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Glossar – Begriffe aus der Psychologie einfach erklärt

Hier finden Sie verschiedene psychologische Begriffe erklärt.
Bitte klicken Sie das entsprechende Wort an und es öffnet sich die Erklärung dazu.

Achtsamkeits­übung

Unter Achtsamkeit versteht man eine eher geistige Haltung, bewusst und achtsam seine Umgebung wahrzunehmen. Im Kern geht es bei Achtsamkeitsübungen darum, die Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu lenken und damit mehr Akzeptanz zu erfahren: annehmen, was ist.

Achtsamkeit ist nahezu immer und überall trainierbar. Es können alltägliche Dinge sein, wie Treppensteigen, was man bewusst wahrnimmt, oder einzelne Gedanken, Erinnerungen oder Bilder. Auch kann man Gefühlen oder Gedanken gegenüber achtsam sein. Achtsamkeit ist leicht erlernbar und baut schnell Stress ab.

ADS /ADHS – Aufmerksamkeits­defizitstörungen

Als Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) bzw. Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHS) bezeichnet man eine im Kindesalter beginnende psychische Störung. Die ADS bzw. ADHS äußert sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, einer geminderten Impulskontrolle und häufig einem erhöhten Bewegungsbedürfnis (Hyperaktivität). Die Kinder mit ADS bzw. ADHS können oft nicht oder nur schwer körperlich „stillhalten“ und sie sind leichter gereizt – manchmal bezeichnet man ADS bzw. ADHS auch als „Zappelphilipp-Syndrom“. Die Symptome haben unterschiedlich starke Ausprägung und können bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.

ADS und ADHS verwächst sich nicht einfach im Erwachsenenalter, sondern zeigt bei mehr als 50 % der betroffenen Personen im Erwachsenenalter noch deutliche Auswirkungen. Man bezeichnet ADS bzw. ADHS im Erwachsenenalter auch als „Zerstreuter-Professor-Syndrom“, „Chaosprinzessin“ oder „Traumtänzer“.

Agoraphobie

Agoraphobie (altgriechisch agorá = „Marktplatz“ und phóbos = „Furcht“ bzw. „Angst“) bezeichnet man die Angst vor freien Plätzen. Sie wird „Platzangst“ genannt. Das ist allerdings sehr irreführend, denn die meisten Menschen verstehen unter Platzangst eine Angst vor kleinen, engen und geschlossenen Räumen. Diese Angst wird allerdings Klaustrophobie genannt.

Die Agoraphobie ist eine Form der Angst freien Plätzen, vor einem Verlassen des Hauses, Reisen oder Menschenmengen. Man kann die Agoraphobie als eine Art „Behauptungsangst“ verstehen. Wie alle Ängste, kann auch die Agoraphobie sich bis zur Panik steigern.

Allergie

Eine Allergie ist eine übersteigerte Abwehrreaktion des Organismus auf bestimmte körperfremde und normalerweise harmlose Umweltstoffe, so genannte Allergene. Diese Stoffe können z.B. Tierhaare, Blütenpollen, Schimmelpilze, Farbstoffe oder Nahrungsmittel sein.

Die dabei entstehende Überreaktion auf diese Stoffe führt zu Entzündungsprozessen im Körpergewebe oder in den Organen. Im Besonderen neigen die Schleimhäute von Darm, Nase, Augen und Bronchien, sowie die Haut zu heftigen Reaktionen.

Neben organischen Faktoren spielen bei Allergien oft seelische Einflüsse eine große Rolle. Neuste Studien belegen, dass man unter Stress oder Angst stärker allergisch reagiert.

Angst

Angst ist ein normales und angeborenes Gefühl, welches zu dem noch überlebensnotwendig ist. Dieser Urinstinkt sichert seit Jahrmillionen das Überleben der Menschheit, denn Angst bereitet auf „Flucht“ oder „Verteidigung“ vor und schützt somit vor lebensbedrohlichen Gefahren.

Manchmal kann sich Angst stark steigern und zu einer großen Belastung werden, auch in Situationen, die objektiv gar nicht bedrohlich sind. Oft haben Ängste ihre Ursache, ob diese bewusst oder unbewusst wirken. Es lohnt sich, der Sache auf den Grund zu gehen, damit die Angst und die Ursache verstanden sowie bearbeitet werden können.

Angststörung

Im Unterschied zur gesunden Angst ist eine Angststörung eine übersteigerte Furcht, die nicht mehr natürlich und der Situation angemessen ist. Es gibt verschiedene Formen der Angststörung:

  • Panikstörung (plötzliche Angstzustände bzw. Panikattacken, ausgelöst durch bestimmte Situationen oder Objekte)
  • Phobien: Angst vor negativer Beurteilung durch andere Menschen (soziale Phobie), Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie), großen Menschenansammlungen und damit verbunden die Angst vor Kontrollverlust (Agoraphobie), Spinnen (Arachnophobie), usw.
  • Generalisierte Angststörung: anhaltende Ängste und Sorgen, die zu innerer Unruhe, Anspannung und Nervosität führen.

Der Alltag und die Lebensqualität von Menschen mit einer Angststörung werden stark beeinflusst bzw. eingeschränkt. Betroffene meiden die angstauslösenden Situationen oder Objekte. In extremen Fällen können Angststörungen dazu führen, dass sich Betroffene völlig zurückziehen. Menschen mit einer Angststörung empfinden die Angst als tatsächliche und sehr intensive Bedrohung, sowohl körperlich wie psychisch.

Symptome einer Angststörung können beispielsweise sein:

  • übertriebene Besorgnis
  • innere Unruhe
  • Unsicherheit
  • Angst vor Kontrollverlust oder „verrückt“ zu werden
  • Flucht- oder Kampfreaktion
  • Angst, zu sterben
  • Vermeidungsverhalten
  • Herzrasen
  • Schwindelgefühle
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Atemnot
  • Schwäche oder Benommenheit
  • Muskelverspannungen
  • Alkohol und Suchtverhalten
Anorexia nervosa / Magersucht

Anorexia nervosa, auch Magersucht, ist eine Essstörung, die einen Gewichtsverlust beabsichtigt, mittels verminderter Nahrungsaufnahme, gesteigerten sportlichen Aktivitäten, sowie Missbrauch von Abführmitteln und Appetitzüglern. Kennzeichnend für Magersucht (Anorexia nervosa) ist der absichtlich herbeigeführte Gewichtsverlust, die wahnhafte Überzeugung und der Angst (Körperschemastörung), zu dick zu sein bzw. zuzunehmen, bei einem deutlichen Untergewicht.

Magersucht tritt häufig in der Pubertät auf und es sind vor allem Frauen betroffen. Bei Jungen ist Magersucht selten, allerdings tritt sie in der jüngsten Vergangenheit vermehrt auch bei jungen Männern auf.

Magersucht ist mit Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und Binge Eating (Essattacken mit Kontrollverlust) verwandt. Alle drei Essstörungen können sich untereinander ablösen.

Anpassungs­störung

Menschen unterscheiden sich darin, wie sie mit Schicksalsschlägen umgehen. Die „Schmerzgrenze“ ist bei jedem Menschen woanders angesiedelt.

Anpassungsstörungen können nach einem einmaligen oder länger anhaltenden belastenden Lebensereignis auftreten. Dieses Erlebnis hat die betreffende Person kürzlich erlebt, wie Kündigung des Arbeitsverhältnisses, Trennung, Scheidung, Tod eines nahestehenden Menschen, eine plötzliche Lebensveränderungen (materieller Status, Wohnortsituation, schwere Erkrankungen etc.), aber auch Hochzeit oder Geburt des Kindes.

Eine Anpassungsstörung kann sich mit verschiedenen psychischen Symptomen äußern, wie beispielsweise depressiven oder ängstlichen Symptomen, erhöhte Reizbarkeit, Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht, Konzentrationsschwierigkeiten, starke Besorgnis, Probleme bei der Alltagsbewältigung, bis hin zu Suizidgedanken.

Der Auslöser einer Anpassungsstörung muss erkennbar sein und darf nicht länger als 6 Monate anhalten.

Asthma

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Sie geht mit einer Überempfindlichkeit und plötzlichen Verengung der Atemwege einher.

Häufig tritt Asthma in Verbindung mit einer Allergie auf. Für Experten ist eine Entzündung Zentrum der Erkrankung. Zäher Schleim verengt die Luftwege zusätzlich. Die zum Teil lebensbedrohliche Atemnot wird verursacht durch die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Das führt dazu, dass verbrauchte Luft nicht aus den Lungen entweichen kann. Betroffene können aus diesem Grund nicht genug frische Luft einatmen; das führt zu einem Sauerstoffmangel.

Gefühle beeinflussen auch die Atmung. So bleibt einem schon mal die Luft weg... Auch Gefühle, die nicht ausreichend Raum erhalten, können sich in einem Asthmaanfall ausdrücken.

Autogenes Training

Das autogene Training ist ein Entspannungsverfahren. Entwickelt wurde das Entspannungsverfahren vom Psychiater Johannes Heinrich Schulz. Er leitete die Methode der Autosuggestion aus der Hypnose ab. Das autogene Training ist eine anerkannte und weit verbreitete Entspannungsmethode, um sowohl Stress als auch körperliche und psychische Stressfolgeerkrankungen, wie Migräne, Rückenschmerzen oder Depression, zu lindern. Erlernt wird das autogene Training meistens in Gruppen, selten in Einzelsitzungen, unter Anleitung eines Kursleiters für autogenes Training bzw. eines Psychologen. Später kann die Selbstentspannung allein weiter geübt werden.

Benching

Benching bedeutet, dass man jemanden auf die Reservebank schickt. Mit sporadischen Nachrichten macht man Hoffnung auf ein weiteres Treffen oder näheres Kennenlernen, aber ohne dabei ernsthafte Absichten zu verfolgen. Früher sagte man zu Benching „Warmhalten“ oder „sicherstellen und weitersuchen“.

Benching ist ein Verhalten, bei dem das Gegenüber bewusst auf Abstand gehalten wird, es kommt zu keinerlei Verbindlichkeiten, aber trotzdem ist der Kontakt noch so viel, dass sich Betroffene Hoffnung auf „mehr“ machen. Menschen, die sich so verhalten, wollen sich alle Optionen offenhalten und haben Angst etwas zu verpassen (weitere Informationen unter: FOMO).

Beziehung

Zwischenmenschliche Beziehungen existieren in verschiedener Weise. Es gibt u.a. freundschaftliche, kollegiale, nachbarschaftliche und partnerschaftliche Beziehung. Die Intensität einer Beziehung gestaltet sich aus der Art und Weise des Kontaktes, der Kommunikation, Beziehungspflege und Konfliktlöseverhalten. Jede Person, die in Beziehung zueinander sind, gestaltet diese Beziehung mit. Eine gute Beziehung ist nicht statisch, sondern stabil und flexibel gleichermaßen.

Binge Eating

Binge Eating ist eine Essstörung mit unkontrollierten Heißhungeranfälle bzw. Essattacken. Betroffene essen bevorzugt allein und ungewöhnlich große Mengen hochkalorischer, vor allem kohlenhydrathaltiger und fettiger, Nahrungsmittel. Sie essen nicht, bis sie satt sind, sondern bis ein unangenehmes Völlegefühl einsetzt. Nach den Essattacken treten vermehrt Ekelgefühle und/oder Scham- und Schuldgefühle auf. Es kann zur Depression kommen.

Binge Eating (Essattacken mit Kontrollverlust) ist mit Anorexia nervosa (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) verwandt. Alle drei Essstörungen können sich untereinander ablösen.

Biofeedback

Sowohl Stress als auch Entspannung sind im Körper immer messbar. Das Biofeedback ist eine Methode, bei der alle körperlichen Vorgänge, wie u.a. der Puls, hörbar bzw. sichtbar gemacht werden können. Besonders im Entspannungsbereich wird das Biofeedback eingesetzt, um die körperlichen Veränderungen während einer Stressphase bzw. bei zunehmender Entspannung zu messen und zu verdeutlichen. Dadurch kann vor allem Menschen, die ein weniger gutes Körpergefühl haben, langfristig aufgezeigt werden, in welchen Situationen sie mit Stress reagieren und wann sie tatsächlich entspannt sind.

Bipolare Störung

Menschen mit einer bipolaren Störung erleben ihre Gemütswelt zwischen zwei Polen: Manie und Depression. Deshalb wird eine bipolare Störung oft auch „manisch-depressiv“ bezeichnet. In der manischen Phase ist die Stimmung euphorisch, es kann zu starker Unruhe und Rededrang kommen, sowie einer ungewöhnlich Reizbarkeit, der Antrieb ist deutlich gesteigert. In der depressiven Phase kommt es u.a. zu Stimmungstiefs, Freudlosigkeit, Interessensverlust, Erschöpfung, Ängsten und geminderten Antrieb.

Die Ausprägung der, sowohl manischen als auch depressiven Phasen, ist individuell verschieden. Der Wechsel von manischen und depressiven Phasen erzeugt Spannung, die es Betroffenen mitunter sehr schwer macht, ein geregeltes Leben zu führen.

Die unterschiedlichen Phasen können unbehandelt zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten andauern. Wird die bipolare Störung frühzeitig erkannt, kann sie heute gut behandelt werden.

Borderline-Persönlichkeits­störung

Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung (kurz: BPS; nach ICD-10: emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ) handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der die Impulskontrolle stark beeinträchtigt ist. Extreme Stimmungsschwankungen und immer wieder auftretende Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen sind typisch für BPS. Zusätzlich wird das Leben der Betroffenen begleitet von starken Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen, sowie einem chronischen Gefühl innerer Leere. Sie haben oft intensive, jedoch unbeständige Beziehungen. Der Partner bzw. die Partnerin wird anfangs stark idealisiert, dann allerdings schnell abgewertet, sobald er bzw. sie den Ansprüchen nicht gerecht wird. Gleichzeitig haben BPS-Patienten große Angst vor dem Verlassenwerden und Alleinsein. BPS-Patienten können ihr impulsives Verhalten nur schwer steuern bzw. kontrollieren. Sie sind schnell gekränkt und fühlen sich leicht verletzt. Häufig neigen BPS-Patienten dazu, sich selbst zu verletzen.

Die Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung erweist sich als äußerst schwierig.

Burnout

Burnout beschreibt den Zustand des körperlichen und emotionalen Ausgebranntseins. Die Betroffenen leiden an Erschöpfungszuständen, wie Kraftlosigkeit und Müdigkeit.

Die Ursachen für die ausgebrannte Psyche sind Stress - bedingt durch ständigen Zeit- und Leistungsdruck, Angst um den Arbeitsplatz, sowie mangelnde Anerkennung für Geleistetes, Druck und Frust im Job und Privatleben. Die Lebensqualität und Lebensfreude geht verloren.

Die 5 wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale, die Burnout begünstigen sind Perfektionismus, Ehrgeiz, Helfersyndrom, nicht Nein sagen können und fehlende Stressbewältigungsstrategien.

Catfishing

Als „Catfishing“ bezeichnet man ein betrügerisches Verhalten in der digitalen Welt, bei dem eine erfundene Identität online angenommen wird, um eine andere Person zu täuschen bzw. zu schädigen. Sogenannte Catfishs sind Personen, die in sozialen Netzwerken oder Dating-Apps ein falsches Profil anlegen, mit dem Ziel: von ihren potenziellen Opfern Geld zu verlangen, Daten zu stehlen oder sich an ihnen zu rächen.

Hier finden Sie die 5 wichtigsten Tipps im Umgang mit einem Catfish.

Depression

Depression ist eine Erkrankung, die sich äußert durch: Gedrückte Stimmungslage, dem Gefühl der Leere, Antriebslosigkeit, sozialem Rückzug, Hoffnungslosigkeit, Interessensverlust, Angst, dem Gefühl der Wertlosigkeit sowie Schuld. Körperliche Begleitsymptome können unter anderem Schlafstörungen, verschiedene körperliche Schmerzen und Gewichtsveränderungen sein. Depressionen äußern sich hauptsächlich durch Veränderung der Stimmung (Affektivität), weshalb sie auch als affektive Störung benannt werden.

Zu den begünstigten Faktoren bei der Entstehung von Depressionen gehören genetische, neurobiologische, psychische und soziale Ursachen. Direktauslösende Faktoren können körperliche Erkrankungen, andauernde oder akute Belastungsfaktoren, aber auch soziale Isolierung sein. Zu den schützenden Einflüssen zählt die Resilienz, die bei jedem Menschen trainiert werden kann.

FOMO - Fear of missing out

Hinter dem Begriff „Fear of missing out“ (kurz: FOMO) verbirgt sich die Angst und zwanghafte Sorge, etwas zu verpassen. Menschen, die an FOMO leiden, empfinden in ihrem eigenen Alltag zu wenig Erfüllung. Sie haben den Eindruck, dass ihnen etwas fehlt, können aber selten benennen, was genau das ist. Ebenfalls haben Menschen, die an FOMO leiden, permanent das Gefühl nicht zu genügen und die Angst, abgelehnt zu werden.

Aufgrund der Selbstunsicherheit und den Minderwertigkeitsgefühlen versuchen Menschen, die unter FOMO leiden, Ersatzbefriedigungen zu finden wie eine erhöhte Handynutzung oder Aktivität in sozialen Medien. Letzteres verstärkt die Angst etwas zu verpassen noch mehr. Menschen, die an FOMO leiden, können nur schwer aushalten, nicht zu wissen, was ihre Freunde gerade tun und sie nicht dabei sind. Zeitgleich müssen sie jedes Erlebnis mit Freunden und in sozialen Netzwerken teilen, um zu beweisen, dass ihr Leben aufregend und besonders ist.

Ghosting

Unter Ghosting versteht man, dass jemand plötzlich und ohne Ankündigung zu einem Menschen den Kontakt abbricht, mit dem er bzw. sie eine Beziehung aufgebaut hat. Dieser Kontaktabbruch kann sowohl in der Kennenlernphase, wie beim Dating passieren, als auch in Familien, in denen beispielsweise die Kinder den Kontakt zu den Eltern abbrechen. Nach dem Ghosting laufen jegliche Kontaktversuche ins Leere. Wie ein „Geist“ (Ghost) verschwindet die betreffende Person und Anrufe oder Chatnachrichten bleiben unbeantwortet.

Internet-Kommunikation ist oftmals unverbindlich. Die „Wisch-und-weg-Generation“ schiebt mögliche Dating-Partner schneller beiseite, wenn das Interesse nicht ausreicht – man ghostet und wird praktisch unsichtbar.

Was für Ghost einfach erscheint, ist dagegen für Menschen die Ghosting erleben, eine schmerzliche Erfahrung. Abschließende Worte oder ein klärendes Gespräch bleiben aus und das lässt Betroffene oft wie in einem luftleeren Raum hängen. Nicht selten löst Ghosting bei den Opfern Gefühle von Selbstzweifel und Unsicherheit aus. Die Verarbeitung dauert sehr viel länger als bei einer ausgesprochenen Trennung, weil Betroffene insgeheim hoffen, dass der host sich noch einmal meldet. Das allerdings bleibt nur eine Hoffnung, denn Menschen die ghosten meinen es genau so – sie wünschen keinen Kontakt mehr.

Psychotherapie kann helfen, die Erfahrung „Ghosting“ besser zu verarbeiten.

Weiterführende Informationen zum Thema Ghosting lesen Sie hier.

Heilpraktiker/in für Psychotherapie

(amtsärztliche Prüfung beim Gesundheitsamt, Zusatzqualifikation: Gesprächstherapeut, Familientherapeut, Kunsttherapeut, Entspannungstherapeut, u.a.)

Die staatliche Zulassung zur Psychotherapie ist allen vier Berufsgruppen vorbehalten. Ob nun Psychotherapeut oder Heilpraktiker für Psychotherapie, als Grundlage für eine erfolgreiche Psychotherapie ist letztlich entscheidend, dass Sie sich wohlfühlen und Vertrauen haben können.

Impostor-Syndrom (Hochstapler-Syndrom)

Das Impostor-Syndrom, auch als Hochstapler-Syndrom oder Betrüger-Phänomen, ist ein Phänomen bei dem betroffene Personen sich selbst als „Mogelpackung“ empfinden. Sie leiden unter massiven Selbstzweifeln und haben das Gefühl, nicht zu genügen. Menschen, die am Impostor-Syndrom leiden, haben keinen Blick dafür, wie viel sie selbst eigentlich leisten. Sie sind geplagt von dem Gedanken, Ihre Leistungen bzw. Erfolge sind nichts wert bzw. unzureichend oder sie hätten sich diese lediglich erschlichen – sie fühlen sich als „nicht genug“.

Menschen, die am Impostor-Syndrom leiden, haben Angst, jemand ihren Mangel oder die Unfähigkeit bemerken, und sie als Betrüger oder Hochstapler entlarven. Ihren Erfolg führen sie selbst auf „glückliche Umstände“, „Zufall“ oder „Kopie“ zurück. Für Menschen mit Impostor-Syndrom gilt: kleine Klappe, viel dahinter.

Sie freuen sich über Erfolge, wenn überhaupt, nur sehr kurz. Sie haben Schwierigkeiten, Komplimente oder Hilfe von anderen anzunehmen. Menschen mit Impostor-Syndrom legen sehr viel Wert darauf, was andere Menschen über sie denken könnten. Sie haben Angst vor Zurückweisung und Kritik.

Meditation

Eine weitere Möglichkeit der Entspannung ist die Meditation. Hier soll der ständig fließende Gedankenstrom, der ebenfalls Stress erzeugen kann, unterbrochen werden, um innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden. Zum Meditieren kann man sich auf den Atem, Gegenstände (z.B. brennende Kerze) oder einen Klang (z.B. Klangschale) konzentrieren; aber auch gleichförmige und regelmäßige Bewegungen können meditativ sein, wie beispielsweise Bogenschießen oder Walking. Für Menschen, die noch nie meditiert haben, kann es anfänglich schwierig sein, sich auf die Stille der Meditation einzulassen. In diesem Fall können auch imaginative Verfahren oder geführte Meditationen hilfreich sein.

Narzissmus

Umgangssprachlich versteht man unter „Narzissmus“ eine ausgeprägte Selbstbezogenheit, Selbstverliebtheit, Selbstbewunderung bzw. Selbstsucht. Menschen, die als „narzisstisch“ bezeichnet werden, sind auf sich fokussiert und verhalten sich rücksichtslos anderen Menschen gegenüber. Narzissten überschätzen sich oft selbst und reagieren empfindlich auf Kritik.

Der Begriff „Narzissmus“ stammt aus der griechischen Mythologie. Demnach soll sich der hübsche Jüngling namens Narziss so in sein eigenes Spiegelbild verliebt haben, sodass er alle um sich herum kalt zurückwies.

Bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist das Bedürfnis nach Bewunderung und Großartigkeit ein tiefgreifendes Muster, das die gesamte Persönlichkeit durchzieht. Sie empfinden ihre Selbstbezogenheit und Rücksichtslosigkeit als „natürlich“ gegeben. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung brauchen Macht, Bestätigung und Bewunderung, wie die Luft zum Atmen. Narzissten müssen sich immer überlegen fühlen, um den eigenen Selbstwert zu stabilisieren. Ihnen fehlt die Sensibilität für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen und zwischenmenschliche Beziehungen haben immer einen Zweck: um selbst besser dazustehen, erfolgreicher zu werden oder den eigenen Status zu erhöhen. Demnach haben Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung große Schwierigkeiten, eine Beziehung liebevoll und dauerhaft zu gestalten.

Lesen Sie hier weitere Tipps im Umgang mit Narzissten.

Orbiting

Orbiting nennt man das Verhalten, wenn der Partner bzw. die Partnerin sich getrennt hat, aber über soziale Medien noch Kontakt aufnimmt. Er oder sie markiert Fotos mit „gefällt mir“, obwohl sie sich geeinigt haben, keinen Kontakt mehr zu haben.

Orbiter sind oftmals unentschlossen. Einerseits wollen sie keinen Kontakt, antworten auf keine Nachricht und lassen jede Kontaktaufnahme ins Leere laufen, andererseits suchen sie in den sozialen Medien die Nähe zum Ex bzw. zur Ex. Das ist sehr verwirrend, vor allem, wenn man noch Gefühle hat.

Progressive Muskel­entspannung

Die progressive Muskelentspannung (PME) ist ein klassisches Entspannungsverfahren, dass leicht erlernbar ist. Die Entspannung wird durch die bewusste und willentliche An- und Entspannung einzelner Muskelgruppen herbeigeführt. PME ist ein anerkanntes Verfahren, dass zu mehr Ruhe und Gelassenheit führt. Die Methode wirkt gegen verschiedene Arten von Schlafstörungen, verbessert das Wohlbefinden und allgemein die Stressverträglichkeit.

Lesen Sie dazu mehr hier...

Psychosomatik

"Bitte geh du voran", sagt die Seele dem Körper, "auf mich hört er nicht – vielleicht versteht er dich besser!" "Na gut", antwortet der Körper der Seele, "dann werde ich krank, so hat er Zeit für Dich."

Psychosomatik ist die Wechselwirkung zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen. Das bedeutet, nicht nur dem Körper, sondern zusätzlich der Seele Beachtung zu schenken.

Die Symptome sind sehr unterschiedlich, hier nur einige erwähnt: Magen-Darm-Beschwerden (Verdauungsprobleme, Morbus Crohn, u.a.), Herz-Rhythmus-Störungen (Herzrasen, Bluthochdruck, u.a.), Rückenschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, Allergie, Asthma, Neurodermitis.

Sich Zeit nehmen, sich bewusst spüren, die Seele sprechen lassen.

Selbstbewusst­sein

Die Antwort liegt bereits im Wort: Selbst – bewusst – sein.

Selbstbewusst ist ein Mensch, der ein Bewusstsein darüber hat, wer er ist, was für Merkmale, Stärken und Schwächen er besitzt. Eine selbstbewusste Person ist sich ihrer eigenen Geschichte bewusst und akzeptiert sich selbst, so wie sie ist.

Selbstbewusstsein bedeutet auch, an sich selbst zu glauben.

Sich selbst bewusst ansehen, sich selbst vertrauen, sich selbst näher kommen.

Sozialer Jetlag

Um an einem Jetlag zu leiden, muss man nicht mehrere Zeitzonen durchqueren. Jeder Mensch hat seine innere Uhr. Diese wird von bis zu 80% der westlichen Bevölkerung übergangen - mit einem ungünstigen Arbeitsrhythmus bzw. Freizeitverhalten. „Sozialer Jetlag“, Auswirkung auf die Gesundheit sowie Übergewicht sind die Folgen, so berichtet Till Roenneberg mit seinem Team von der Universität München. Die Symptome ähneln dem des Reise-Jetlags: Tagsüber sind Betroffene schläfrig, nachts unruhig und fühlen sich wie „neben der Spur“. Im Gegensatz zum „normalen" Jetlag halten die Symptome beim sozialen Jetlag dagegen hartnäckig an.

Entscheidend für die Erholung des Körpers ist neben der Schlafdauer der Zeitpunkt des Schlafes. Es ist genetische Veranlagung, ob ein Mensch Frühaufsteher (Lerche) oder Spätaufsteher (Eule) ist.

Stress

Stress ist eine natürliche Reaktion auf Spannung, Druck oder Veränderung. Stress kann positiv sein und dem Leben interessante Abwechslung bieten (Eustress), z.B. bei Hochzeit, Geburtstagen, Vorbereitung einer Reise.

Dauerhafte sowie starke Überbelastung lassen hingegen einen Stress entstehen, der sich schädlich auswirkt (Dysstress), z.B. Arbeit, Streit in der Familie, hohe Anforderungen im Alltag.

Die Symptome können unter anderem Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verspannungen und Mangel an Energie sein. Daraus entstehende Folgeerkrankungen können Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen sein.

Unterschiedliche Stressoren sowie persönliche Bewältigungsstrategien entscheiden darüber, wie Stress empfunden wird. Ein gesundes Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung, wie z.B. bei der progressiven Muskelentspannung bringt die innere Balance zurück und beugt neuem Stress vor.

Submarining (beim Dating)

Submarining ist ein Dating-Trend, bei dem der oder die Dating-Partner/in mal Interesse zeigt und dann plötzlich nichts mehr von sich hören lässt, um sich anschließend wieder zu melden. Ähnlich wie ein U-Boot tauchen submariner auf und ab, sind mal da und dann wieder weg. Ohne Erklärung für den Kontaktabbruch folgt nach langer Sendepause ein erneutes und banales: „Na, wie geht´s?“ oder „Lust auf Kino?“

Submariner klappern der Reihe nach die alten Kontakte ab, wenn es ihnen wieder langweilig wird. Meist sind die Opfer von Submarining froh, dass erneut Kontakt besteht, weshalb sie den bzw. die submariner nicht auf sein Verhalten ansprechen und die Konfrontation scheuen. Somit wird diese On-Off-Beziehung allerdings immer weiter fortgeführt. Submarining ist wie Ghosting, nur in Endlosschleife und damit hat es schlimmere Folgen für die Betroffenen, weil die Warteschleife niemals enden mag.

Wie sollte man auf Submarining am besten reagieren?

Tiefen­entspannung

Tiefenentspannung ist ein geistig und körperlicher Entspannungszustand, der therapeutisch sinnvoll sein kann für einen leichteren Zugang zum Unterbewusstsein. Innere Bilder (Imaginationen) lassen die Bewusstseinsinhalte besser verstehen.

Für den Alltag ist die Tiefenentspannung genauso gut nutzbar, um eine Auszeit im Alltag zu schaffen, sowie Ruhe und neue Energie zu tanken.

Toxische Beziehung

Als „toxische Beziehungen“ werden zwischenmenschliche Verbindungen bezeichnet, die den Beteiligten Energie rauben, Kraft kosten und auf Dauer „schädlich“ wirken. Die toxische Beziehung kann in einer Partnerschaft, Freundschaft, Familie oder im beruflichen Kontext stattfinden. Eine toxische Beziehung äußert sich darin, dass die Beteiligten permanent streiten (krampfartig) und man sich gegenseitig kränkt und absichtlich verletzt. Toxisches Verhalten erkennt man u.a. an übertriebener Eifersucht, Egoismus und gegenseitige Vorwürfe bzw. Schuldzuweisungen. Keiner der Beteiligten in einer toxischen Beziehung will und kann nachgeben. In der Regel wirken toxische Beziehungen auf alle Beteiligten sehr kräftezehrend und stressig. Die toxische Beziehung nährt das Gefühl von Unsicherheit und Selbstzweifel. Innerlich entsteht die Haltung, der andere sei einem noch etwas „schuldig“. In vielen Fällen hilft nur noch die Trennung, um die toxische Beziehung aufzulösen und selbst wieder glücklich zu werden.

Transaktions­analyse

Die Transaktionsanalyse (TA) ist ein Konzept aus der Psychologie, das die verschiedenen Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster erklärt. Durch die Transaktionsanalyse kann man Konflikte und Kommunikationsstörungen besser verstehen und lösen. Der amerikanische Psychologe Eric Berne entwickelte die TA in den 50er Jahren. Ziel ist es mit Hilfe der Transaktionsanalyse, die eigene Wahrnehmung zu reflektieren und Verhaltensweisen zu verändern. Es wird die Eigenverantwortlichkeit geschult.

Die Transaktionsanalyse setzt sich aus den Worten Transaktion und Analyse zusammen. Vereinfacht gesagt, ist eine Transaktion ein Austausch, der für alle Beteiligten einen Mehrwert schafft. Dieser Austausch zwischen Menschen ist die Kommunikation.

Kurz gesagt: Die TA ist eine „Kommunikations-Analyse“.

Der wichtigste Grundsatz der Transaktionsanalyse ist: Ich bin o.k. – du bist o.k.

Das heißt, es findet keine Bewertung statt, wer besser oder schlechter ist, sondern jeder Mensch ist gleichermaßen wertvoll. Es geht hier vor allem um eine innere Haltung, die sich in der Kommunikation äußert.

Die Transaktionsanalyse wird heute in verschiedenen Bereichen genutzt: u.a. in der Psychotherapie, Erwachsenenbildung und Mitarbeiterführung.

Lesen Sie mehr zum Thema: Transaktionsanalyse und Kommunikation verstehen.

Traumanalyse

Die Traumanalyse beschäftigt sich damit, wie Träume besser verstanden werden können. Die Träume werden in verschiedene Symbole eingeteilt. Diese können vom Kulturkreis und dem persönlichen Empfinden eines jeden einzelnen abweichen.

Eine gute Traumanalyse ist immer eine individuelle Bearbeitung der einzelnen Bilder.

Zombieing

Zombieing betreiben Menschen, die wortlos verschwinden, monatelang kein Kontakt besteht und plötzlich melden sich Betreffende wieder. Meist war vor dem Zombieing irgendeine Art von Beziehung, eine Affäre oder sogar Partnerschaft, und das Date taucht einfach ab, ohne einen ersichtlichen Grund. Diese erneute Kontaktaufnahme findet nicht zufällig statt, denn Zombies wollen gern das Gefühl hinterlassen, dass man sie vermisst und sich nach ihnen sehnt. Sie wollen unvergessen bleiben. Selten steckt hinter der plötzlichen Kontaktaufnahme ein ernstes Interesse, die Beziehung zu vertiefen oder Unausgesprochenes zu klären.

Zwangsstörung

Eine Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der betroffene Personen einen starken inneren Drang verspüren, ungewollt und zwanghaft an etwas zu denken oder bestimmte Handlungen wiederholt auszuführen. Sie empfinden diese Zwangsgedanken bzw. Zwangshandlungen selbst als unsinnig, irrational und übertrieben. Der Versuch, diesen Drang zu stoppen, hat meist zur Folge, dass sich die Zwangsgedanken bzw. Zwangshandlungen bleiben oder sich sogar verschlimmern können.

Eine Zwangsstörung ist oft mit Ängsten oder Ekel verbunden. Sie kann den Alltag von Menschen mit Zwangsstörung massiv einschränken und zu erheblichen Konflikten führen, da die Zwangsrituale viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen.