bedrohung für die Beziehung.

„Isaac ist kein Einzelfall“, so glaubt Chin Ming Hui von der Universität Chicago. Dieses Verhalten würde sich auch in anderen Beziehungen bemerkbar machen. Je mehr ein Mensch seine Beziehung als gefährdet empfindet, umso weniger hilft er dem Partner bei dessen eigener persönlichen Entwicklung.

Die Theorie des „Manhattan-Effekts“ wurde von Wissenschaftlern genauer untersucht. Inhalt der Untersuchungsreihe war, wie sich ein liebender Mensch verhält, wenn die Interessen des Partners übergeordnet sind und den allgemeinen Zielen der Beziehung widersprechen.

Wie beispielsweise bei Tracy und Isaac, einer von beiden will umziehen und der andere will bleiben. Oder auch bei beruflicher Neuorientierung, deren Veränderungen in die Beziehung hineinragen.

„Alle Studienergebnisse sprechen dafür, dass sich die übliche Unterstützung der Interessen des Partners reduziert oder sogar umkehrt, sobald jemand an der Beziehung sehr hängt“, eröffnet Chin Ming Hui. So kann sich ein liebender Partner zum einschränkenden Partner wandeln.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Friederike Klingholz München
Grafik: Ulrike Fuchs München

4 Gedanken zu „Manhattan-Effekt: Wenn aus Liebe Einschränkung wird“

  1. Ich wurde nicht direkt in etwas gebremst, aber es war eher so dass ständige Verlustangst meines Partners mich irritiert haben und ich unterbewusst ständig in Sorge um ihn war. Immer wieder kamen Sätze wie: „Jetzt fehlt nur noch dass du mich verlässt“. Das ist sehr belastend. Ich denke er hat an einer Depression gelitten. Woher das kam wissen wir bis heute nicht.

    Antworten
    • Hallo Anna,
      solche und ähnliche Sätze können auch ausbremsen, natürlich. Depression ist in der Regel für beide belastend – für den, der unter der Depression leidet und auch für den Partner. Letzterer ist zwar nicht erkrankt, dennoch betroffen.
      Alles Gute und herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  2. Hallo Ulrike,
    das kann ich zu 100 % bestätigen. Bei mir war es auch schon mal so und heute bedaure ich es sehr, dass ich mehr meinen damaligen Gefühlen „gehorcht“ habe. Veränderungen (die ich unbedingt wollte) habe ich nicht vollzogen, aus Liebe – damals war das nicht richtig und hat auch einer anderen Freundschaft sehr geschadet.
    Aber so ist es nun mal und wer weiß, was dann mit mir geschehen wäre. 🙂
    Ganz lieben Gruß
    Ede

    Antworten
    • Hallo lieber Ede,
      ja, daraus lernen wir wohl… Wie oft verbiegen sich Menschen, weil sie gefallen wollen oder die Angst, den geliebten Menschen zu verlieren derart groß ist, dass das eigene Bedürfnis zurück gestellt wird. Fatal, und manchmal trotzdem notwendig. Wir sind alle Menschen, Ede, sei milde mit Dir selbst! 😉
      Liebe Grüße nach Sachsen,
      Ulrike

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