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Psychopath, der nette Typ von nebenan: Was macht einen Psychopathen aus und wie können Sie sich schützen?

Vier bis fünf Prozent aller Menschen haben psychopathische Neigungen, aber nicht jeder Fiesling ist gleich ein Psychopath. Und umgekehrt, Psychopathen können durchaus intelligent, charmant und unerschrocken sein. Sie lieben das Abenteuer, sind aufmerksam, zielorientiert und handeln entschieden. Doch woran genau erkennt man einen Psychopathen?

Irrtümer über Psychopathen

Psychopathen werden landläufig als Kriminelle und schwer gestörte Menschen abgetan. Die wenigsten Psychopathen sind kriminell, viel öfter befinden sie sich unter „normalen“ Menschen, denn sie sind sehr anpassungsfähig. Der typische Psychopath hinterlässt mit seiner angenehmen und sympathischen Erscheinung beim ersten Mal einen positiven Eindruck. Diese Maske der Normalität ist das, was einen Psychopathen so gefährlich macht. Das erklärt, warum jeder Mensch mit Mitte 20 laut Statistik bereits 1 bis 2 Psychopathen begegnet ist.

Weil sich Psychopathen überall tummeln können, begegnen wir ihnen im Alltag, ebenso in angesehene Berufen oder in Führungspositionen. Psychopathen kann man unter anderem auch im Gerichtssaal entdecken, nicht als Angeklagter, sondern als Richter oder Anwalt; aber auch in der Wirtschaft, Politik oder Filmbranche.

Alles, was den Psychopathen interessiert, ist: Macht, Geld und Kontrolle über andere Menschen.

Vorsicht Falle: Der charmante Psychopath

Vorsicht ist geboten, denn Psychopathen können äußerst charmant sein. Auf den ersten Blick verfügen sie über eine große soziale Kompetenz und ein hohes Einfühlungsvermögen, sie sind aber chronische Lügner und geborene Schauspieler. Ohne eigene Gefühle gelingt es ihnen täuschend echt, Emotionen vorzuspielen und sich durch geschickte Manipulation das Vertrauen anderer Menschen zu erschleichen. Die soziale Kompetenz und Empathie ist lediglich nur gespielt.

Das macht den Umgang mit Psychopathen so gefährlich, denn sie sind gesellschaftlich integriert, haben feste Jobs, sind verheiratet und haben Kinder. Wenn Psychopathen kriminell werden, vernimmt man von Nachbarn und Freunden nur ein erstauntes Raunen, war der Psychopath doch bisher immer so nett, angenehm und unauffällig.

Psychopathen sind meist sehr intelligente Menschen, die ihre eigennützigen Ziele sehr sorgfältig und bedacht planen und in die Tat umsetzen. Es fehlt dem Psychopathen an Reue oder Unrechtsbewusstsein.

Ein Psychopath gleicht eher einem schleichenden Gift als einem Messer.

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Woran erkennen Sie einen Psychopathen?

Wer einem Psychopathen einmal ins Netz gegangen ist, weiß um den zerstörerischen Psychodruck, den der Psychopath auf sein Umfeld ausübt. Deshalb ist es wichtig, diesen rechtzeitig zu erkennen.

Ein wahrhaft wahnwitziges Bild über Psychopathen zeichnete Robert D. Hare (kanadischer Kriminalpsychologe und emeritierte Professor der University of British Columbia):

  • charmant wie George Clooney,
  • selbstherrlich wie Josef Stalin,
  • verlogen wie Pinocchio,
  • betrügerisch wie Bernard Madoff,
  • aufbrausend wie Adolf Hitler und
  • sexuell untreu wie Giacomo Casanova.

Zusätzlich vermeiden Psychopathen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sie sind unfähig, Reue gegenüber anderen Menschen zu empfinden oder mit jenen mitzufühlen. Es fehlt ihnen an Gewissen und Schuldbewusstsein.

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Psychopathie – eine ernstzunehmende Persönlichkeitsstörung

Nach neuesten Studien leben in Deutschland rund eine Millionen Psychopathen. Auch wenn nicht jeder Psychopath automatisch straffällig wird, können die Persönlichkeitszüge den Schritt in die Kriminalität zwangsläufig begünstigen.

Die forensische Psychologie und Psychiatrie bezeichnet Psychopathie als eine schwere Form der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung, die durchaus ernst zu nehmen ist. Folgende Typen werden unterschieden:

Instrumentell-dissoziales Verhalten

Geld, materieller Gewinn und Macht sind für diesen Subtyp von Bedeutung. Einsicht oder Veränderungsbereitschaft bleibt bei diesem Typ aus, vielmehr badet er im übersteigerten Selbstwert- und Machtgefühl. Er zeigt oberflächlichen Charme, Gefühle wie Angst oder Schuld sind ihm fremd, Finanzielles ist ihm wichtiger als Beziehungen, das Einfühlungsvermögen in andere Menschen fehlt ihm und Beziehungen sind instabil, meist wechselnd. Letzteres kann allerdings auch ein Symptom unserer heutigen Zeit darstellen.

Impulsiv-feindseliges Verhalten

Aufgrund der hohen Impulsivität, die dieser Typ besitzt, kommt es zu einer geringen Handlungskontrolle, welche den Betreffenden selbst nur selten bewusst ist. Die emotionale Beteiligung ist bei diesem Typ hoch, besonders finden sich bei ihm Wut, Ärger und Aggression. Er deutet Handlungen seines Umfelds, ähnlich wie bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung, als Provokation oder Bedrohung seiner Person. Die fehlende Impulskontrolle in Kombination mit der herabgesetzten Frustrationstoleranz lassen ihn schnell aggressiv reagieren. Die Handlungen sind meist ungeplant und spontan. Ziele verfolgt er wenig ausdauernd.

Ängstlich-aggressives Verhalten

Psychopathen aus dieser Gruppe werden am wahrscheinlichsten kriminell bzw. straffällig. Ihre Persönlichkeit ist meist deprimiert, ängstlich und schüchtern. Unter Druck und in Extremsituationen kommt es leicht zu Gewaltausbrüchen, die das Ausmaß der beiden anderen Subtypen übersteigen kann. Außerhalb der Ausbrüche können sie unauffällige Menschen sein, die sehr beherrscht und angepasst sind. Häufig finden sich bei diesem Typ traumatische Erlebnisse, zum Teil frühkindlich.

Zudem können auch Mischtypen auftreten.

Ursachen und Risikofaktoren für Psychopathie

Für die Entwicklung der dissozialen Persönlichkeitsstörung (Psychopathie) spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Genetische Faktoren: Untersuchungen ergaben, dass eineiige Zwillinge ein 50-60% höheres Risiko tragen, eine dissoziale Persönlichkeitsstörung zu entwickeln.
  • Biologische Faktoren: Suchterkrankungen der Eltern, eine Schädigung der Gehirnentwicklung des Kindes während der Schwangerschaft (durch Alkohol, Drogen, Einatmen giftiger Dämpfe u.a.) sowie Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt erhöhen das Risiko für Psychopathie maßgeblich.
  • Psychische Faktoren: ein widersprüchlicher, unbeständiger sowie vernachlässigender Erziehungsstil (Kind über Stunden alleine lassen, „Rosenkrieg“ der Eltern, Scheidung), ein instabiles Umfeld, Gewalterfahrung, Missbrauch und problematische Familienverhältnisse sind an der Störung ebenfalls beteiligt.
  • Neurobiologische Veränderungen: Spezielle Gehirnareale, beispielsweise die für Mitgefühl oder Impulskontrolle, sind bei Psychopathen von Geburt an unterentwickelt. Zudem werden bei Psychopathen ein erhöhter Serotonin- und Dopamin-Spiegel beobachtet. Das setzt die Impulskontrolle herab, wodurch Aggressionen ungehemmt ausgelebt werden. Auch konnte bei Psychopathen ein verminderter Cortisol-Spiegel beobachtet werden. Cortisol ist eines der wichtigsten Stresshormone und dämpft das Schmerzempfinden. Inwieweit der Testosteron-Spiegel bei Psychopathen gestört ist, darüber liegen nach heutigem Stand der Medizin noch keine eindeutigen Daten vor.

Mit der Kernspintomografie können Wissenschaftler menschliche Angst innerhalb weniger Sekunden sichtbar machen. Angst ist ein wichtiges Gefühl, denn es schützt vor möglicher Gefahr. Verbrennen wir uns beispielsweise an einem Kaminfeuer, reagiert das Gehirn sofort. Die Erfahrung der Angst wird „abgespeichert“, um beim nächsten Feuer einen Sicherheitsabstand einzunehmen. Diesen Vorgang der Lernerfahrung nennen Psychologen „Konditionierung“. Die Nervenzellen geben die Information „Achtung Gefahr!“ blitzschnell an die verschiedenen Hirnareale weiter, sodass wir rechtzeitig gewarnt sind und schnell auf beängstigende Ereignisse reagieren können.

Prof. Dr. Birbaumer und sein Team am Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie in Tübingen fanden heraus: Bei Psychopathen herrscht in angsterregenden Situationen absolute Funkstille.

„Psychopathen sind nicht in der Lage, Angst zu empfinden“, erklärt Prof. Dr. Niels Birbaumer von der Universität Tübingen.

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Psychopathie-Diagnosekriterien

ICD-10

In der ICD-10 (das wichtigste, weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin) wird Psychopathie als „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ bezeichnet. Sie beschreibt soziale Abweichungen, Egozentrik, Defizite in Gewissensbildung und mangelndes Einfühlungsvermögen. Mindestens drei Kriterien laut ICD-10 müssen erfüllt sein:

  1. Gefühlskälte und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Gefühlen anderer
  2. Missachtung sozialer Regeln, Normen und Verpflichtungen sowie grobe und andauernde Verantwortungslosigkeit
  3. Mangelnde Fähigkeit, eine langfristige Beziehung einzugehen bzw. rasch wechselnde Beziehungen, jedoch keine Schwierigkeiten, oberflächliche Beziehungen zu führen.
  4. Sehr geringe Frustrationstoleranz, niedrige Schwelle zu aggressivem Verhalten (auch gewalttätigem Verhalten).
  5. Fehlendes Schuldbewusstsein
  6. Ausgeprägte Neigung zu Schuldzuweisungen an andere oder einleuchtende Rationalisierung für das eigene Verhalten (eigene Schuld abstreiten und rausreden).

Als die zwei wichtigsten Psychopathie-Experten gelten der kanadische Kriminalpsychologe Robert D. Hare und der amerikanische Psychiater Hervey Milton Cleckley (1903-1984). Beide haben eine eigene Psychopathie-Checkliste erstellt.

Psychopathie-Checkliste nach Hare

Sie unterscheidet zwei Dimensionen der Psychopathie:

Dimension 1 – ausnutzend

  • oberflächlicher Charme, sprachgewandter Blender
  • grandioser Selbstwert, übersteigertes Selbstwertgefühl
  • pathologisches Lügen (Pseudologie)
  • Manipulation, Betrug, Täuschung
  • mangelndes Schuldbewusstsein, fehlende Reue
  • Gefühlskälte, fehlendes Einfühlungsvermögen in andere (fehlende Empathie)
  • oberflächliches und verflachtes Gefühlsleben
  • parasitärer Lebensstil (Ausnutzen von finanziellen Abhängigkeiten)

Dimension 2 – impulsiv

  • mangelnde Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen (Verantwortungslosigkeit), fehlendes Pflichtbewusstsein
  • Bedürfnis nach Stimulation (Erlebnis-Hunger), Gefühl von Langeweile
  • schlechte Verhaltenskontrolle, Neigung zu aggressivem Verhalten, schnelle Reizbarkeit, emotionaler Missbrauch und emotionale Gewalt
  • Impulsivität (geringe Impulskontrolle), niedrige Frustrationstoleranz
  • Fehlen von realistischen und langfristigen Zielen
  • frühzeitige Verhaltensauffälligkeiten (u.a. Lügen, Betrug, Diebstahl, Vandalismus, Brandstiftung, Alkoholmissbrauch, Mobbing, von zu Hause Weglaufen)
  • Abwertung und Erniedrigung anderer Menschen
  • Jugendkriminalität
  • Verstoß gegen Bewährungsauflagen (bedingte Haftentlassung)

Weitere Punkte

  • wahllos sexuelles Verhalten (Promiskuität), wechselnde Sexualpartner, Stolz über die sexuelle Eroberung oder Ausbeutung anderer, sexueller Missbrauch
  • viele kurzfristige Beziehungen; unabhängige und instabile Beziehungen
  • kriminelle Vielseitigkeit (polytrope Kriminalität)

Psychopathie-Checkliste nach Cleckley

  • beträchtlicher oberflächlicher Charme und durchschnittliche bis überdurchschnittliche Intelligenz
  • Abwesenheit von Wahn und anderen Anzeichen von irrationalem Denken
  • Fehlen von Angst, Besorgnis und weiteren neurotischen Symptomen, übersteigerte Selbstsicherheit und verbale Wendigkeit
  • Unzuverlässigkeit, Missachten von Regeln und Verpflichtungen, kein Verantwortungsgefühl
  • Unehrlichkeit, Unaufrichtigkeit
  • Ausbleiben von Reue, Scham- und Schuldgefühl
  • antisoziales Verhalten, planlos, unerklärliche Impulsivität
  • schlechtes Urteilsvermögen und unfähig, aus eigenen Fehlern und Erfahrungen zu lernen
  • pathologische Egozentrik, übertriebene Ich-Bezogenheit, Selbstgefälligkeit, Unvermögen, Gefühle von echter Verbundenheit und Liebe zu erfahren
  • allgemeine Armut an tiefen sowie nachhaltigen Gefühlen, Affektverflachung
  • Mangel an Selbstreflektion und echter Einsicht, fehlendes Annehmen von Kritik durch andere (Kritikunfähigkeit)
  • Undankbarkeit, fehlende Wertschätzung, fehlende Würdigung von zwischenmenschlichen Aufmerksamkeiten und Vertrauen
  • anstößiges Verhalten (mit und ohne Alkoholkonsum), Grobheit, rascher Stimmungswechsel, Launenhaftigkeit, Obszönität, Spielen von Streichen zur bloßen Unterhaltung
  • in der Vorgeschichte keinen echten Selbstmordversuch (Suizidversuch)
  • ein unpersönliches und dürftig integriertes Sexualverhalten
  • planlose Lebensführung, Versagen in der Erfüllung eigener Lebenszielen, kein geordnetes Leben (mit Ausnahme: Pläne der Selbst-Vereitelung und zu zerstörerischem wie auch manipulativem Zweck)

Lässt sich Psychopathie therapieren?

Psychopathie zu therapieren gilt deshalb als schwierig, weil Psychopathen meist nur fremdmotiviert (u.a. durch eine richterliche Auflage) eine Psychotherapie beginnen.
Die Psychotherapie ist meist verhaltenstherapeutisch und kognitiv-behavioral orientiert. Dabei sprechen Psychopathen unterschiedlich auf Psychotherapie an. Psychopharmakologische Methoden können ebenfalls eingesetzt werden. Im Allgemeinen gilt jedoch, dass Psychopathen schlechtere Prognosen haben als nichtpsychopathische Straftäter.

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Wie können Sie sich vor Psychopaten schützen?

Auf den ersten Blick ist ein Psychopath nicht zu erkennen

Ähnlich wie Sie auf den ersten Blick nur schwer erkennen, ob jemand Rechts- oder Linkshänder ist, werden Sie Probleme haben, einen Psychopathen sofort zu durchschauen. Das einzige, was den Psychopathen vom „normalen“ Menschen maßgeblich unterscheidet, ist seine Emotionslosigkeit, sein fehlendes Gewissen und mangelndes Mitgefühl – und das ist von außen niemals zu erkennen. So kann es jedem passieren, einem Psychopathen ins Netz zugehen.

Psychopathen sind Meister im Täuschen

Deshalb erkennen Sie meist erst, dass Sie es mit einem Psychopathen zu tun haben, wenn Sie sich bereits auf der emotionalen Achterbahn mit ihm befinden. Da hilft nur eines: anschnallen, bis Sie bei der erstbesten Gelegenheit das Weite suchen können! Und dann, nichts wie weg! Ihre Sicherheit geht vor!

Vergessen Sie die Idee, der Psychopath könne sich ändern

Abgesehen davon, dass er sich und sein Verhalten als fehlerlos empfindet, wird er Sie emotional fertig machen und das auch noch genießen, sobald er die Gelegenheit dazu hat. Traurig, aber wahr, im Umgang mit einem Psychopathen gilt: Schützen Sie sich selbst, indem Sie den Kontakt meiden!

Einem Psychopathen helfen oder ihn retten zu wollen ist ebenfalls unsinnig

Manche Psychopathen mimen die perfekte „Opferrolle“, auch das ist Teil ihres perfiden Spiels, womit sie Menschen mit Helfersyndrom perfekt anlocken. Die Wahrheit ist, auch wenn der Psychopath reumütig tut („Ich bin so ein Idiot!“), zeigt er selten tatsächliche Reue. Und wenn er doch einsichtig ist, liegt es an ihm, sich selbst professionelle Hilfe zu suchen. Auch Psychopathen haben die Wahl, eine Psychotherapie zu beginnen.

Psychopathen wollen Macht

Folter und Macht über das Opfer sind das eigentliche Ziel. Der Psychopath kostet es so lange aus, so lange man ihm die Gelegenheit dazu gibt.

„Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Menschen nicht für möglich gehalten wird.“

Jean-Paul Sartre

Wer zum Opfer eines Psychopathen wurde

Wer zum Ziel eines Psychopathen wurde und die Quälereien erdulden musste, kennt diesen schmerzvollen und teils langsamen Prozess, sich aus den Fängen des Psychopathen zu befreien. Zudem zermürben Selbstvorwürfe und Sätze wie „Ich hätte es wissen müssen“ das Selbstwertgefühl. An dieser Stelle ist es sinnvoll und sehr ratsam, selbst psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um schneller diese schmerzliche Erfahrung zu verarbeiten und sich davon wieder zu erholen.

Falls Sie selbst zur Zielscheibe eines Psychopathen wurden, Sie Antworten auf offene Fragen suchen oder Sie Ihren Selbstwert wiederfinden wollen, unterstütze ich Sie gerne therapeutisch. Melden Sie sich dazu einfach bei mir und vereinbaren Sie einen Termin zu einem Erstgespräch. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Herzlichst, Ihre Ulrike Fuchs
Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Wichtiger Hinweis:
Die Texte auf www.muenchen-heilpraktiker-psychotherapie.de wurden mit Sorgfalt erstellt und dienen informellen Zwecken. Die Inhalte sollen in keiner Weise verleiten, eine ärztliche Behandlung abzubrechen, eine Selbstdiagnose zu stellen, selbst eine Behandlung vorzunehmen oder einen Arztbesuch zu vermeiden. Ganz im Gegenteil: Die hier gegebenen Informationen ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung, Unterstützung und Behandlung.

Foto: Christian Kasper Fotograf München
Lektorat: Friederike Klingholz München
Grafik: Ulrike Fuchs München

Quelle:
– ICD-10
– Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie (K. Lieb, S. Frauenknecht, S. Brunnhuber)
– Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns (Robert D. Hare)
– The Mask of Sanity (Hervey Cleckley)

54 Gedanken zu „Psychopath, der nette Typ von nebenan: Was macht einen Psychopathen aus und wie können Sie sich schützen?“

  1. Wir haben einen Psychopaten als Nachbarn. Seit 35 Jahren. Seit Jahren werden wir beschimpft Jetzt wurde bereits das dritte mal unser Auto auf dem Grundstück zerkratzt. Wir haben ihn jetzt das zweite mal angezeigt und immer wird uns gesagt, wir sind in der Beweiskraft. Er provoziert uns mit dem Handy und versucht alles aufzunehmen. Unsere Kraft geht langsam zu Ende und sind am überlegen, ob wir unser Haus verkaufen. Aber kann das alles sein? Gibt es keinen anderen Ausweg? Der Anwalt sagte, wir sind zu seinem Lebensinhalt geworden.
    Hat jemand einen Rat für uns? Letzte Woche haben wir uns eine Wohnung angeschaut. Ist das der einzige Weg? Auszug aus dem Eigenheim?

    Antworten
    • Hallo Karin
      Ich bin zwar kein Psychiater, habe mich aber in den letzten Woche mit dieser Art von Persönlichkeitsstörungen auseinandergesezt, u.a. weil ich geschäftlich solche Wesen getroffen habe. Das Fazit von vielen Experten (u.a. Prof. Externbrink der FOM Hochschule zum Thema „Die dunkle Traide der Persönlichkeit“) ist leider: Diese Person kann man nicht ändern, weil sie tief krank sind. Lösung: Diese Personen meiden so gut es geht, im extrem Fall: Umgebung oder Unternehmen usw. wechseln. Sorry für die schlechte Nachricht. Vielleicht sieht jemand eine andere Lösung. Viel Kraft.

  2. Diese Woche war eine sehr anstrengende Woche: Ich, Unternehmensberater, habe zwei Führungspersonen getroffen, die ich als Psychopath einschätzen würde. Der erste war eine sehr subtile Person, konnte/wollte nicht wirklich zuhören, war nur auf sich konzentriert, sehr „charmant“ aber auch sehr distanziert… Die zweite Person hat sich nach einem offen, direkten Feedback von mir als gekränkt, enttäuscht, persönlich verletzt usw. gezeichnet. Bis zu diesem „Aufprall“ kannte ich diese zweite Person als sehr charmant, usw.
    War das Zufall oder reagiere ich zu sensibel, empfindlich?

    PS Danke für Ihre klare Erläuterungen!

    Antworten
    • Hallo Luca,
      im Business muss man sich immer auch erst einmal die Frage selbst beantworten: „Ist das mein Kunde?“ (Zielgruppe). Wenn man diese Frage mit „Ja“ beantworten kann, dann gilt es die Reihenfolge im Beziehungsaufbau einzuhalten, um einen „Aufprall“ zu vermeiden. Sie schreiben, dass Ihr Gegenüber distanziert war, das zeigt, dass er erst einmal einen langsameren Beziehungsaufbau wünscht und etwas skeptisch ist, vielleicht auch unsicher. Manchmal ist dann ein „direktes Feedback“ ein bisschen schnell, womöglich kam dieses Feedback dann auch noch ungefragt. Wenn wir das Tempo und die Reihenfolge im Beziehungsaufbau nicht einhalten, kommt es schnell zu Kränkungen und zu Zurückweisung, ohne dass es irgendjemand beabsichtigt hatte.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  3. Vielen herzlichen Dank für die Erleuchtung! Der Psychopath ist mir vor 3 Jahren begegnet, hat sich charmant und sehr gut gekleidet vorgestellt (wir suchten damals einen Gärtner! Gute Kleidung war da gar nicht angesagt!) und wurde von meinem Mann mit Männerhandschlag eingestellt. Allerdings: Wir wurden diesen „Gärtner“ nicht mehr los. Anstatt seine Arbeit von 9:00 – 17:00 zu tun, hing er bei uns (auch nach Arbeitsende) rum, beobachtete uns und brachte kleine Geschenke. Er wusste um unsere Vorlieben und hat meinen Mann damit komplett für sich eingenommen. Ich hatte ein übles Bauchgefühl bei diesem Menschen und es sollte sich auch bewahrheiten: Er hat einen Keil zwischen mich und meinen Mann getrieben, unterschwellig meinem Mann ständig suggeriert, dass ich als Ehefrau nichts tauge und er der bessere Kumpel für ihn sei. Das hat Wirkung gezeigt und mein Mann, ein wohlhabender Kaufmann, hat die Scheidungsklage gegen mich eingereicht. Ich konnte mich und meinen Mann nicht schützen.

    Antworten
    • entsetzlich, das tut mir leid. Ich glaube Dir, das das passieren konnte. Mein Nachbar versucht sich ständig in meinem Leben zu jeder Sekunde präsent zu halten und mein Leben zu zerstören, mich zu unterwerfen um jeden Preis (keine sexuelle oder sonstige Beziehung). Er mischt sich permanent in mein Leben ein, versucht mir Angst einzujagen, mich einzuschüchtern.
      Ich rede seit 8 Jahren kein Wort mit ihm, schaue ihn auch nicht an – während er mich anbrüllt – tue ich so, als wäre die Situation gar nicht vorhanden. Nach außen merkt er nicht, wie es mir geht. Aber mein Blutdruck ist auf 300 und Magenkrämpfe, Speiseröhrenspastiken usw.

  4. hallo,

    mir ist vor ca 3 Jahren aufgefallen dass ich irgendwie versuche aus jedem das meiste für mich raus zu schlagen. ich nutze andere IMMER zu meinem Vorteil aus. ich mache das natürlich bewusst und weiß das auch, ich nehme es in solchen Momenten einfach nich wirklich wahr. und nah solang die es nicht raus kriegen ist a auch alles gut.
    unter anderem ist mir noch aufgefallen, das ich meine Geschwister einfach nicht liebe….klar irgendwie mag ich sie und als sie klein waren, waren sie auch echt Süß aber „lieben“ so wie andere das tun irgendwie nicht. so ist es auch bei meiner Mutter. sie ist mir wichtig aber ich verletzte immer ihre Gefühle, nutze ihr vertrauen in mich aus. oberflächlich liebe ich sie auch. weil ich weiss da man seine Mutter zu lieben hat. ich versuche das echt zu lassen, aber ich kann es nicht. es fühlt sich einfach nicht falsch an. so das waren die punkte die mir an mir aufgefallen sind. ich haben dann speziell gesucht und mich viel belesen und langsam bekomme ich das Gefühl das ich so eine Person bin, ein Psychopath.
    sollte ich den Gedanken einfach abschütteln oder doch nochmal nach forschen.
    wäre eh zeit Verschwendung aber mich würde das mal interessieren…

    Antworten
  5. Ich war ca. 1 Jahr mit einem zusammen. Anfangs begann es mit kleinen Lügen und wenn er dabei erwischt wurde folgten 10 weitere Lügen, schuld waren immer alle nur nicht er. Mitgefühl Fehlanzeige eher freude daran sein gegenüber zu erniedrigen und bloßzustellen, lief mal etwas nicht so wie er es sich wünschte konnte er durchaus gewalttätig werden oder mich irgendwo alleine stehen lassen. Den Versuch wegzukommen habe ich ca. 3x unternommen in der Zeit hatte ich von Erpressung bis stalking glaube ich alles, ich würde es als die schlimmste Zeit meiner 25 Jahre bezeichnen, davor hätte ich nie gedacht Das es solche Menschen überhaupt gibt. Anfangs habe ich versucht gegen Ihn zu kämpfen aber musste mir i.wann eingestehen das ich Gefühle besitze und damit von vornherein schon verloren habe oder eventuell gewonnen denn diese Menschen verpassen so etwas schönes und sind fast schon bemitleidenswert. :p

    Antworten
  6. Ihr Beitrag trifft genau auf meine Lebenspartnerin zu. Zwar hat sie schon mehrere Therpien gemacht, geholfen hat aber nichts. Zu den im Artikel berschriebenen Symptomen kommt noch Alkohlismus und Tablettenmißbrauch. Wenn sie einen Schub bekommt erlebe ich 24 Stunden Horror.

    Ich habe versucht Kontakt mit der Therapeutin zu bekommen aber als Lebenspartner ist das nicht möglich.

    Der Horror sieht dann wie folgt aus
    – wüste Beschimpfungen weit unter der Gürtellinie
    – Türen werden abgeschlossen (Schlüssel werden mit zur ihrer Mutter genommen)
    – Telefone werden verschleppt (zu Ihrer Mutter)
    – Akten und Haushaltsgeld werden mitgenommen
    – Autos wurden zerkratzt, mit großem Schaden
    – meine Kundinnen werden gestalkt, so dass ich schon mehrere als Kunde verloren habe
    – usw., usw.

    Um arbeitsfähig zu bleiben habe ich jetzt mein Büro abgeschlossen.
    Des Weiteren habe ich mich getrennt. Allerdings ist der Horror, trotz Trennung, noch nicht ganz vorbei, sondern erst wenn ich eine neue Wohnung gefunden habe und ausgezogen bin (hoffe ich zumindest).

    Vielen Dank nochmal für Ihren Artikel, der hat mir sehr geholfen.

    Ich habe jeden Tag Angst, dass wieder etwas passiert.

    Antworten
  7. Hallo,
    und was ist der Gipfel? Wenn man als Mieter gegen Vermieter kämpfen muss, die genau diese Symptome von Psychopathen zeigen. Habe 3 Räumungsklagen hinter mir und die 4. folgt demnächst. In den Anklageschriften wird gelogen ohne Ende! Meine Wohnung bewohne ich nun schon seit 50 Jahren. Bin bald 78 und krank. 24 Jahre nach meinem Einzug wurde meine Wohnung von dieser Person gekauft. Irgendwie finden die auch immer Anwälte, die genauso denken wie sie.
    Zum Glück waren die Richterinnen bisher klever genug, das alles zu durchschauen, aber dass geht nicht immer gut. Was soll man also tun?? Man darf es nicht offen aussprechen. Ich habe genug über Psychopathen gelesen, um zu wissen, dass ich richtig liege! Habe die Abhandlung von Martha Stout gelesen und es passt alles haargenau. Allein ihre Dissertation ist ein Blick in den Strudel des Irrsinns! Also was tun?? Umziehen geht nicht und würde auch nichts nutzen, denn sie würde weitermachen. Was bleibt also: Ein Zeichen setzen. Diese Eigenbedarfsregelung ist ein Schandgesetz, dass solchen Unmenschen Tür und Tor für ihre dreckigen Machenschaften öffnet.
    Dabei gibt es auch gute „Psychos“ – Künstler z.B. viele gute Unternehmer und Wissenschaftler.
    Naja – CSU-Politiker und AFDler natürlich nicht!!
    Also immer die Augen auf, bevor JA sagen!

    Antworten
  8. Bin seit einem halben Jahr mit einem Ex-Häftling, Hauptschulabgänger, Hartz-VI-Empfänger zusammen, wenn man so will … wollte nicht spießig sein und „nur“ den Menschen im Jetzt und hier … zumal er auch eine Anziehungskraft ausübt – alles Quatsch … manchmal braucht es Vorurteile, meine Erkenntni! Manchmal heißt Gutmensch sein auch Blödmann-/frau sein …. Jetzt nachdem ich für ein paar Tage weggefahren bin und damit mir etwas Distanz verschafft habe, und es nach meiner Rückkehr die emotionale Achterbahn sofort dort wieder anfing wo es aufhörte, habe ich mit meinem ganzen Mut sofort von ihm die Rückgabe meiner Sachen und das Entfernen seiner Sachen (die er wie eine Krake bei mir verteilt hat, meine Garage ist jetzt sein Lagerplatz!) verlangt, mit Ultimatum … dies soll alle ermutigen die zögern oder sich immer wieder einlullen lassen, er wird sich nicht ändern … bitte sei dir ganz viel wert und geh … am besten auf leisen Sohlen, damit er keine Chance hat dich anzugreifen … eine Diskussion führt zu nichts außer zu weiterer Selbstzerstörung … würde mich freuen wenn ich jemand damit helfen konnte.

    Antworten
  9. Ich habe mit einem Psychopathen zusammengewohnt. Zuerst blendete er mich mit seinem Charme. Kurz darauf zeigte er sein wahres Gesicht. Rastete völlig aus, war total auf Drogen, verkaufte Drogen zuhause, lud Prostituierte ein, beleidigte mich, verängstigte mich. War unberechenbar, manipulativ. Jede Diskussion endete seinerseits in einem Wutanfall. Er war ständig wütend, negativ und beschuldigend. Er empfindet keine Reue, ist hochkriminell, hat keine Ziele, hat keine Ausbildung, ist überall rausgeschmissen worden, ist ständig auf 180, bekifft und bezahlt seine Rechnungen nicht. Er raucht ständig, schläft neben einem Aschenbecher. Seine mangelnde Empathie ist ein Zeichen. Ich habe so sehr gelitten wegen ihm. Sein Ziel, mich zu zerstören hat er erfüllt. So ein negativer Mensch. Gewalt wird verherrlicht. Asozialität gelebt. Gesellschaftliche Normen und Gesetze ignoriert. Tickende Zeitbombe. Lebt in der Gesellschaft, arbeitet aber ist ein totaler Psychopath. Von Impulsen und Süchten getrieben. Agression als Machtgewinnung. Toxische Verhaltensweisen.

    Antworten
  10. Hallo ich will gerne wissen ob ich so eine Störung habe denn mir wurde von Familie in der Schule und Menschen die mich näher kennenlernten gesagt ich sei angeblich „manipulierend“ , krank und total egoistisch vorallem „krank“ werde ich beschrieben Als Psychopath wurde ich von meiner Ex beleidigt, als sie zum psychodoc ging hat sie auch wie hier lustiger weise geschrieben steht das weite gesucht. Außerdem liebe ich es einfach wenn nach meiner Nase getanzt wird und ich Kontrolle und Einfluss auf die Taten anderer haben kann aber gut, jetzt wo ich damit diverse male konfrontiert wurde find ich an mich zu fragen ob die damit vielleicht recht haben könnten.

    Antworten
  11. Irgendwie trifft das alles zu (auf meinen Partner), ich kann es nicht fassen.
    Und ich das krasse Gegenteil 🙁

    Und immer diese Versprechen!
    Und immer wieder von vorn
    …bis zum nächsten mal!

    Antworten
  12. Hallo,
    Ich habe meinen Exmann im Alter von 20 Jahren kennengelernt. Nach sechs Monaten stellte er mir einen Heiratsantrag. Ich stimmte zu. Gleich nach der Hochzeit zeigte er sein wahres ich. Ich benenne Verhaltensweisen , die mich schockierten : beklaute mich ( Portmonees, Ringe etc.) er habe angeblich Jobs er bekomme sein Gehalt nicht, dementsprechend brachte er kein Geld nach Hause, wir lebten von mein Baföggeld, diese stahl er, er war spielsüchtig, er belog Menschen übelst betrog sie, er spielte mit ihnen Spielchen . Ein bespiel angeblich habe ein Freund sich falsch verhalten. Mein Exmann spielte am Telefon den Opfer in kurzen Pausen während sein Freund um Vergebung bat grinste er. Er stellte sich als Opfer dar. Er wollte mich kontrollieren ich solle nicht studieren dafür spielte er jede Karte aus. Ich studierte trotzdem er sprach Tage lang nicht mit mir. Er war eiskalt. Ich bin noch nie so einen kalten Menschen begegnet. Er lieh sich von verschieden Menschen Geld aus und erzählten Ihnen von mitgeschickten. Er hat in den Tag gelebt hatte keine zukunftpläne. Er hatte viele Schulden das war ihm gleichgültig. Als ich mein Kind bekam und bewusster sein Verhalten wahr nahm habe ich zum Schutz meines Kindes von ihm getrennt. Er hat mich von anderen isoliert um macht über mich zu h

    Antworten
    • Hallo Kati,
      leider ist es schwierig, jeden Menschen, zu jeder Zeit, im Voraus immer richtig einzuschätzen. Manchmal können Sie erst rückblickend Ihre Schlüsse daraus ziehen.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  13. Ich war 5 Jahre in einer Beziehung mit einem Psychopathen. Ich habe es , aber jetzt erst verstanden , nach einem Jahr als ,seine neue mich kontaktierte. Ich und sie ergaben plötzlich ein Muster , weil wir und die Freundinen davor ähnliche Charakterzüge hatten und Familiäre Hintergründe. Ich bin immer noch komplett fassungslos. Er war einfach magisch und ich , hatte bis jetzt immer gedacht , dass seine Ausraster i.wie an meiner Art lagen , weil er mir das immer erzählt hat ,ihm wäre sowas vor her nie passiert und so. Aber jetzt verstehe ich ,dass ich der Ausgangspunkt war . Er hat getestet und gelernt. Weil da wo er die neue hat , hat er bei mir Jahre gebraucht. Nur das mein Psychopath absolut perfektionistisch war und ist . Es ist unmöglich eine Lüge nachzuweisen oder gar zu ertappen. Ich habe nie daran gedacht , das er mich betrügen könnte , aber oft Ungereimheiten verspürt. War aber noch sehr jung , so das ich einfach nicht ein ausgeprägten Sinn für sowas hatte. Begreifen tue ich jetzt erst langsam , was mir da widerfahren ist .Es ist unglaublich gruselig, ich habe die schönste Zeit meines Lebens an ihn verschwendet. Und war trotzdem der Meinung , dass ich i.wie geholfen habe , dabei habe ihm nur geholfen sein widerliches Spiel zu treiben. Ich bin pysisch und psychisch verletzt

    Antworten
    • Ich habe genau das selbe erlebt. Habe immer gespürt, dass noch andere Frauen in dem perfiden Spiel sind. Nächtliche Handy Anrufe usw..Konnte es aber lange nicht nachweisen..ständig neue Lügen serviert..Immer diese unterschwellige Schuldzuweisungen..Ihm ginge es nicht gut, um mich wieder auf Distanz zu halten..Hab ihn vor Monaten aufs übelste entzaubert…seither nie mehr was von ihm gehört. Erst im Nachhinein wird mir bewußt, was ich mitgemacht habe..Bin auch psychisch und physisch verletzt..

  14. ..dann spürte ich öfters, aber wußte nicht wohin ich das stecken sollte, dass er ein mangeldes Gefühlsleben hatte, dass er immer andere abwertete und sich lauthals über seine großen Fähigkeiten äußerte bis es schon unangenehm wurde. Als ich dann plötzlich sehr krank wurde und seine Hilfe gebraucht hätte, ließ er mich mitten eines Anfalls welches durch ein starkes Medikament ausgelöst wurde einfach im Stich. Später kam raus, dass er mich seit Monaten mit einer anderen Frau betrog, dass er viele seiner Jobs niemals angetreten hatte, dass er sich überall Geld geliehen hatte, dass er alles gelogen hatte, mich finanziell durch einen Kredit total über den Tisch gezogen hatte und überhaupt keine Schuldgefühl oder Reue hatte, ganz im Gegenteil. Er legte eine Gefühlskälte an den Tag wie ich es noch nie erlebt hatte. Er lieh sich von dieser neuen Frau gleich viel Geld und sagte ihr er bräuchte es für uns weil ich so krank sei und nicht arbeiten könnte….was nicht stimmte! Sie lieh ihm sehr viel Geld und heute ist er mit ihr liiert…dann ließ er sich von ihr seine neue Wohnung mitfinanzieren und auch seine Urlaube…ich wünsche niemanden solch eine Erfahrung machen zu müssen! Es hat mich fast zerstört. viele Grüße B.

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  15. Hallo,
    ich war bis letztes Jahr mit einem Psychopathen verheiratet. Es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens, von dem ich mich bis heute noch nicht ganz erholt habe, trotz Therapie und der Hilfestellung der Familie und meiner Freunde.
    Wir lernten uns 2011 kennen, ich war damals alleinerziehend mit zwei Töchter, die Älteste zog gerade aus und die jüngere war Mitten in der Pubertät. Kaum lernte er mich kenne, schon war ich seine „Heilige“ die Beste, die wunderbarste Frau auf der Welt, seine Rettung…usw…es gefiel mir nicht und ich sagte ihm auch, dass ich nicht so gerne so gesehen werde, weil Heilige ja bekannterweise keine Gefühle haben, ich sei jedoch ein Mensch und hätte durchaus Gefühle und auch sicherlich meine Fehler. Aber er hörte nicht auf und tat immer und überall so , als wäre ich das größte Glück für ihn…er war sehr charmant, sehr galant, extrem wortgewandt, überhäufte meine Freunde mit ebenfalls großen Worten, und wirkte zunächst auf alle sehr sympatisch. Meine Eltern liebten ihn und meine älteste Tochter auch, bis auf meine Jüngste, hatte niemand ein komisches Gefühl. Dann nach und nach stellte ich fest, dass er sein Leben gar nicht auf die Reihe bekommt, in nur 4 Jahre hat er 12mal seine Jobs gewechselt, die Schuld immer auf die Anderen geschoben.

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    • Hallo liebe Brigitta,
      da haben Sie einige Erfahrungen gemacht, die wie Sie schreiben, Ihnen Kraft gekostet und Sie fast zerstört hat. Zeitgleich kommt mit Ihren Zeilen eine unheimliche Stärke zum Vorschein, die Ihnen sicher helfen kann, das Erlebte irgendwann zu verarbeiten. Vor manchen Erfahrungen kann man sich leider nicht schützen, wie man damit umgeht wiederum, ist unterschiedlich und manche Menschen entwickeln ihre Stärke ausgerechnet in der Krise.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  16. Hallo,ich glaube mein Nachbar ist Psychpath narzisstischer Ausprägung.
    alles hat damit angefangen das wir in einer Kleinstadt gezogen sind wo dieser Mensch bereits lebt.Er ist in diesem Ort in verschiedenen Funktionen engagiert und man merkt das er das voll auslebt. Eine kleine Welt wo er die Kontrolle drüber hat. Als wir dabei waren einzuziehen kam er auch gleich mit einem Vorwand/ Initiative an ohne sich eigentlich vorzustellen. Wir haben das nicht weiter beachtet weil wir anderes zutun hatten. Bis wir wirklich voll vorort waren mußte einiges durch Handwerker umgebaut werden. Sodaß wir nicht immer vorort waren. Nach und nach kam es zu mysteriösen Vorfällen auf unserem Grundstück. Wir haben lange gerätselt wer sowas machen kann, beweisen konnten wir aber nichts. Also weiter, Dieser Mensch hat dann aber sich seine Freiheiten genommen indem er klar übergriffig wurde und wir das erste mal angestoßen sind. zB wollte er irgendwas und ist einfach über die Grundstücksgrenze und stand plötzlich hinter einen usw.Unternommen haben wir leider nichts, man will ja kein Ärger. das war sicher ein Fehler. Nun wissen wir aber woran wir sind und wissen aus anderen Quzellen das dieser Typ jede Gelegenheit nutzt um ein schlecht zumachen oder Gerüchte in die Welt die nix mit uns zutun haben. Wastun?

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    • Hallo Michael,
      sicher ist es schön, willkommen zu sein, wenn man umzieht. Dazu gehört auch, dass die eigene Privatsphäre gewahrt bleibt. Ob nur eine klinische Diagnose sein muss oder nicht, sei dahin gestellt. Gehen wir aber ersteinmal vom besten Falle aus, der da wäre: Ihr Nachbar ist sehr interessiert an seinen neuen Nachbarn und möchte alles ganz genau wissen.
      Hier empfiehlt es sich, dies offen anzusprechen und vielleicht ein Angebot zu machen, wie: „Wir verstehen, dass Sie wissen möchten, wer hier wohnt. Was halten Sie denn davon, dass wir uns bei Kaffee und Kuchen kennenlernen. (…)“ (In der Klammer können Sie Zeit und Ort vorschlagen).
      Wenn dieser Nachbar plötzlich auf Ihrem Grundstück steht und Sie dies nicht wünschen, können Sie das ebenso offen ansprechen. Manche Menschen haben kein Gespür dafür, was zu viel und zu nah ist. Es hilft ihnen dann, wenn man sie orientiert, dass hier eine Grenze erreicht ist.
      So, nun hoffe ich, dass hat Ihnen erstmal etwas weiter geholfen?
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  17. Ich befinde mich in einer sehr schwierigen Situation da ich das Gefühl habe mit einem Psychopathen in einer Beziehung zu sein. Wir sind seit etwas mehr als einem Jahr zusammen und ich bin noch relativ jung. Er hat eine sehr kontrollierende Art und ließt z.B. auch meine Nachrichten weil wir ja „nichts voreinander verheimlichen“ seine Nachrichten kann ich jedoch nicht lesen da er sie sofort löscht. Außerdem sind in gewisser Weise durch ihn ein großer Teil meiner Freundschaften zerbrochen da meine Freunde mir von ihm abgeraten haben und auch meine Eltern zweifeln so sehr an ihm dass sie ihm nicht mehr erlauben in ihr Haus zu kommen da sehr viele Vertrauensbrüche stattgefunden haben. Wenn wir streiten bin immer ich diejenige die die Schuld trägt und er kann nicht nachgeben. Er kann Menschen unheimlich unter stark unter Druck setzen und sehr gut lügen (z.B. auf einen Schaffner der ihn beim Schwarzfahren erwischt so lange einreden bis er es durchgehen lässt) außerdem hält er Regeln (wie z.B. ein Ticket zu kaufen) für nicht gerechtfertigt. Ich fühle mich mit ihm oft schwach und hilflos und gleichzeitig schuldig da er sehr viel für mich tut und auch getan hat und mich das auch gerne wissen lässt.

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    • Hallo liebe Lisa,
      vielen Dank für die offenen Worte und das Vertrauen.
      Was gut und richtig ist, müssen wir Menschen alle selbst in Erfahrung bringen – jeder für sich, auch wenn Freunde es gut meinen. Ich wünsche Ihnen aber alles Gute, und dass Sie für sich einen Weg finden, der Ihnen gut tut und für Sie richtig ist.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  18. Ich habe mich vor einem Jahr in einen Psychologen verliebt. Bereits nach dem 2. Date erklärte er mir seine Liebe. Er erklärte mir, dass er dominant sein, ich ihm nie widersprechen darf und ich bekam ein Regelwerk in die Hand, nachdem ich mich richten musste. Er telefonierte anfangs jeden Abend 4 h mit mir um mich emotional an ihn zu binden. Gleichzeitig musste ich jede Whats innerhalb von 30 Minuten beantworten und wurde bestraft, wenn das Handy weg oder aus war. Sein Charme, seine Romantik und seine Komplimente haben mich gefesselt. Gleichzeitig war iich in einem Netz aus dauernder Überwachung, „was denkst, was tust, wo gehst du hin, mit wem redest du, was sagst du da……“ gefangen. Ich musste so denken wie er, sonst wurde er aggressiv. Alle zwei Wochen oder öfters gab es einen cholerischen Ausbruch von ihm. Seine Fehler hat er ständig auf mich abgewälzt. Er meinte, ich bin depressiv, ich kann nicht mit Männern umgehen. Ich hätte nicht das Recht zu entscheiden, was gerechte Dominanz ist. Eine unterwürfige Frau macht alles was der Mann will. Er hat alle meine Freunde kritisiert, sogar meine Psychotherapeutin war eine Feministin. Meine Tochter ist ausgezogen, er hasst sie. Habe mich durch einen Trick von ihm gelöst,lasse mich nicht mehr einfangen. Er hat keine Einsicht.

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    • Hallo liebe Claudia,
      es tut mir sehr leid, dass Sie diese Erfahrung machen mussten und wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg, und auch, dass der Kontakt zu Ihrer Tochter wieder besser wird.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  19. Hallo,

    Ich mache es kurz.
    Ich war damals ein sehr starkes Mädchen, sehr selbstbewusst, wusste was ich wollte und was nicht.
    Bis er in meinem Leben kam (Psychopath).

    Natürlich alles perfekt gewesen. Er machte sein Studium zum
    Ingenieur. Sehr Charmant, Wortgewandt, Nett, Einfühlsam.
    Alles lief einfach so perfekt. Er wollte schnell eine Bindung, dass in gleichen Jahr die Hochzeit folgte!

    Paar Monate nach der Hochzeit = perfekt!
    Dann fing der Albtraum an. Ich machte den Fehler über meinen Ex vor ihm zu sprechen ! Darauf war er so so sauer, dass er mich schlug. Mir beinahe meine Zunge abschneiden wollte. Und anschließend von mir verlangte, dass ich mir eine Glatze rasiere. DER MANN DER MiCH ÜBER ALLES LIEBTE!!! Ich stand unter Schock. War weit weg gezogen von Familie. Niemand war da, der mir helfen konnte. Ich rasierte mir meine schönen Haare ab. Danach war er wieder der liebste Mann überhaupt. Ich konnte es nicht verstehen. Ich konnte NICHTS mehr verstehen. Aber er hatte mir zu oft beigebracht, dass ich schuld wäre, was passierte. Ich verdrängte es. Es wurde irgendwann schlimmer. Für jedes Widerwort bestrafte er mich. Stundenlang auf einem Hocker. Schimpfwörter. Schlagen war schon normal.
    Heute bin ich weit weg. Geschieden. Auf KEINE Versöhnungsversuch eingegangen. Zum Glück!

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    • Hallo,
      und manchmal ist die eigentliche Stärke, sich zur Wehr zu setzen und „Stopp“ zu sagen. Ein „Nein“ und sich damit selbst zu schützen, erfordert oft mehr Mut, als die Dinge über sich ergehen zulassen. Weiterhin viel Kraft!
      Liebe Grüße, Ulrike Fuchs

    • Hallo Frau Fuchs,

      vielen Dank.
      Ich hab mich von ihm losgerissen. Mit Erfolg. Und ich bin sooo glücklich.
      Er hat mich absichtlich so weit weg gebracht. In einer Situation, wo ein „Nein“ mit wohl mehr gekostet hätte, als die Haare. Die sind nun wieder superlang wie früher 🙂
      Aber nach Jahren hatte ich den Mit zu sagen, entweder du verhälst dich normal oder wir gehen getrennte Wege.

      Ich schätze mein Leben sehr. Und liebe es wieder. Zum Glück hatte ich die richtigen Menschen um mich herum (Mama usw.).
      Vielen Dank auch für Ihre ausführliche Erklärung zum Thema PSYCHOPATHEN.

      Ich finde, dieses Thema sollte man den Menschen näher bringen. Ich wusste ja nicht mal, dass es sowtwas überhaupt giiibt. Es war nur eine art Beleidigung dachte ich. Bis ich vor 4 Monaten darauf gestoßen bin.

  20. Seit vielen Jahren habe ich sehr große Probleme mit meiner heute 23-jährigen Tochter. Tägliche Provokationen und daraus resultierenden Machtkämpfe machen mir das Leben zur Hölle.
    Zuvor war das Opfer ihr zwei Jahre jüngerer Bruder. Letztendlich hat sie diesen Machtkampf verloren, weil Sie befürchten musste, gemeinsame Freunde zu verlieren, die wichtiger sind als alles andere, auch ihre Familie.
    Aufforderungen, im unserer Hausgemeinschaft mitzuwirken kommentiert sie nur damit, dass sie nicht einsehe etwas zu tun, weil wir selber Schuld daran sind und wir sie falsch erzogen hätten.
    Sie kann mit dieser Argumentation aus dem vollen schöpfen, denn sie ist ausgebildete Kinderpflegerin und studiert gerade Erziehung und Bildung in der Kindheit. Wie perfide.
    Ich selbst leide an Herzrythmusstörungen und nach diesen Auseinandersetzungen sind meine Beschwerden extrem beängstigend für mich. Was sie mit, das ist mir egal kommentiert. Bei Auseinandersetzungen bei denen sie meine Agumentation nicht widerlegen kann, geht sie in beleidigender entwürdigender Art verbal auf mich los und scheut auch nicht davor zurück, halt die Fresse oder halts Maul zu sagen. Meiner Frau gegenüber verhält sie sich ähnlich.Ich glaube, meine Tochter hat psychopathische Anlagen.

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    • Hallo Alexander N.,
      es ist natürlich immer schwierig etwas über Dritte zu sagen, deshalb beziehe ich mich auf Ihre Zeilen und ich bedanke mich an dieser Stelle für Ihre Offenheit und Ihr Vertrauen. Es liest sich beinahe so, als ob Ihre Tochter etwas provozieren möchte, als ob sie „gehört“ und verstanden werden wolle. Vielleicht ist das nicht die feine Art, wie das Ihre Tochter zum Ausdruck bringt, aber ist es nicht näher liegend als liebender Vater, Gehör zu schenken als psychopathische Anlagen zu vermuten?
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

    • Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ähnlich wie Alexander vermute ich auch beim meiner Tochter psychopathische Züge. Sie ist nun 19 und Psychologen haben vor einigen Jahren bereits eine narzisstische Störung vermutet. Sie ist überdurchschnittlich intelligent und kann auch sehr einnehmend sein. Gleichzeitig wird sie selbst bei nichtigen Angelegenheiten extrem aggressiv und bösartig. Sie hat vor ein paar Jahren auch schon gedroht „uns nachts alle abzustechen“. Auf der anderen Seite hat sie uns praktisch die gesamte Teenagerzeit mit Selbstmorddrohungen im Schach gehalten. Das hörte erst auf, als wir es konsequent ignoriert haben. Sie selbst hat nie auch nur die geringste Einsicht gezeigt. Auch nicht bei schlimmen Lügen, wie die Behauptung gegenüber Lehrern, sie würde geschlagen, müßte hungern o. Ä. Sie hat sich dann zum Beispiel damit herausgeredet, sie habe bei einem Streit in der Vergangenheit das Gefühl gehabt, wir wären in der Lage sie zu schlagen.
      Ihre ältere Schwester ist bereits mit 18 zu den Großeltern gezogen, weil sie es nicht mehr ertragen hat. Ich lese überall den Rat, dass man sich von Menschen, die mutmaßlich psychopathisch sind feenhaften soll. Aber was macht man denn bitte als Eltern?
      Viele Grüße!

    • Hallo Trigundula,
      vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist schade und traurig, wenn Eltern das über ihre Kinder sagen bzw. schreiben müssen. Sicher ist das total erschütternd, dafür überhaupt die Worte in den Mund zu nehmen und auszusprechen. Bei Morddroungen gilt, dass Sie sich selbst schützen müssen, sosehr man Sie auch Ihre Tochter lieben.
      Herzliche Grüße zurück, Ulrike Fuchs

  21. ich habe vor kurzem bei einer Fersehsendung das Thema Psychopathie verfolgt und fühlte mich ungleich angesprochen…
    ich arbeite in einem Kinderheim und hatte bei dem Thema und den Ausführungen dazu, sofort einen Jungen im Alter von 14 Jahren vor Augen
    er ist sehr manipulativ, übernimmt „hilfsbereit“ die Aufgaben des Erziehers, reagiert entweder hämisch lachend oder beleidigt/beleidigend, wenn ihm die Aufgabenerfüllung verwehrt wird, er mobbt andere, schwächere Mitglieder der WG, wird verbal ausfallend, macht (meist Mädchen) hemmungslos an, prahlt damit Alkohol und Drogen zu nehmen
    neue Kollegen werden hemmungslos „freundlich“ getestet, z.T. unverschämt
    Seiner Mutter gegenüber tritt er machtvoll, bestimmend auf, schickt sie weg, fordert Gegenstände oder Hilfe gegen die Erzieher
    es kommt vor, dass er seine Mutter mit wüsten Beschimpfungen aus dem Haus schickt und kurz danach bei ihr anruft und fordert, dass sie mal ein klärendes Gespräch mit den Erziehern führt.
    Trifft das auf Psychopathen zu und ist das in diesem Alter überhaupt schon feststellbar?
    LG Ines

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    • Hallo Gast,

      es ist schwierig, aus der „Entfernung“, ohne jemanden je gesehen zu haben und nur durch Beschreibung Dritter, etwas zu sagen. Denn dieses Verhalten, was Sie mir beschreiben, kann auf vieles hindeuten und genauso auch pubertäres Verhalten sein. Die Diagnose für eine antisoziale Persönlichkeitsstörung darf ein Psychiater stellen, dazu bedarf es aber mehr als nur eine Aneinanderreihung verschiedener Symptome. Unter anderem wird die Diagnose der antisozialen Persönlichkeitsstörung ausdrücklich erst ab dem 18. Lebensjahr gestattet.

      Jetzt hoffe ich, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen alles Gute.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  22. Hallo,
    also genau genommen habe ich sicher seit meiner Kindheit Erfahrungen mit fast allen Persönlichkeitsstörungen bei den Mitmenschen. Neigungen, Grundausstattungen gibt es ja bei allen – also einschließlich mir selbst. Aber meine schlimmste Erfahrung war schon mit Menschen in denen wirklich nichts an Mitgefühl, Gewissen, Gefühle generell und Liebe im speziellen vorhanden war. Das ist etwas womit ich am meisten kämpfe es anzunehmen und zu akzeptieren. Ich muss das irgendwie in eine annehmbare Form für mich bringen. Vielleicht versuche ich es einmal mit einer Fantasiefigur.
    Aber wirklich ohnmächtig fühle ich mich, weil man eigentlich nichts tun kann für, mit oder gegen so einen Mitmenschen. Einsicht kann und will er nicht entwickeln, gewaltsam annehmen wird er nichts (ich meine eben über gerichtiliche Anweisungen für Therapien) und so weiter….
    Es ist eher mein Wissen, Gewissen und Mitgefühl, dass hier im Weg steht. Ich weiß, dass dieser Mensch weiter viel Schaden anrichten kann und habe keine Möglichkeit etwas Wirksames zu tun.
    Versuche es mich mit ‚es gibt einige Familienangehörige die sich darum kümmern sollten….‘,
    aber so ganz überzeugt mich das nicht…auch die wissen nicht alles.
    LG

    Antworten
    • Hallo liebe Imke,
      richtig – wer weiß, wie schwierig es ist, sich selbst zu ändern, weiß, wie unmöglich es ist, andere zu verändern. Manchmal hilft tatächlich nur, sich ein Umfeld zu suchen, was einem gut tut – so schade, wie es sein mag.
      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  23. Hallo,
    ich habe die Vermutung, dass ich 20 Jahre lang mit einer Psychopathin als Lebensgefährtin zusammen war. Vor 2 Jahren hat sie sich getrennt und ist ausgezogen, danach ist sie bis heute drei mal für mehrer Monate zu mir zurück un sich dann 4 mal wieder zu trenne, die Entscheidung fällte sie jedesmal allein. Da ich sie Liebe fällt es mir schwer sich ganz davor zu distanzieren, aber ich sehe es wird immer schlimmer, Sie nimmt einen kleinen Anlass und geht in die Vergangenheit in der ich ihrer Meinung nach alles falsch gemacht haben um sich dann erneut zu trennen. Sie beschuldigt mich ein Psychopath zu sein und ich hätte ein schwar-weiß denken, da ich ihr gesagt habe entweder wir haben keinen Kontakt oder wir versuchen durch eine Therapie die Probleme zu lösen und sehen dann was kommt. Ich war auch ehrlich das ich gesagt habe mein Wunsch ist es mit ihr alt zu werden. Sie ist ungefähr immer 6 Monate zurück gekommen um sich dann wieder für drei Monate zu trennen, dabei ist sie immer wieder zu dem gleichen Mann zurück den sie dann immer nach ihrer Aussage liebt. Er ist immer da wenn sie sich von mir trennt, und das schon sobald ich aus dem Bett von ihr bin und dieses noch warm ist, geht er rein.
    Sie ist aggresiv, wird laut, unsachlich, lässt andere Meinung nicht gelten.Psychopath?

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    • Hallo Uli,

      ob nun Psychopath oder nicht, es ist schmerzlich, so behandelt zu werden. Da sind eher die Fragen zu klären: „Möchte ich mich so behandeln lassen? Möchte ich so leicht austauschbar sein für den Menschen, den ich liebe? Und wie möchte ich behandelt werden?“ Dieses ist ganz unabhängig davon, welche Diagnose man einem Menschen stellt.

      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  24. Und doch ist es wunderlich, wie eigenartig Psychologen/Psychotherapeuten doch sind, kommt man und will von seinem „Problem“ erzählen, wird man als untherapierbar weggeschickt und das ohne Gespräch.
    Sagt man direkt man wäre Psychopath und würde das Gespräch suchen, wird direkt abgewunken. Scheinbar wird nicht mehr versucht vorsorglich zu „helfen“, sondern es werden nur die Schäden danach gefixt. Da ist doch das Bild über sog. „Ärzte“ perfekt.

    Beim Fazit:
    Es hat niemand vor einen APS’ler aufzuhalten, weder wenn sie von alleine kommen, noch wenn sie gebracht werden. Auch hat niemand die mentale Fähigkeit dafür, einen Psychopathen zu erkennen, Mensch bleibt Mensch und dieser ist schon so weich geklopft und anfällig für Manipulation.

    Antworten
    • Hallo Nemesis,

      es tut mir leid, dass Du die Erfahrung gemacht hast, abgewunken zu werden. Vermutlich liegt es daran, dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im Jugendalter gestellt wird. Auch ist die Diagnose, anders als im Sprachgebrauch oft verwendet, nicht ein Synonym für „Spinner“, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Vermutlich winken daher die Therapeuten ab.

      Korrekt ist aber, dass Mensch Mensch bleibt, und auch, dass eine Persönlichkeitsstörung nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist.

      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  25. Ich bin seit 4 Jahren mit einem zusammen, mein Selbstwertgefühl liegt am Boden. Er hat den Zeitpunkt meiner Trennung erwischt und ich fühlte mich recht schnell wohl bei ihm. Aber dann wurde es immer schlimmer. Ich wusste bis heute nicht das er krank ist. Hab die Fehler, so hat er mich auch glauben gemacht, immer bei mir gesucht. Hat mich ständig betrogen und ist trotz großer Versprechungen immer wieder um die Häuser. Hab immer wieder geglaubt, dass es besser wird. Aber das Gegenteil war jedesmal der Fall. Bei kleinen Anmerkungen ist er wie verrückt an die Decke. Hatte oft das Gefühl ich sitze neben zwei verschiedenen Menschen und wer gerade da sitz, wusste ich nicht. Das ist nur ein geringer Auszug aus dem erlebten. Hätte ich jetzt nicht diesen Bericht gelesen hätte ich ihn nicht blockiert. Aber ich spüre damit ist es noch nicht zu Ende. Fühle mich in einer Abhängigkeit. Und das muss ich jetzt angehen, ansonsten bin ich wieder gefangen. Lieben Gruß Ute

    Antworten
    • Hallo liebe Ute Lemme,

      jeder Mensch hat es verdient, fair behandelt zu werden, auch Sie. Und wenn es nicht miteinander geht, dann ist es auch ok, wenn man getrennte Wege geht.

      Herzliche Grüße
      Ulrike Fuchs

  26. Hallo!
    Ich fand diese Beiträge sehr hilfreich. Ich war lange mit eine Psychopathen verheiratet, wir haben zwei minderjährige Kinder. Extrem ist sein Verhalten besonders nach der Trennung geworden, zumindest hab ich das vorher nicht so gesehen. Eine Familientherapeutin brachte mich bei der Beschreibung seines Verhaltens auf diesen Weg. Ich habe mich seither viel damit bechäftigt und bin auch davon überzeugt, dass mein Ex-Mann ein Narzist mit disssozialer Störung und zudem emotional instabil ist. Leider blieb das Sorgerecht geteilt, da der Richter das nicht erkannte und man als Laie ja keine solchen Diagnosen stellen darf.
    Heute versucht er über meine Kinder Macht und Kontrolle auszuüben, indem er sie manipuliert und belügt. Er hat sogar Lügen übver mich verbreitet und den Kindern verboten, darüber mit mir zu sprechen. Es dauerte drei Jahre, bis ich einen Teil davon herausfand.
    Meine ältere Tochter (13 Jahre) möchte nun auch noch zu ihm ziehen. Er hat eine neue Partnerin und ein gemeinsames Kind (2 Jahre).
    Ich kann nur hoffen, dass meine Tochter im Alltag erkennt, was er für ein Mensch ist und dann zurück kommt. Wenn sie sich traut, das zu sagen.
    Ich würde so gern meine Beine in die Hand nehmen und weit weg laufen. Manchmal ist das leider kaum möglich.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo liebe Nicole,

      in der Tat ist es mit Diagnosen immer etwas schwierig.
      Aber unabhängig davon ist es auch traurig, wenn Eltern (warum auch immer) nicht mehr zueinander finden, gerade für Kinder. Da bleibt mir nur, alles Gute für die Zukunft zu wünschen, sowie viel Kraft und Nerven im Umgang miteinander!

      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  27. Hallo Frau Fuchs,
    ich finde diesen Beitrag sehr interessant und würde gerne wissen ob Sie vertrauensvolle Quellen kennen, die darüber berichten, wenn eine Mutter die Psychopathin ist und wie man sich davor schützen kann?
    Ich wäre sehr dankbar über Ihre Unterstützung!

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Antworten
    • Guten Morgen liebe Jasmin,

      derzeit ist mir in der Literatur leider kein empfehlenswertes Buch bekannt. Das liegt daran, dass Kinder jede Art von seelischer Grausamkeit als schmerzlich empfinden, gerade wenn diese von der eigenen Mutter kommt (Es ist unerheblich, ob aus Emotionskälte oder durch eine Persönlichkeitsstörung hervor gerufen). Es gibt zwar einige gute Literatur über die Mutter-Kind-Bindung und auch über das innere Kind, was verletzt wurde (u.a. von Luise Reddemann), aber Bücher erfassen nur einen kleinen Teil, weil die eigene und sehr persönliche Geschichte logischerweise in einem Buch nicht berücksichtigt werden kann. Hier hilft tatsächlich ein persönliches Coaching, eine Beratung oder Therapie, weil man im Einzelgespäch viel mehr Rücksicht auf die eigens erlebte Erfahrung eingehen kann.
      Falls Sie dazu meine Hilfe benöigen, wie beispielsweise, wer für Sie in Frage kommen kann, können Sie mir gerne auch eine Email schreiben.

      Herzliche Grüße, Ulrike Fuchs

  28. Auch ich kann diesem Beitrag nur zustimmen! Da ich selber 15 Jahre Erfahrungen mit einem „Psychopathen“ gemacht hatte! Am Anfang sehr charmant und hilfsbereit. Dann wurde ich immer mehr schleichend isoliert und wäre fast in die Depression abgeglitten. Er übte subtil seelische Gewalt gegen mich aus und schwieg, wenn es um soziale Belange in der Beziehung ging. Dem Mann ging es um Macht, Geld und absolute Kontrolle! Am Anfang dachte ich immer er ist eine Art Autist, weil er bei Gesprächen den Kopf weg drehte und nur schwieg. Hatte versucht das mit Humor und Verständnis immer zu sehen. Bis ich mich im Internet kundig machte, weil er mich immer um mein eigenes Geld betteln lies!
    Leider erkennt man Psychopathen (Narzissten) nicht sofort. Sie sind wahre Meister im manipulieren und Lügen! Bin froh heute davon Abstand gewonnen zu haben, wenn auch durch ihn total verarmt und in ALG II gerutscht bin. Ich war ganz schön naiv und hatte voll vertraut. Was bei seinem ruhigen Charakter und seiner Hilfsbereitschaft am Anfang auch nicht schwierig war. Im Netz auf der Suche nach einem ev. Neuen Partner bin ich wieder auf einen Psychopathen gestossen! Gott sei Dank hatte ich ihn gleich durchschaut. Ich hatte ihm gewisse Fragen gestellt. Es gibt mehr als man denkt!

    Antworten
    • Liebe Karin Lucassen,

      sehr charmant und hilfsbereit ist typisch für Psychopathen, wenn auch nicht jeder, der charmant und hilfsbereit ist, ein Psychopath sein muss.
      Auch wenn Psychopathen und Autisten normal bis überdurchschnittlich intelligent sind, geht es dem Psychopathen um Macht, Kontrolle und Manipulation; während Menschen mit Autismus einfach nur Schwierigkeiten haben, mit ihrem sozialen Umfeld in Kontakt zu treten.

      Wenn auch schmerzlich, bleibt eines: der Lerneffekt!

      Alles Gute und herzliche Grüße
      Ulrike Fuchs

  29. Hallo, bin zur Zeit noch mit so einem Psycho verheiratet. Es ist unglaublich, nach 41 jähriger Ehe fand ich endlich den Mut Dank meiner Therapeutin, bei der ich nur wegen einem Autounfall therapiert wurde, und sie mir im Laufe der Therapie die Augen öffnete. Das dauerte leider 2 Jahre, aber als er dann mit dem Auto meine Tochter bedrohte (er hat sie nicht gesehen , sagt er!!!) ist es mir unheimlich. Mein Selbstbewusstsein existiert momentan nicht. Aber wir haben es geschafft vor 9 Monaten auszuziehen und warten jetzt das Trennungsjahr ab um von ihm loszukommen. Er ist so eiskalt, besitzt 2 Waffen, redete wochenlang nicht mit uns, kein Lob, kein liebes Wort, keine Diskussion möglich, nur Kritik, Kritik, Kritik. Jetzt will er unsere Häuser, und mich mit einem monatlichen Betrag abspeisen. Dann wäre ich wieder von ihm abhängig! Bloß nicht. Die Anwältin macht mir Mut. Hoffentlich kommt sie gegen ihn an. Sie ist so lieb und er so raffiniert brutal in seinen Handlungen. Unsere Freunde können mich nicht verstehen und meiden mich weitestgehend. Er dagegen ist Hans-Dampf in allen Gassen. Ich sehne den Tag der Scheidung herbei!!! Ich habe Mitleid mit anderen Frauen, die in ähnlicher Situation sind. Es ist einfach vernichtend wenn man nicht aufpasst. Haltet durch, alles wird gut!!!

    Antworten
    • Liebe Anne-Marie,
      so mancher Weg ist steinig, aber wenn er beschritten ist, können wir stolz auf das zurück blicken, was wir erreicht haben. Und Sie können stolz auf sich sein. Auch ich hoffe, dass Sie mit Ihren Zeilen vielen Menschen Mut machen. Alles Gute auch Ihnen weiterhin auf Ihrem Weg!
      Herzliche Grüße,
      Ulrike Fuchs

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